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Das Friedensmahl im großen Rathaussaal zu Nürnberg am 25.9.1649

Das Friedensmahl im großen Rathaussaal zu Nürnberg am 25.9.1649

Das Friedensmahl im großen Rathaussaal zu Nürnberg am 25.9.1649

1650


1649/50 kam Sandrart zum Friedenskongress in Nürnberg und erhielt den Auftrag, das „Friedensmahl“ bildlich festzuhalten, das wohl als sein malerisches Hauptwerk betrachtet werden kann. Er führte die Arbeit im Haus des Hans Paulus Deinhart am Josephsplatz 1 (Vorkriegsnummerierung) aus; nach den Akten des Bauamts wurde 1649 aus der Peunt ein eisernes Öfelein ausgeliehen, weil in einer der Kammern dieses Hauses das „auf dem Rathauß gehaltene Friedens Panquet abgemahlet wirdt.“ (Ausk. Karl Kohn). Von Pfalzgraf Carl Gustav von Zweibrücken (später König Karl X. von Schweden) erhielt Sandrart für diese Arbeit 2000 rheinische Gulden und eine goldene Kette mit königlichem Brustbild im Wert von 200 Dukaten.

Nachdem Sandrart dem Rat bekanntgegeben hatte, dass das Gemälde in das Rathaus gebracht werden könne, sollte diesem mit Ratsbeschluss vom 21.10.1650 ein Platz angewiesen und beim Schreiner ein Kostenvoranschlag für den Rahmen eingeholt werden. Gleichzeitig wollte man von Michael Herr das von ihm gemalte kaiserliche Lustfeuerwerk auf den Frieden erwerben, das der kaiserliche Feldmarschall Ottavio Piccolomini am 14.7.1650 hatte halten lassen. Beide Gemälde befanden sich 1711 laut Inventar von Georg Jacob Lang im Nürnberger Rathaus. Sandrarts Gemälde hing in der Regimentsstube, Herrs Bild im Raum daneben.

1651 erhielt Sandrart weitere 500 Gulden dafür, dass er die rechts vorn postierten Ratsherren in das Bild aufnahm, wozu möglicherweise die Leinwand des rechten Bilddrittels angestückt wurde.

Philipp Wilhelm Oeding aus Benzingerode (1697-1781), der 1721 mit einem Stipendium an die Akademie in Nürnberg ging und 1729 Schwiegersohn von Johann Daniel Preißler wurde, fertigte um 1730 eine Kopie von Sandrarts Gemälde, die sich in Schloß Nachod in Böhmen befindet.

Lit: Ernst Mummenhoff: Das Rathaus in Nürnberg, Nürnberg 1891, S. 293.

Ausst. Kat. Nürnberg, Von teutscher Not zu höfischer Pracht 1648-1701, Nürnberg 1998, Kat. 10 (Verf. Doris Gerstl)

Standort: Museen der Stadt Nürnberg, Kunstsammlungen, Inv.-Nr. Gm 0009.

Entwurf: Sandrart, Joachim d.Ä. von

Umsetzung: Sandrart, Joachim d.Ä. von

Material: Öl auf Leinwand, 291,5 x 448 cm

Foto© Museen der Stadt Nürnberg, Kunstsammlungen, Foto: Richard Krauss

Das Friedensmahl im großen Rathaussaal zu Nürnberg am 25.9.1649 Detail mit Selbstbildnis des Künstlers

Das Friedensmahl im großen Rathaussaal zu Nürnberg am 25.9.1649

1650

Detail mit Selbstbildnis des Künstlers


1649/50 kam Sandrart zum Friedenskongress in Nürnberg und erhielt den Auftrag, das „Friedensmahl“ bildlich festzuhalten, das wohl als sein malerisches Hauptwerk betrachtet werden kann. Er führte die Arbeit im Haus des Hans Paulus Deinhart am Josephsplatz 1 (Vorkriegsnummerierung) aus; nach den Akten des Bauamts wurde 1649 aus der Peunt ein eisernes Öfelein ausgeliehen, weil in einer der Kammern dieses Hauses das „auf dem Rathauß gehaltene Friedens Panquet abgemahlet wirdt.“ (Ausk. Karl Kohn). Von Pfalzgraf Carl Gustav von Zweibrücken (später König Karl X. von Schweden) erhielt Sandrart für diese Arbeit 2000 rheinische Gulden und eine goldene Kette mit königlichem Brustbild im Wert von 200 Dukaten.

Nachdem Sandrart dem Rat bekanntgegeben hatte, dass das Gemälde in das Rathaus gebracht werden könne, sollte diesem mit Ratsbeschluss vom 21.10.1650 ein Platz angewiesen und beim Schreiner ein Kostenvoranschlag für den Rahmen eingeholt werden. Gleichzeitig wollte man von Michael Herr das von ihm gemalte kaiserliche Lustfeuerwerk auf den Frieden erwerben, das der kaiserliche Feldmarschall Ottavio Piccolomini am 14.7.1650 hatte halten lassen. Beide Gemälde befanden sich 1711 laut Inventar von Georg Jacob Lang im Nürnberger Rathaus. Sandrarts Gemälde hing in der Regimentsstube, Herrs Bild im Raum daneben.

1651 erhielt Sandrart weitere 500 Gulden dafür, dass er die rechts vorn postierten Ratsherren in das Bild aufnahm, wozu möglicherweise die Leinwand des rechten Bilddrittels angestückt wurde.

Philipp Wilhelm Oeding aus Benzingerode (1697-1781), der 1721 mit einem Stipendium an die Akademie in Nürnberg ging und 1729 Schwiegersohn von Johann Daniel Preißler wurde, fertigte um 1730 eine Kopie von Sandrarts Gemälde, die sich in Schloß Nachod in Böhmen befindet.

Lit: Ernst Mummenhoff: Das Rathaus in Nürnberg, Nürnberg 1891, S. 293.

Ausst. Kat. Nürnberg, Von teutscher Not zu höfischer Pracht 1648-1701, Nürnberg 1998, Kat. 10 (Verf. Doris Gerstl)

Standort: Museen der Stadt Nürnberg, Kunstsammlungen, Inv.-Nr. Gm 0009.

Entwurf: Sandrart, Joachim d.Ä. von

Umsetzung: Sandrart, Joachim d.Ä. von

Material: Öl auf Leinwand, 291,5 x 448 cm

Foto© Museen der Stadt Nürnberg, Kunstsammlungen, Foto: Andreas Curtius

Joachim d.Ä. von
Sandrart

Weitere Werke

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Albrecht Dürer Grabstätte
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