Philipp
Kittler

Bildhauer

geb. Schwabach, 18. Jun 1861

gest. Nürnberg, 11. Jan 1944

Bildhauer, Vertreter eines sich zwischen Jugendstil und Art Déco entwickelten Realismus.

Sein Œuvre umfasst vorwiegend freistehende Bronzefiguren im öffentlichen Raum.

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Grab Nr. A 6/7 auf dem Johannisfriedhof. Sohn des Emanuel, Ofenfabrikant. ∞ Elise Morill (begr. 15.2.1932). Hafnerlehre bei seinem Vater. 1877-80 Besuch der Kunstgewerbeschule Nürnberg. 1880/81 in einer Ofenfabrik und Kunstwerkstatt in Hamburg, 1881-87 in der väterlichen Ofenfabrik in Schwabach tätig. 1887-89 erneuter Besuch der Kunstgewerbeschule Nürnberg. 1889 Gründung und Teilhaber der Ofenfabrik Kittler & Co. in Nürnberg, am 29.9.1891 meldete er in Nürnberg-Neugroßreuth ein kunstgewerbliches Atelier an, das er etwa zwei Jahre betrieb. 1893-95 Studium an der AdBK München unter Wilhelm von Rümann. Seit 1895 freischaffender Bildhauer in Nürnberg, 1895 umfangreiche Aufträge zur II. Bayer. Landesausstellung. Seit 1898 Lehrer für elementares Modellieren an der Kunstgewerbeschule Nürnberg, 1918 Ernennung zum kgl. Professor. 1906 Aufträge für die III. Bayer. Landesausstellung. In den ersten drei Jahrzehnten des 20. Jh. trat er mit zahlreichen großplastischen Arbeiten in unterschiedlichen Stilrichtungen hervor. Neben vielen kunsthandwerklichen Arbeiten schuf er auch Grabdenkmäler. 1925-26 freier Mitarbeiter der Firma Rosenthal in Selb. Er wurde mit vielen Auszeichnungen und Preisen geehrt. Studienreisen nach Paris und Italien. 1903 wohnte er in der Tafelhofstraße 12, 1907 Bucher Straße 23/I, 1910/12 Meuschelstraße 16, 1916/30 Bucher Straße 21/II, später Schweppermannstraße 36. Ehrenmitglied des Künstlervereins, Mitglied der Nürnberger Kunstgenossenschaft und in der Vereinigung Nürnberger Künstler und Kunsthandwerker, Mitglied im P.Bl.O. Die Philipp-Kittler-Straße in Nürnberg wurde nach ihm benannt.

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zitiert aus dem Nürnberger Künstlerlexikon, Herausgegeben von Manfred H. Grieb



Stil: Jugendstil, Realismus

Zeit: 20. Jh.