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Holzschuherkapelle

Holzschuherkapelle Gesamtansicht von S/SO

Holzschuherkapelle

von 1506 bis 1507

Gesamtansicht von S/SO


Laut dem Salbuch von Ulrich Starck wurden 1395 der Vorgängerbau der heutigen Kapelle und sein Altar zu Ehren der Hl. Dreifaltigkeit, des Apostels Paulus, des Märtyrers St. Stefan, St. Valentins, des Bamberger Bischofs St. Otto und der 11.000 Jungfrauen geweiht. Die Kosten von 26 Gulden für den dazu herbeigeholten Weihbischof  Eyring, Titular-Erzbischof von Anavarza übernahm der Nürnberger Rat. Bei der Entweihung der Kapelle wurden am 6.8.1506 die Reliquien aus dem Altar genommen. Am 27.8.1507 wurden die heutige Kapelle (Holzschuherkapelle) und der Altar zu Ehren der Hl. Dreifaltigkeit, Maria Mitleidung ihres Kindes Jesu, des Apostels Paulus, des Märtyrers St. Stefan, der Heiligen Valentin, Rochus, Anna, Maria Magdalena, Martha und der 11.000 Jungfrauen und aller Heiligen geweiht. Vorgenommen wurde die Zeremonie durch den Bamberger Weihbischof Caspar Preyl, Titularbischof von Natura, wobei auch bei bei ihm der Nürnberger Rat die Kosten für dessen Unterkunft und Verpflegung übernahm. Zu diesem Zeitpunkt war die Kapelle, die für den Pestfriedhof dringend benötigt wurde, noch nicht ganz fertiggestellt, da sowohl der Bogenanfang der Nische für die Grablegungsgruppe als auch die Malerei in der Nische die Jahreszahl 1508 aufweisen.

Im Zins- und Gültbuch von 1511 wird die Kapelle erstmals St. Stefans-Kapelle genannt („Sandt Steffan auff dem gotzacker“, vgl. Reiner Zittlau: Heiliggrabkapelle und Kreuzweg, Nürnberg 1992, S. 154).

In einem von 12 Kardinälen ausgestellten Ablassbrief vom 18. Mai 1515 wird die Kapelle als Heilig-Grab-Kapelle („Capella Sancti Sepulchri“) bezeichnet. Den Ablass erwirkte der damalige Pfleger der Sondersiechen von St. Johannis, Franz Imhoff in Rom, den der Bischof von Bamberg bestätigte und vermehrte. Der Text der Ablassurkunde, die später in die Sammlung Derschau gelangte und 1825 versteigert wurde, ist überliefert durch die Publikationen von Georg Jacob Schwindel: Nachrichten Von lauter alten und raren Büchern. 2,1, Frankfurt und Leipzig 1733, S. 28-29 und von Christoph Gottlieb von Murr: Beschreibung der vornehmsten Merkwürdigkeiten in der Reichsstadt Nürnberg, S. 712-715, online:

https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10376832?page=738

Zweck des Ablasses war, dass die Kapelle zum Heiligen Grabe „mit entsprechenden Ehrenbezeigungen besucht werde und von den Gläubigen Christi fortdauernd verehrt würde und dass sie sowohl in ihren Einrichtungen, als auch in ihren Gebäuden gehörig ausgebessert, bewahrt und erhalten werde, auch mit Büchern, Kelchen, Leuchtern, kirchlichen Zierraten und anderen Dingen, welche dem Gottesdienste daselbst notwendig sind, geziemend ausgerüstet werde und dass die Gläubigen selbst dahin umso lieber der Andacht wegen zusammenströmen und zur Wiederherstellung, Bewahrung, Erhaltung, Ausrüstung dieser Art bereitwillig die helfende Hand darreichen, je reichlicher sie sich aus dieser Gabe der himmlischen Gnade ebendaselbst erfrischt gesehen haben.“ Übersetzung aus dem Lateinischen nach Ascher Sammter: Chronik von Liegnitz, Bd. 2, Liegnitz 1868, S. 521-523, wo ein für diese Passage gleichlautender Text einer Ablassurkunde von 1514 für eine Kapelle in Liegnitz abgedruckt ist. Der gleiche standardisierte Text findet sich in zahlreichen Ablassurkunden des späten 15. und frühen 16. Jahrhunderts, darunter in der von 12 Kardinälen am 28.11.1496 ausgestellten Urkunde für die Kirche St. Johannes in Kronach, die im Original erhalten ist.

siehe auch: Grablegung

Standort: Nürnberg, St. Johannis Friedhof

Entwurf: Behaim d.Ä., Hans

Foto 2011, Pablo de la Riestra

Holzschuherkapelle Innenraum von W nach O

Holzschuherkapelle

von 1506 bis 1507

Innenraum von W nach O


Laut dem Salbuch von Ulrich Starck wurden 1395 der Vorgängerbau der heutigen Kapelle und sein Altar zu Ehren der Hl. Dreifaltigkeit, des Apostels Paulus, des Märtyrers St. Stefan, St. Valentins, des Bamberger Bischofs St. Otto und der 11.000 Jungfrauen geweiht. Die Kosten von 26 Gulden für den dazu herbeigeholten Weihbischof  Eyring, Titular-Erzbischof von Anavarza übernahm der Nürnberger Rat. Bei der Entweihung der Kapelle wurden am 6.8.1506 die Reliquien aus dem Altar genommen. Am 27.8.1507 wurden die heutige Kapelle (Holzschuherkapelle) und der Altar zu Ehren der Hl. Dreifaltigkeit, Maria Mitleidung ihres Kindes Jesu, des Apostels Paulus, des Märtyrers St. Stefan, der Heiligen Valentin, Rochus, Anna, Maria Magdalena, Martha und der 11.000 Jungfrauen und aller Heiligen geweiht. Vorgenommen wurde die Zeremonie durch den Bamberger Weihbischof Caspar Preyl, Titularbischof von Natura, wobei auch bei bei ihm der Nürnberger Rat die Kosten für dessen Unterkunft und Verpflegung übernahm. Zu diesem Zeitpunkt war die Kapelle, die für den Pestfriedhof dringend benötigt wurde, noch nicht ganz fertiggestellt, da sowohl der Bogenanfang der Nische für die Grablegungsgruppe als auch die Malerei in der Nische die Jahreszahl 1508 aufweisen.

Im Zins- und Gültbuch von 1511 wird die Kapelle erstmals St. Stefans-Kapelle genannt („Sandt Steffan auff dem gotzacker“, vgl. Reiner Zittlau: Heiliggrabkapelle und Kreuzweg, Nürnberg 1992, S. 154).

In einem von 12 Kardinälen ausgestellten Ablassbrief vom 18. Mai 1515 wird die Kapelle als Heilig-Grab-Kapelle („Capella Sancti Sepulchri“) bezeichnet. Den Ablass erwirkte der damalige Pfleger der Sondersiechen von St. Johannis, Franz Imhoff in Rom, den der Bischof von Bamberg bestätigte und vermehrte. Der Text der Ablassurkunde, die später in die Sammlung Derschau gelangte und 1825 versteigert wurde, ist überliefert durch die Publikationen von Georg Jacob Schwindel: Nachrichten Von lauter alten und raren Büchern. 2,1, Frankfurt und Leipzig 1733, S. 28-29 und von Christoph Gottlieb von Murr: Beschreibung der vornehmsten Merkwürdigkeiten in der Reichsstadt Nürnberg, S. 712-715, online:

https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10376832?page=738

Zweck des Ablasses war, dass die Kapelle zum Heiligen Grabe „mit entsprechenden Ehrenbezeigungen besucht werde und von den Gläubigen Christi fortdauernd verehrt würde und dass sie sowohl in ihren Einrichtungen, als auch in ihren Gebäuden gehörig ausgebessert, bewahrt und erhalten werde, auch mit Büchern, Kelchen, Leuchtern, kirchlichen Zierraten und anderen Dingen, welche dem Gottesdienste daselbst notwendig sind, geziemend ausgerüstet werde und dass die Gläubigen selbst dahin umso lieber der Andacht wegen zusammenströmen und zur Wiederherstellung, Bewahrung, Erhaltung, Ausrüstung dieser Art bereitwillig die helfende Hand darreichen, je reichlicher sie sich aus dieser Gabe der himmlischen Gnade ebendaselbst erfrischt gesehen haben.“ Übersetzung aus dem Lateinischen nach Ascher Sammter: Chronik von Liegnitz, Bd. 2, Liegnitz 1868, S. 521-523, wo ein für diese Passage gleichlautender Text einer Ablassurkunde von 1514 für eine Kapelle in Liegnitz abgedruckt ist. Der gleiche standardisierte Text findet sich in zahlreichen Ablassurkunden des späten 15. und frühen 16. Jahrhunderts, darunter in der von 12 Kardinälen am 28.11.1496 ausgestellten Urkunde für die Kirche St. Johannes in Kronach, die im Original erhalten ist.

siehe auch: Grablegung

Standort: Nürnberg, St. Johannis Friedhof

Entwurf: Behaim d.Ä., Hans

Foto 2022, Pablo de la Riestra

Holzschuherkapelle Innenraum mit Chor- und Rotundengewölbe samt hängendem Schlussstein

Holzschuherkapelle

von 1506 bis 1507

Innenraum mit Chor- und Rotundengewölbe samt hängendem Schlussstein


Laut dem Salbuch von Ulrich Starck wurden 1395 der Vorgängerbau der heutigen Kapelle und sein Altar zu Ehren der Hl. Dreifaltigkeit, des Apostels Paulus, des Märtyrers St. Stefan, St. Valentins, des Bamberger Bischofs St. Otto und der 11.000 Jungfrauen geweiht. Die Kosten von 26 Gulden für den dazu herbeigeholten Weihbischof  Eyring, Titular-Erzbischof von Anavarza übernahm der Nürnberger Rat. Bei der Entweihung der Kapelle wurden am 6.8.1506 die Reliquien aus dem Altar genommen. Am 27.8.1507 wurden die heutige Kapelle (Holzschuherkapelle) und der Altar zu Ehren der Hl. Dreifaltigkeit, Maria Mitleidung ihres Kindes Jesu, des Apostels Paulus, des Märtyrers St. Stefan, der Heiligen Valentin, Rochus, Anna, Maria Magdalena, Martha und der 11.000 Jungfrauen und aller Heiligen geweiht. Vorgenommen wurde die Zeremonie durch den Bamberger Weihbischof Caspar Preyl, Titularbischof von Natura, wobei auch bei bei ihm der Nürnberger Rat die Kosten für dessen Unterkunft und Verpflegung übernahm. Zu diesem Zeitpunkt war die Kapelle, die für den Pestfriedhof dringend benötigt wurde, noch nicht ganz fertiggestellt, da sowohl der Bogenanfang der Nische für die Grablegungsgruppe als auch die Malerei in der Nische die Jahreszahl 1508 aufweisen.

Im Zins- und Gültbuch von 1511 wird die Kapelle erstmals St. Stefans-Kapelle genannt („Sandt Steffan auff dem gotzacker“, vgl. Reiner Zittlau: Heiliggrabkapelle und Kreuzweg, Nürnberg 1992, S. 154).

In einem von 12 Kardinälen ausgestellten Ablassbrief vom 18. Mai 1515 wird die Kapelle als Heilig-Grab-Kapelle („Capella Sancti Sepulchri“) bezeichnet. Den Ablass erwirkte der damalige Pfleger der Sondersiechen von St. Johannis, Franz Imhoff in Rom, den der Bischof von Bamberg bestätigte und vermehrte. Der Text der Ablassurkunde, die später in die Sammlung Derschau gelangte und 1825 versteigert wurde, ist überliefert durch die Publikationen von Georg Jacob Schwindel: Nachrichten Von lauter alten und raren Büchern. 2,1, Frankfurt und Leipzig 1733, S. 28-29 und von Christoph Gottlieb von Murr: Beschreibung der vornehmsten Merkwürdigkeiten in der Reichsstadt Nürnberg, S. 712-715, online:

https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10376832?page=738

Zweck des Ablasses war, dass die Kapelle zum Heiligen Grabe „mit entsprechenden Ehrenbezeigungen besucht werde und von den Gläubigen Christi fortdauernd verehrt würde und dass sie sowohl in ihren Einrichtungen, als auch in ihren Gebäuden gehörig ausgebessert, bewahrt und erhalten werde, auch mit Büchern, Kelchen, Leuchtern, kirchlichen Zierraten und anderen Dingen, welche dem Gottesdienste daselbst notwendig sind, geziemend ausgerüstet werde und dass die Gläubigen selbst dahin umso lieber der Andacht wegen zusammenströmen und zur Wiederherstellung, Bewahrung, Erhaltung, Ausrüstung dieser Art bereitwillig die helfende Hand darreichen, je reichlicher sie sich aus dieser Gabe der himmlischen Gnade ebendaselbst erfrischt gesehen haben.“ Übersetzung aus dem Lateinischen nach Ascher Sammter: Chronik von Liegnitz, Bd. 2, Liegnitz 1868, S. 521-523, wo ein für diese Passage gleichlautender Text einer Ablassurkunde von 1514 für eine Kapelle in Liegnitz abgedruckt ist. Der gleiche standardisierte Text findet sich in zahlreichen Ablassurkunden des späten 15. und frühen 16. Jahrhunderts, darunter in der von 12 Kardinälen am 28.11.1496 ausgestellten Urkunde für die Kirche St. Johannes in Kronach, die im Original erhalten ist.

siehe auch: Grablegung

Standort: Nürnberg, St. Johannis Friedhof

Entwurf: Behaim d.Ä., Hans

Foto 2011, Pablo de la Riestra

Holzschuherkapelle Gewölbe vom Chor zur Rotunde

Holzschuherkapelle

von 1506 bis 1507

Gewölbe vom Chor zur Rotunde


Laut dem Salbuch von Ulrich Starck wurden 1395 der Vorgängerbau der heutigen Kapelle und sein Altar zu Ehren der Hl. Dreifaltigkeit, des Apostels Paulus, des Märtyrers St. Stefan, St. Valentins, des Bamberger Bischofs St. Otto und der 11.000 Jungfrauen geweiht. Die Kosten von 26 Gulden für den dazu herbeigeholten Weihbischof  Eyring, Titular-Erzbischof von Anavarza übernahm der Nürnberger Rat. Bei der Entweihung der Kapelle wurden am 6.8.1506 die Reliquien aus dem Altar genommen. Am 27.8.1507 wurden die heutige Kapelle (Holzschuherkapelle) und der Altar zu Ehren der Hl. Dreifaltigkeit, Maria Mitleidung ihres Kindes Jesu, des Apostels Paulus, des Märtyrers St. Stefan, der Heiligen Valentin, Rochus, Anna, Maria Magdalena, Martha und der 11.000 Jungfrauen und aller Heiligen geweiht. Vorgenommen wurde die Zeremonie durch den Bamberger Weihbischof Caspar Preyl, Titularbischof von Natura, wobei auch bei bei ihm der Nürnberger Rat die Kosten für dessen Unterkunft und Verpflegung übernahm. Zu diesem Zeitpunkt war die Kapelle, die für den Pestfriedhof dringend benötigt wurde, noch nicht ganz fertiggestellt, da sowohl der Bogenanfang der Nische für die Grablegungsgruppe als auch die Malerei in der Nische die Jahreszahl 1508 aufweisen.

Im Zins- und Gültbuch von 1511 wird die Kapelle erstmals St. Stefans-Kapelle genannt („Sandt Steffan auff dem gotzacker“, vgl. Reiner Zittlau: Heiliggrabkapelle und Kreuzweg, Nürnberg 1992, S. 154).

In einem von 12 Kardinälen ausgestellten Ablassbrief vom 18. Mai 1515 wird die Kapelle als Heilig-Grab-Kapelle („Capella Sancti Sepulchri“) bezeichnet. Den Ablass erwirkte der damalige Pfleger der Sondersiechen von St. Johannis, Franz Imhoff in Rom, den der Bischof von Bamberg bestätigte und vermehrte. Der Text der Ablassurkunde, die später in die Sammlung Derschau gelangte und 1825 versteigert wurde, ist überliefert durch die Publikationen von Georg Jacob Schwindel: Nachrichten Von lauter alten und raren Büchern. 2,1, Frankfurt und Leipzig 1733, S. 28-29 und von Christoph Gottlieb von Murr: Beschreibung der vornehmsten Merkwürdigkeiten in der Reichsstadt Nürnberg, S. 712-715, online:

https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10376832?page=738

Zweck des Ablasses war, dass die Kapelle zum Heiligen Grabe „mit entsprechenden Ehrenbezeigungen besucht werde und von den Gläubigen Christi fortdauernd verehrt würde und dass sie sowohl in ihren Einrichtungen, als auch in ihren Gebäuden gehörig ausgebessert, bewahrt und erhalten werde, auch mit Büchern, Kelchen, Leuchtern, kirchlichen Zierraten und anderen Dingen, welche dem Gottesdienste daselbst notwendig sind, geziemend ausgerüstet werde und dass die Gläubigen selbst dahin umso lieber der Andacht wegen zusammenströmen und zur Wiederherstellung, Bewahrung, Erhaltung, Ausrüstung dieser Art bereitwillig die helfende Hand darreichen, je reichlicher sie sich aus dieser Gabe der himmlischen Gnade ebendaselbst erfrischt gesehen haben.“ Übersetzung aus dem Lateinischen nach Ascher Sammter: Chronik von Liegnitz, Bd. 2, Liegnitz 1868, S. 521-523, wo ein für diese Passage gleichlautender Text einer Ablassurkunde von 1514 für eine Kapelle in Liegnitz abgedruckt ist. Der gleiche standardisierte Text findet sich in zahlreichen Ablassurkunden des späten 15. und frühen 16. Jahrhunderts, darunter in der von 12 Kardinälen am 28.11.1496 ausgestellten Urkunde für die Kirche St. Johannes in Kronach, die im Original erhalten ist.

siehe auch: Grablegung

Standort: Nürnberg, St. Johannis Friedhof

Entwurf: Behaim d.Ä., Hans

Foto 2021, Theo Noll

Holzschuherkapelle Blick von O nach W, links Nische der Grablegung von Adam Kraft

Holzschuherkapelle

von 1506 bis 1507

Blick von O nach W, links Nische der Grablegung von Adam Kraft


Laut dem Salbuch von Ulrich Starck wurden 1395 der Vorgängerbau der heutigen Kapelle und sein Altar zu Ehren der Hl. Dreifaltigkeit, des Apostels Paulus, des Märtyrers St. Stefan, St. Valentins, des Bamberger Bischofs St. Otto und der 11.000 Jungfrauen geweiht. Die Kosten von 26 Gulden für den dazu herbeigeholten Weihbischof  Eyring, Titular-Erzbischof von Anavarza übernahm der Nürnberger Rat. Bei der Entweihung der Kapelle wurden am 6.8.1506 die Reliquien aus dem Altar genommen. Am 27.8.1507 wurden die heutige Kapelle (Holzschuherkapelle) und der Altar zu Ehren der Hl. Dreifaltigkeit, Maria Mitleidung ihres Kindes Jesu, des Apostels Paulus, des Märtyrers St. Stefan, der Heiligen Valentin, Rochus, Anna, Maria Magdalena, Martha und der 11.000 Jungfrauen und aller Heiligen geweiht. Vorgenommen wurde die Zeremonie durch den Bamberger Weihbischof Caspar Preyl, Titularbischof von Natura, wobei auch bei bei ihm der Nürnberger Rat die Kosten für dessen Unterkunft und Verpflegung übernahm. Zu diesem Zeitpunkt war die Kapelle, die für den Pestfriedhof dringend benötigt wurde, noch nicht ganz fertiggestellt, da sowohl der Bogenanfang der Nische für die Grablegungsgruppe als auch die Malerei in der Nische die Jahreszahl 1508 aufweisen.

Im Zins- und Gültbuch von 1511 wird die Kapelle erstmals St. Stefans-Kapelle genannt („Sandt Steffan auff dem gotzacker“, vgl. Reiner Zittlau: Heiliggrabkapelle und Kreuzweg, Nürnberg 1992, S. 154).

In einem von 12 Kardinälen ausgestellten Ablassbrief vom 18. Mai 1515 wird die Kapelle als Heilig-Grab-Kapelle („Capella Sancti Sepulchri“) bezeichnet. Den Ablass erwirkte der damalige Pfleger der Sondersiechen von St. Johannis, Franz Imhoff in Rom, den der Bischof von Bamberg bestätigte und vermehrte. Der Text der Ablassurkunde, die später in die Sammlung Derschau gelangte und 1825 versteigert wurde, ist überliefert durch die Publikationen von Georg Jacob Schwindel: Nachrichten Von lauter alten und raren Büchern. 2,1, Frankfurt und Leipzig 1733, S. 28-29 und von Christoph Gottlieb von Murr: Beschreibung der vornehmsten Merkwürdigkeiten in der Reichsstadt Nürnberg, S. 712-715, online:

https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10376832?page=738

Zweck des Ablasses war, dass die Kapelle zum Heiligen Grabe „mit entsprechenden Ehrenbezeigungen besucht werde und von den Gläubigen Christi fortdauernd verehrt würde und dass sie sowohl in ihren Einrichtungen, als auch in ihren Gebäuden gehörig ausgebessert, bewahrt und erhalten werde, auch mit Büchern, Kelchen, Leuchtern, kirchlichen Zierraten und anderen Dingen, welche dem Gottesdienste daselbst notwendig sind, geziemend ausgerüstet werde und dass die Gläubigen selbst dahin umso lieber der Andacht wegen zusammenströmen und zur Wiederherstellung, Bewahrung, Erhaltung, Ausrüstung dieser Art bereitwillig die helfende Hand darreichen, je reichlicher sie sich aus dieser Gabe der himmlischen Gnade ebendaselbst erfrischt gesehen haben.“ Übersetzung aus dem Lateinischen nach Ascher Sammter: Chronik von Liegnitz, Bd. 2, Liegnitz 1868, S. 521-523, wo ein für diese Passage gleichlautender Text einer Ablassurkunde von 1514 für eine Kapelle in Liegnitz abgedruckt ist. Der gleiche standardisierte Text findet sich in zahlreichen Ablassurkunden des späten 15. und frühen 16. Jahrhunderts, darunter in der von 12 Kardinälen am 28.11.1496 ausgestellten Urkunde für die Kirche St. Johannes in Kronach, die im Original erhalten ist.

siehe auch: Grablegung

Standort: Nürnberg, St. Johannis Friedhof

Entwurf: Behaim d.Ä., Hans

Foto 2021, Theo Noll

Holzschuherkapelle Oberteil der Grablegungsnische mit durchgestecktem Stabwerk

Holzschuherkapelle

von 1506 bis 1507

Oberteil der Grablegungsnische mit durchgestecktem Stabwerk


Laut dem Salbuch von Ulrich Starck wurden 1395 der Vorgängerbau der heutigen Kapelle und sein Altar zu Ehren der Hl. Dreifaltigkeit, des Apostels Paulus, des Märtyrers St. Stefan, St. Valentins, des Bamberger Bischofs St. Otto und der 11.000 Jungfrauen geweiht. Die Kosten von 26 Gulden für den dazu herbeigeholten Weihbischof  Eyring, Titular-Erzbischof von Anavarza übernahm der Nürnberger Rat. Bei der Entweihung der Kapelle wurden am 6.8.1506 die Reliquien aus dem Altar genommen. Am 27.8.1507 wurden die heutige Kapelle (Holzschuherkapelle) und der Altar zu Ehren der Hl. Dreifaltigkeit, Maria Mitleidung ihres Kindes Jesu, des Apostels Paulus, des Märtyrers St. Stefan, der Heiligen Valentin, Rochus, Anna, Maria Magdalena, Martha und der 11.000 Jungfrauen und aller Heiligen geweiht. Vorgenommen wurde die Zeremonie durch den Bamberger Weihbischof Caspar Preyl, Titularbischof von Natura, wobei auch bei bei ihm der Nürnberger Rat die Kosten für dessen Unterkunft und Verpflegung übernahm. Zu diesem Zeitpunkt war die Kapelle, die für den Pestfriedhof dringend benötigt wurde, noch nicht ganz fertiggestellt, da sowohl der Bogenanfang der Nische für die Grablegungsgruppe als auch die Malerei in der Nische die Jahreszahl 1508 aufweisen.

Im Zins- und Gültbuch von 1511 wird die Kapelle erstmals St. Stefans-Kapelle genannt („Sandt Steffan auff dem gotzacker“, vgl. Reiner Zittlau: Heiliggrabkapelle und Kreuzweg, Nürnberg 1992, S. 154).

In einem von 12 Kardinälen ausgestellten Ablassbrief vom 18. Mai 1515 wird die Kapelle als Heilig-Grab-Kapelle („Capella Sancti Sepulchri“) bezeichnet. Den Ablass erwirkte der damalige Pfleger der Sondersiechen von St. Johannis, Franz Imhoff in Rom, den der Bischof von Bamberg bestätigte und vermehrte. Der Text der Ablassurkunde, die später in die Sammlung Derschau gelangte und 1825 versteigert wurde, ist überliefert durch die Publikationen von Georg Jacob Schwindel: Nachrichten Von lauter alten und raren Büchern. 2,1, Frankfurt und Leipzig 1733, S. 28-29 und von Christoph Gottlieb von Murr: Beschreibung der vornehmsten Merkwürdigkeiten in der Reichsstadt Nürnberg, S. 712-715, online:

https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10376832?page=738

Zweck des Ablasses war, dass die Kapelle zum Heiligen Grabe „mit entsprechenden Ehrenbezeigungen besucht werde und von den Gläubigen Christi fortdauernd verehrt würde und dass sie sowohl in ihren Einrichtungen, als auch in ihren Gebäuden gehörig ausgebessert, bewahrt und erhalten werde, auch mit Büchern, Kelchen, Leuchtern, kirchlichen Zierraten und anderen Dingen, welche dem Gottesdienste daselbst notwendig sind, geziemend ausgerüstet werde und dass die Gläubigen selbst dahin umso lieber der Andacht wegen zusammenströmen und zur Wiederherstellung, Bewahrung, Erhaltung, Ausrüstung dieser Art bereitwillig die helfende Hand darreichen, je reichlicher sie sich aus dieser Gabe der himmlischen Gnade ebendaselbst erfrischt gesehen haben.“ Übersetzung aus dem Lateinischen nach Ascher Sammter: Chronik von Liegnitz, Bd. 2, Liegnitz 1868, S. 521-523, wo ein für diese Passage gleichlautender Text einer Ablassurkunde von 1514 für eine Kapelle in Liegnitz abgedruckt ist. Der gleiche standardisierte Text findet sich in zahlreichen Ablassurkunden des späten 15. und frühen 16. Jahrhunderts, darunter in der von 12 Kardinälen am 28.11.1496 ausgestellten Urkunde für die Kirche St. Johannes in Kronach, die im Original erhalten ist.

siehe auch: Grablegung

Standort: Nürnberg, St. Johannis Friedhof

Entwurf: Behaim d.Ä., Hans

Foto 2010, Pablo de la Riestra

Holzschuherkapelle Neuerscheinung 2022, siehe: https://www.foerderverein-khm-nuernberg.de/projekte/publikationen/kunstfuehrer-holzschuherkapelle-nuernberg

Holzschuherkapelle

von 1506 bis 1507

Neuerscheinung 2022, siehe: https://www.foerderverein-khm-nuernberg.de/projekte/publikationen/kunstfuehrer-holzschuherkapelle-nuernberg


Laut dem Salbuch von Ulrich Starck wurden 1395 der Vorgängerbau der heutigen Kapelle und sein Altar zu Ehren der Hl. Dreifaltigkeit, des Apostels Paulus, des Märtyrers St. Stefan, St. Valentins, des Bamberger Bischofs St. Otto und der 11.000 Jungfrauen geweiht. Die Kosten von 26 Gulden für den dazu herbeigeholten Weihbischof  Eyring, Titular-Erzbischof von Anavarza übernahm der Nürnberger Rat. Bei der Entweihung der Kapelle wurden am 6.8.1506 die Reliquien aus dem Altar genommen. Am 27.8.1507 wurden die heutige Kapelle (Holzschuherkapelle) und der Altar zu Ehren der Hl. Dreifaltigkeit, Maria Mitleidung ihres Kindes Jesu, des Apostels Paulus, des Märtyrers St. Stefan, der Heiligen Valentin, Rochus, Anna, Maria Magdalena, Martha und der 11.000 Jungfrauen und aller Heiligen geweiht. Vorgenommen wurde die Zeremonie durch den Bamberger Weihbischof Caspar Preyl, Titularbischof von Natura, wobei auch bei bei ihm der Nürnberger Rat die Kosten für dessen Unterkunft und Verpflegung übernahm. Zu diesem Zeitpunkt war die Kapelle, die für den Pestfriedhof dringend benötigt wurde, noch nicht ganz fertiggestellt, da sowohl der Bogenanfang der Nische für die Grablegungsgruppe als auch die Malerei in der Nische die Jahreszahl 1508 aufweisen.

Im Zins- und Gültbuch von 1511 wird die Kapelle erstmals St. Stefans-Kapelle genannt („Sandt Steffan auff dem gotzacker“, vgl. Reiner Zittlau: Heiliggrabkapelle und Kreuzweg, Nürnberg 1992, S. 154).

In einem von 12 Kardinälen ausgestellten Ablassbrief vom 18. Mai 1515 wird die Kapelle als Heilig-Grab-Kapelle („Capella Sancti Sepulchri“) bezeichnet. Den Ablass erwirkte der damalige Pfleger der Sondersiechen von St. Johannis, Franz Imhoff in Rom, den der Bischof von Bamberg bestätigte und vermehrte. Der Text der Ablassurkunde, die später in die Sammlung Derschau gelangte und 1825 versteigert wurde, ist überliefert durch die Publikationen von Georg Jacob Schwindel: Nachrichten Von lauter alten und raren Büchern. 2,1, Frankfurt und Leipzig 1733, S. 28-29 und von Christoph Gottlieb von Murr: Beschreibung der vornehmsten Merkwürdigkeiten in der Reichsstadt Nürnberg, S. 712-715, online:

https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10376832?page=738

Zweck des Ablasses war, dass die Kapelle zum Heiligen Grabe „mit entsprechenden Ehrenbezeigungen besucht werde und von den Gläubigen Christi fortdauernd verehrt würde und dass sie sowohl in ihren Einrichtungen, als auch in ihren Gebäuden gehörig ausgebessert, bewahrt und erhalten werde, auch mit Büchern, Kelchen, Leuchtern, kirchlichen Zierraten und anderen Dingen, welche dem Gottesdienste daselbst notwendig sind, geziemend ausgerüstet werde und dass die Gläubigen selbst dahin umso lieber der Andacht wegen zusammenströmen und zur Wiederherstellung, Bewahrung, Erhaltung, Ausrüstung dieser Art bereitwillig die helfende Hand darreichen, je reichlicher sie sich aus dieser Gabe der himmlischen Gnade ebendaselbst erfrischt gesehen haben.“ Übersetzung aus dem Lateinischen nach Ascher Sammter: Chronik von Liegnitz, Bd. 2, Liegnitz 1868, S. 521-523, wo ein für diese Passage gleichlautender Text einer Ablassurkunde von 1514 für eine Kapelle in Liegnitz abgedruckt ist. Der gleiche standardisierte Text findet sich in zahlreichen Ablassurkunden des späten 15. und frühen 16. Jahrhunderts, darunter in der von 12 Kardinälen am 28.11.1496 ausgestellten Urkunde für die Kirche St. Johannes in Kronach, die im Original erhalten ist.

siehe auch: Grablegung

Standort: Kunstverlag Josef Fink

Entwurf: Behaim d.Ä., Hans

Foto 2022, Theo Noll

Holzschuherkapelle Murr, Christoph Gottlieb von: Beschreibung der vornehmsten Merkwürdigkeiten in der Reichsstadt Nürnberg in deren Bezirke und auf der Universität Altdorf (Anhang Seite 712 und 713))

Holzschuherkapelle

von 1506 bis 1507

Murr, Christoph Gottlieb von: Beschreibung der vornehmsten Merkwürdigkeiten in der Reichsstadt Nürnberg in deren Bezirke und auf der Universität Altdorf (Anhang Seite 712 und 713))


Laut dem Salbuch von Ulrich Starck wurden 1395 der Vorgängerbau der heutigen Kapelle und sein Altar zu Ehren der Hl. Dreifaltigkeit, des Apostels Paulus, des Märtyrers St. Stefan, St. Valentins, des Bamberger Bischofs St. Otto und der 11.000 Jungfrauen geweiht. Die Kosten von 26 Gulden für den dazu herbeigeholten Weihbischof  Eyring, Titular-Erzbischof von Anavarza übernahm der Nürnberger Rat. Bei der Entweihung der Kapelle wurden am 6.8.1506 die Reliquien aus dem Altar genommen. Am 27.8.1507 wurden die heutige Kapelle (Holzschuherkapelle) und der Altar zu Ehren der Hl. Dreifaltigkeit, Maria Mitleidung ihres Kindes Jesu, des Apostels Paulus, des Märtyrers St. Stefan, der Heiligen Valentin, Rochus, Anna, Maria Magdalena, Martha und der 11.000 Jungfrauen und aller Heiligen geweiht. Vorgenommen wurde die Zeremonie durch den Bamberger Weihbischof Caspar Preyl, Titularbischof von Natura, wobei auch bei bei ihm der Nürnberger Rat die Kosten für dessen Unterkunft und Verpflegung übernahm. Zu diesem Zeitpunkt war die Kapelle, die für den Pestfriedhof dringend benötigt wurde, noch nicht ganz fertiggestellt, da sowohl der Bogenanfang der Nische für die Grablegungsgruppe als auch die Malerei in der Nische die Jahreszahl 1508 aufweisen.

Im Zins- und Gültbuch von 1511 wird die Kapelle erstmals St. Stefans-Kapelle genannt („Sandt Steffan auff dem gotzacker“, vgl. Reiner Zittlau: Heiliggrabkapelle und Kreuzweg, Nürnberg 1992, S. 154).

In einem von 12 Kardinälen ausgestellten Ablassbrief vom 18. Mai 1515 wird die Kapelle als Heilig-Grab-Kapelle („Capella Sancti Sepulchri“) bezeichnet. Den Ablass erwirkte der damalige Pfleger der Sondersiechen von St. Johannis, Franz Imhoff in Rom, den der Bischof von Bamberg bestätigte und vermehrte. Der Text der Ablassurkunde, die später in die Sammlung Derschau gelangte und 1825 versteigert wurde, ist überliefert durch die Publikationen von Georg Jacob Schwindel: Nachrichten Von lauter alten und raren Büchern. 2,1, Frankfurt und Leipzig 1733, S. 28-29 und von Christoph Gottlieb von Murr: Beschreibung der vornehmsten Merkwürdigkeiten in der Reichsstadt Nürnberg, S. 712-715, online:

https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10376832?page=738

Zweck des Ablasses war, dass die Kapelle zum Heiligen Grabe „mit entsprechenden Ehrenbezeigungen besucht werde und von den Gläubigen Christi fortdauernd verehrt würde und dass sie sowohl in ihren Einrichtungen, als auch in ihren Gebäuden gehörig ausgebessert, bewahrt und erhalten werde, auch mit Büchern, Kelchen, Leuchtern, kirchlichen Zierraten und anderen Dingen, welche dem Gottesdienste daselbst notwendig sind, geziemend ausgerüstet werde und dass die Gläubigen selbst dahin umso lieber der Andacht wegen zusammenströmen und zur Wiederherstellung, Bewahrung, Erhaltung, Ausrüstung dieser Art bereitwillig die helfende Hand darreichen, je reichlicher sie sich aus dieser Gabe der himmlischen Gnade ebendaselbst erfrischt gesehen haben.“ Übersetzung aus dem Lateinischen nach Ascher Sammter: Chronik von Liegnitz, Bd. 2, Liegnitz 1868, S. 521-523, wo ein für diese Passage gleichlautender Text einer Ablassurkunde von 1514 für eine Kapelle in Liegnitz abgedruckt ist. Der gleiche standardisierte Text findet sich in zahlreichen Ablassurkunden des späten 15. und frühen 16. Jahrhunderts, darunter in der von 12 Kardinälen am 28.11.1496 ausgestellten Urkunde für die Kirche St. Johannes in Kronach, die im Original erhalten ist.

siehe auch: Grablegung

Standort: Beschreibung der vornehmsten Merkwürdigkeiten in der Reichsstadt Nürnberg in deren Bezirke und auf der Universität Altdorf (1778, 2. Aufl. 1801) Unveränderter Nachdruck der Ausgabe von 1801 mit einem Nachwort von Peter Fleischmann. Verlag für Kunstreprod

Entwurf: Behaim d.Ä., Hans

Scan 2022, Theo Noll

Holzschuherkapelle Murr, Christoph Gottlieb von: Beschreibung der vornehmsten Merkwürdigkeiten in der Reichsstadt Nürnberg in deren Bezirke und auf der Universität Altdorf (Anhang Seite 712 / Ausschnitt)

Holzschuherkapelle

von 1506 bis 1507

Murr, Christoph Gottlieb von: Beschreibung der vornehmsten Merkwürdigkeiten in der Reichsstadt Nürnberg in deren Bezirke und auf der Universität Altdorf (Anhang Seite 712 / Ausschnitt)


Laut dem Salbuch von Ulrich Starck wurden 1395 der Vorgängerbau der heutigen Kapelle und sein Altar zu Ehren der Hl. Dreifaltigkeit, des Apostels Paulus, des Märtyrers St. Stefan, St. Valentins, des Bamberger Bischofs St. Otto und der 11.000 Jungfrauen geweiht. Die Kosten von 26 Gulden für den dazu herbeigeholten Weihbischof  Eyring, Titular-Erzbischof von Anavarza übernahm der Nürnberger Rat. Bei der Entweihung der Kapelle wurden am 6.8.1506 die Reliquien aus dem Altar genommen. Am 27.8.1507 wurden die heutige Kapelle (Holzschuherkapelle) und der Altar zu Ehren der Hl. Dreifaltigkeit, Maria Mitleidung ihres Kindes Jesu, des Apostels Paulus, des Märtyrers St. Stefan, der Heiligen Valentin, Rochus, Anna, Maria Magdalena, Martha und der 11.000 Jungfrauen und aller Heiligen geweiht. Vorgenommen wurde die Zeremonie durch den Bamberger Weihbischof Caspar Preyl, Titularbischof von Natura, wobei auch bei bei ihm der Nürnberger Rat die Kosten für dessen Unterkunft und Verpflegung übernahm. Zu diesem Zeitpunkt war die Kapelle, die für den Pestfriedhof dringend benötigt wurde, noch nicht ganz fertiggestellt, da sowohl der Bogenanfang der Nische für die Grablegungsgruppe als auch die Malerei in der Nische die Jahreszahl 1508 aufweisen.

Im Zins- und Gültbuch von 1511 wird die Kapelle erstmals St. Stefans-Kapelle genannt („Sandt Steffan auff dem gotzacker“, vgl. Reiner Zittlau: Heiliggrabkapelle und Kreuzweg, Nürnberg 1992, S. 154).

In einem von 12 Kardinälen ausgestellten Ablassbrief vom 18. Mai 1515 wird die Kapelle als Heilig-Grab-Kapelle („Capella Sancti Sepulchri“) bezeichnet. Den Ablass erwirkte der damalige Pfleger der Sondersiechen von St. Johannis, Franz Imhoff in Rom, den der Bischof von Bamberg bestätigte und vermehrte. Der Text der Ablassurkunde, die später in die Sammlung Derschau gelangte und 1825 versteigert wurde, ist überliefert durch die Publikationen von Georg Jacob Schwindel: Nachrichten Von lauter alten und raren Büchern. 2,1, Frankfurt und Leipzig 1733, S. 28-29 und von Christoph Gottlieb von Murr: Beschreibung der vornehmsten Merkwürdigkeiten in der Reichsstadt Nürnberg, S. 712-715, online:

https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10376832?page=738

Zweck des Ablasses war, dass die Kapelle zum Heiligen Grabe „mit entsprechenden Ehrenbezeigungen besucht werde und von den Gläubigen Christi fortdauernd verehrt würde und dass sie sowohl in ihren Einrichtungen, als auch in ihren Gebäuden gehörig ausgebessert, bewahrt und erhalten werde, auch mit Büchern, Kelchen, Leuchtern, kirchlichen Zierraten und anderen Dingen, welche dem Gottesdienste daselbst notwendig sind, geziemend ausgerüstet werde und dass die Gläubigen selbst dahin umso lieber der Andacht wegen zusammenströmen und zur Wiederherstellung, Bewahrung, Erhaltung, Ausrüstung dieser Art bereitwillig die helfende Hand darreichen, je reichlicher sie sich aus dieser Gabe der himmlischen Gnade ebendaselbst erfrischt gesehen haben.“ Übersetzung aus dem Lateinischen nach Ascher Sammter: Chronik von Liegnitz, Bd. 2, Liegnitz 1868, S. 521-523, wo ein für diese Passage gleichlautender Text einer Ablassurkunde von 1514 für eine Kapelle in Liegnitz abgedruckt ist. Der gleiche standardisierte Text findet sich in zahlreichen Ablassurkunden des späten 15. und frühen 16. Jahrhunderts, darunter in der von 12 Kardinälen am 28.11.1496 ausgestellten Urkunde für die Kirche St. Johannes in Kronach, die im Original erhalten ist.

siehe auch: Grablegung

Standort: Beschreibung der vornehmsten Merkwürdigkeiten in der Reichsstadt Nürnberg in deren Bezirke und auf der Universität Altdorf (1778, 2. Aufl. 1801) Unveränderter Nachdruck der Ausgabe von 1801 mit einem Nachwort von Peter Fleischmann. Verlag für Kunstreprod

Entwurf: Behaim d.Ä., Hans

Scan 2022, Theo Noll

Holzschuherkapelle Murr, Christoph Gottlieb von: Beschreibung der vornehmsten Merkwürdigkeiten in der Reichsstadt Nürnberg in deren Bezirke und auf der Universität Altdorf (Anhang Seite 714 und 715)

Holzschuherkapelle

von 1506 bis 1507

Murr, Christoph Gottlieb von: Beschreibung der vornehmsten Merkwürdigkeiten in der Reichsstadt Nürnberg in deren Bezirke und auf der Universität Altdorf (Anhang Seite 714 und 715)


Laut dem Salbuch von Ulrich Starck wurden 1395 der Vorgängerbau der heutigen Kapelle und sein Altar zu Ehren der Hl. Dreifaltigkeit, des Apostels Paulus, des Märtyrers St. Stefan, St. Valentins, des Bamberger Bischofs St. Otto und der 11.000 Jungfrauen geweiht. Die Kosten von 26 Gulden für den dazu herbeigeholten Weihbischof  Eyring, Titular-Erzbischof von Anavarza übernahm der Nürnberger Rat. Bei der Entweihung der Kapelle wurden am 6.8.1506 die Reliquien aus dem Altar genommen. Am 27.8.1507 wurden die heutige Kapelle (Holzschuherkapelle) und der Altar zu Ehren der Hl. Dreifaltigkeit, Maria Mitleidung ihres Kindes Jesu, des Apostels Paulus, des Märtyrers St. Stefan, der Heiligen Valentin, Rochus, Anna, Maria Magdalena, Martha und der 11.000 Jungfrauen und aller Heiligen geweiht. Vorgenommen wurde die Zeremonie durch den Bamberger Weihbischof Caspar Preyl, Titularbischof von Natura, wobei auch bei bei ihm der Nürnberger Rat die Kosten für dessen Unterkunft und Verpflegung übernahm. Zu diesem Zeitpunkt war die Kapelle, die für den Pestfriedhof dringend benötigt wurde, noch nicht ganz fertiggestellt, da sowohl der Bogenanfang der Nische für die Grablegungsgruppe als auch die Malerei in der Nische die Jahreszahl 1508 aufweisen.

Im Zins- und Gültbuch von 1511 wird die Kapelle erstmals St. Stefans-Kapelle genannt („Sandt Steffan auff dem gotzacker“, vgl. Reiner Zittlau: Heiliggrabkapelle und Kreuzweg, Nürnberg 1992, S. 154).

In einem von 12 Kardinälen ausgestellten Ablassbrief vom 18. Mai 1515 wird die Kapelle als Heilig-Grab-Kapelle („Capella Sancti Sepulchri“) bezeichnet. Den Ablass erwirkte der damalige Pfleger der Sondersiechen von St. Johannis, Franz Imhoff in Rom, den der Bischof von Bamberg bestätigte und vermehrte. Der Text der Ablassurkunde, die später in die Sammlung Derschau gelangte und 1825 versteigert wurde, ist überliefert durch die Publikationen von Georg Jacob Schwindel: Nachrichten Von lauter alten und raren Büchern. 2,1, Frankfurt und Leipzig 1733, S. 28-29 und von Christoph Gottlieb von Murr: Beschreibung der vornehmsten Merkwürdigkeiten in der Reichsstadt Nürnberg, S. 712-715, online:

https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10376832?page=738

Zweck des Ablasses war, dass die Kapelle zum Heiligen Grabe „mit entsprechenden Ehrenbezeigungen besucht werde und von den Gläubigen Christi fortdauernd verehrt würde und dass sie sowohl in ihren Einrichtungen, als auch in ihren Gebäuden gehörig ausgebessert, bewahrt und erhalten werde, auch mit Büchern, Kelchen, Leuchtern, kirchlichen Zierraten und anderen Dingen, welche dem Gottesdienste daselbst notwendig sind, geziemend ausgerüstet werde und dass die Gläubigen selbst dahin umso lieber der Andacht wegen zusammenströmen und zur Wiederherstellung, Bewahrung, Erhaltung, Ausrüstung dieser Art bereitwillig die helfende Hand darreichen, je reichlicher sie sich aus dieser Gabe der himmlischen Gnade ebendaselbst erfrischt gesehen haben.“ Übersetzung aus dem Lateinischen nach Ascher Sammter: Chronik von Liegnitz, Bd. 2, Liegnitz 1868, S. 521-523, wo ein für diese Passage gleichlautender Text einer Ablassurkunde von 1514 für eine Kapelle in Liegnitz abgedruckt ist. Der gleiche standardisierte Text findet sich in zahlreichen Ablassurkunden des späten 15. und frühen 16. Jahrhunderts, darunter in der von 12 Kardinälen am 28.11.1496 ausgestellten Urkunde für die Kirche St. Johannes in Kronach, die im Original erhalten ist.

siehe auch: Grablegung

Standort: Beschreibung der vornehmsten Merkwürdigkeiten in der Reichsstadt Nürnberg in deren Bezirke und auf der Universität Altdorf (1778, 2. Aufl. 1801) Unveränderter Nachdruck der Ausgabe von 1801 mit einem Nachwort von Peter Fleischmann. Verlag für Kunstreprod

Entwurf: Behaim d.Ä., Hans

Scan 2022, Theo Noll

Hans
Behaim d.Ä.

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