Sebastian
Denner (Danner)

Bildhauer, Rotschmied, Leuchtermacher, Kunstgießer

get. Nürnberg, 22. Jul 1640

gest. Nürnberg, 13. Aug 1691

Sohn des Hans Joachim, Wirt. ∞ 1679 Anna Schiller († nach 1692). 1665 Meister, 1684 Geschworener, 1679-91 Genannter. Denner fertigte sehr viele Epitaphien für die Friedhöfe St. Johannis und St. Rochus, die er meist selbst modellierte. Im Mai 1670 fertigte er ein Epitaph für die verstorbene Ehefrau des Johann Andreas Endter, für das er bei einem Gewicht von 154 Pfund à 20 Batzen 205,20 fl. berechnete. Es sind auch viele Haus- und Kirchengeräte erhalten, wie Tisch- und Altarleuchter, Ampeln und Rauchfässer, die er bis nach Südtirol und Italien lieferte. Von den beiden Messingkronleuchtern in der Dom- und Propsteikirche Mariae Himmelfahrt in Bozen soll einer mit „Sebastian Denner“, sign. und 1675 dat. sein. (s. Kat. 2002/1 Nr. 3). Als Verleger handelte Denner auch mit Erzeugnissen anderer Rotschmiede. Die plastischen Werke sind oft mit dem vollen Namen signiert, sonst Mz: Tanne zwischen S D, auch SDN in herzförmigem Schild. Werkstatt und Wohnung hatte er in der alten Ledergasse (Tucherstraße). Sein aquarelliertes Portrait mit Wappen befindet sich im Stadtarchiv Nürnberg.

Werke: NÜRNBERG, Johannis- und Rochusfriedhof: 16 Epitaphien, Verz. s. KDM Nürnberg, 1977.

MuS: NÜRNBERG; GNM: Tischleuchter, Epitaph für Georg und Ursula Kuch, dat. 1686.

Lit.: AKL; Thieme-Becker; Doppelmayr, 1730; Lockner Nr. 859; Stengel, in: GNM M, 1918/19, S. 151; Roth, 1802; Brennhäuser, in: BFFK 11, 1936, S. 104; GNM A, 2002, S. 184; Grieb, Buchwesen 2003.

Ausst.: 2002/1.



(zitiert aus dem Nürnberger Künstlerlexikon, Herausgegeben von Manfred H. Grieb)

Stil: Barock

Zeit: 17. Jh.