geb. Nürnberg, 01. Mai 1874
gest. Nürnberg, 30. Jul 1924
Besuch der Kunstgewerbeschule Nürnberg. 1892-95 Studium an der AdBK München. Längerer Studienaufenthalt in Italien. Anschließend in Nürnberg tätig.
Georg Kellner war ein Maler des Nachhistorismus bzw. der Frühmoderne. Er trat insbesondere mit monumentalen Wand- und Fassadenmalereien hervor, darunter war das Wandbild „Narren-Schneider“ im Löwenbräustübl (ehem. Schildgasse 26) nach Motiven von Hans Sachs. Zu seinen Hauptwerken zählt der „Kaufmannszug“ am Gebäude der IHK in Nürnberg .Beachtung verdient ferner das Mosaikbild am Gebäude des Kulturvereins (im Krieg zerstört). Wichtige Arbeitsgebiete waren auch seine Portraits und Illustrationen. Zeitweise unterhielt er eine Mal- und Zeichenschule. Laut Verwaltungsbericht der Stadt Nürnberg für das Jahr 1906 (erschienen 1908), S. 599 erwarb die Stadt Nürnberg von ihm für 1000 Mark das Gemälde "Allegorische Darstellung auf die Einverleibung Nürnbergs in das Königreich Bayern 1806–1906".
1903 wohnte er in der Winzelbürgstraße 1, um 1905 Mathildenstr. 41, 1906 Maxtormauer 52, 1910/17 Ebenseestraße 16, 1911 hatte er sein Atelier Vestnertorgraben 37. Mitglied der Nürnberger Kunstgenossenschaft, im Künstlerverein, der Nürnberger Sezession und im Verein für Geschichte der Stadt Nürnberg.
Stil: Historismus, Frühmoderne
Zeit: 20. Jh.