geb. Reilkirch/Mosel, 1641
gest. Nürnberg, 03. Dez 1693
Sohn des Conrad, Winzer (gest./begr. 31.8.1676 in Enkirch); Vater des Georg Paul, Maler. ∞ I) Wöhrd b. Nbg. 16.9.1661 Susanna (get. 22.4.1637 – begr. 3.6.1669), Tochter des Christoph >Halter, Maler, sechs Kinder; ∞II) Nürnberg 17.7.1671 Anna Barbara (* 1635 – begr. 26.12.1716), Tochter des Hans Georg Reger, Schulkollege bei St. Sebald, kinderlos.
Ausbildung zum Historienmaler bei Johann Hülsmann in Köln. Auf der Wanderschaft hat sich Ermels in Holland zum Landschaftsmaler weitergebildet, wobei er von Jan Both beeinflusst wurde. 1660 kam er nach Nürnberg, wo er zunächst als Geselle arbeitete. Mit Ratsbeschluss vom 20.8.1661 wurde ihm das Bürgerrecht zugesagt, am 5.3.1662 wurde er in das Bürgerbuch eingetragen, wofür er 4 fl. bezahlte. Am 8.10.1661 wurde er Meister mit dem Probestück „Christus und die Samariterin am Brunnen“.
Zunächst malte er mythologische, religiöse und geschichtliche Szenen, später ging er zur Landschaftsmalerei über. Gesteigert wird die Wirkung oft durch Kontraste, dem Liebespaar oder Schäfer mit Herde im Vordergrund steht eine Ruine im Hintergrund gegenüber, womit an die Vergänglichkeit des Glücks und alles Irdischen erinnert wird. Teilweise malte er die Staffagen für die Landschaftsdarstellungen Wilhelm von Bemmels, auch Gemeinschaftsarbeiten mit Johann Heinrich Roos sind bekannt. Gelegentlich malte er auch Bildnisse. Neben Ölgemälden hat sich eine größere Anzahl Zeichnungen erhalten. Er hatte die Maler Gottfried Wilhelm Röder und Georg Blendinger als Schüler, ebenso den Schweizer Felix Meyer. Sein Gichtleiden wirkte sich seit 1671 auf seine Arbeit aus.
Daniel Preißler und Daniel de Savoye malten sein Bildnis. Panzer verzeichnete sein Portrait, gestochen von Valentin Daniel Preißler. 1669 wohnte er mit seiner Familie am Bonersberg (Paniersplatz), wo auch sein verstorbener Schwiegervater ansässig gewesen war, später zog er in der Hirschelgasse.
Stil: Barock
Zeit: 17. Jh.