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Die Frauenkirche als Architektur

Die Frauenkirche als Architektur Westfassade

Die Frauenkirche als Architektur

1350 1358

Westfassade


Die Frauenkirche war 1350 in Planung als "kaiserliche Kapelle" von Karl IV.. Die Einweihung fand acht Jahre später statt. Der Bau steht auf der Stelle der kurz zuvor abgerissenen Synagoge und versteht sich im Rahmen der grossflächigen Anlage eines Hauptmarktes. Die öffentliche Funktion verrät die als Schauseite konzipierte Fassade, die den gesamten dekorativen und ikonographischen Reichtum konzentriert. Nach einem Stich von Boener zu beurteilen trug der in Nischen gegliederte Giebel ursprünglich Skulpturen.

Der Baumeister ist urkundlich nicht belegt. Es dürfte sich wohl um Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd handeln – nicht nur die Bauplastik, sondern der kubische Baukörper spricht für das neue Formenempfinden der Parler: Im Grunde ein Würfel auf quadratischem Grundriss. Totzdem ist der Raum deutlich geostet, eine Ausrichtung die durch die Tiefe des Chores und die vorspringende Vorhalle gesichert wird. Gleichwohl zeigte bereits in romanischer Zeit die Kapelle auf der Kaiserburg dieses Kernquadrat. Funktion der Kirche war die Aufbewahrung und das Vorzeigen des Heiltums – die Reichskleinodien kamen erst unter Sigmund im 15. Jahrhundert in das Heilig-Geist-Spital.

Auffälligerweise verwendet der Sakralbau die profane Gestalt des Treppengiebels, hier noch eine Verwandtschaft mit den Parlern in der Marienkirche zu Mühlhausen – diese auch mit Balkon! 
(siehe Abbildung 7)

Als Staatsbau trägt die Frauenkirche die Wappen des Reiches, der Kurfürsten und der Stadt Rom als (noch) Krönungsort des Kaisers.

Über der Vorhalle befindet sich der sogenannte Michaelschor, der mit seiner polygonalen Gestalt als Westchor fungiert – das kaiserliche Moment aus Aachen.


Prof. Dr. Pablo de la Riestra, Juni 2026


Standort: Nürnberg, Hauptmarkt, Ostseite

Foto 07. Okt 2022, Pablo de la Riestra

Die Frauenkirche als Architektur Westfassade im Morgenlicht

Die Frauenkirche als Architektur

1350 1358

Westfassade im Morgenlicht


Die Frauenkirche war 1350 in Planung als "kaiserliche Kapelle" von Karl IV.. Die Einweihung fand acht Jahre später statt. Der Bau steht auf der Stelle der kurz zuvor abgerissenen Synagoge und versteht sich im Rahmen der grossflächigen Anlage eines Hauptmarktes. Die öffentliche Funktion verrät die als Schauseite konzipierte Fassade, die den gesamten dekorativen und ikonographischen Reichtum konzentriert. Nach einem Stich von Boener zu beurteilen trug der in Nischen gegliederte Giebel ursprünglich Skulpturen.

Der Baumeister ist urkundlich nicht belegt. Es dürfte sich wohl um Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd handeln – nicht nur die Bauplastik, sondern der kubische Baukörper spricht für das neue Formenempfinden der Parler: Im Grunde ein Würfel auf quadratischem Grundriss. Totzdem ist der Raum deutlich geostet, eine Ausrichtung die durch die Tiefe des Chores und die vorspringende Vorhalle gesichert wird. Gleichwohl zeigte bereits in romanischer Zeit die Kapelle auf der Kaiserburg dieses Kernquadrat. Funktion der Kirche war die Aufbewahrung und das Vorzeigen des Heiltums – die Reichskleinodien kamen erst unter Sigmund im 15. Jahrhundert in das Heilig-Geist-Spital.

Auffälligerweise verwendet der Sakralbau die profane Gestalt des Treppengiebels, hier noch eine Verwandtschaft mit den Parlern in der Marienkirche zu Mühlhausen – diese auch mit Balkon! 
(siehe Abbildung 7)

Als Staatsbau trägt die Frauenkirche die Wappen des Reiches, der Kurfürsten und der Stadt Rom als (noch) Krönungsort des Kaisers.

Über der Vorhalle befindet sich der sogenannte Michaelschor, der mit seiner polygonalen Gestalt als Westchor fungiert – das kaiserliche Moment aus Aachen.


Prof. Dr. Pablo de la Riestra, Juni 2026


Standort: Nürnberg, Hauptmarkt, Ostseite

Foto 01. Okt 2024, Pablo de la Riestra

Die Frauenkirche als Architektur Westfassade aus einem erhöhten Blickpunkt

Die Frauenkirche als Architektur

1350 1358

Westfassade aus einem erhöhten Blickpunkt


Die Frauenkirche war 1350 in Planung als "kaiserliche Kapelle" von Karl IV.. Die Einweihung fand acht Jahre später statt. Der Bau steht auf der Stelle der kurz zuvor abgerissenen Synagoge und versteht sich im Rahmen der grossflächigen Anlage eines Hauptmarktes. Die öffentliche Funktion verrät die als Schauseite konzipierte Fassade, die den gesamten dekorativen und ikonographischen Reichtum konzentriert. Nach einem Stich von Boener zu beurteilen trug der in Nischen gegliederte Giebel ursprünglich Skulpturen.

Der Baumeister ist urkundlich nicht belegt. Es dürfte sich wohl um Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd handeln – nicht nur die Bauplastik, sondern der kubische Baukörper spricht für das neue Formenempfinden der Parler: Im Grunde ein Würfel auf quadratischem Grundriss. Totzdem ist der Raum deutlich geostet, eine Ausrichtung die durch die Tiefe des Chores und die vorspringende Vorhalle gesichert wird. Gleichwohl zeigte bereits in romanischer Zeit die Kapelle auf der Kaiserburg dieses Kernquadrat. Funktion der Kirche war die Aufbewahrung und das Vorzeigen des Heiltums – die Reichskleinodien kamen erst unter Sigmund im 15. Jahrhundert in das Heilig-Geist-Spital.

Auffälligerweise verwendet der Sakralbau die profane Gestalt des Treppengiebels, hier noch eine Verwandtschaft mit den Parlern in der Marienkirche zu Mühlhausen – diese auch mit Balkon! 
(siehe Abbildung 7)

Als Staatsbau trägt die Frauenkirche die Wappen des Reiches, der Kurfürsten und der Stadt Rom als (noch) Krönungsort des Kaisers.

Über der Vorhalle befindet sich der sogenannte Michaelschor, der mit seiner polygonalen Gestalt als Westchor fungiert – das kaiserliche Moment aus Aachen.


Prof. Dr. Pablo de la Riestra, Juni 2026


Standort: Nürnberg, Hauptmarkt, Ostseite

Foto 06. Nov 2009, Pablo de la Riestra

Die Frauenkirche als Architektur Gesamtansicht von Nordwest

Die Frauenkirche als Architektur

1350 1358

Gesamtansicht von Nordwest


Die Frauenkirche war 1350 in Planung als "kaiserliche Kapelle" von Karl IV.. Die Einweihung fand acht Jahre später statt. Der Bau steht auf der Stelle der kurz zuvor abgerissenen Synagoge und versteht sich im Rahmen der grossflächigen Anlage eines Hauptmarktes. Die öffentliche Funktion verrät die als Schauseite konzipierte Fassade, die den gesamten dekorativen und ikonographischen Reichtum konzentriert. Nach einem Stich von Boener zu beurteilen trug der in Nischen gegliederte Giebel ursprünglich Skulpturen.

Der Baumeister ist urkundlich nicht belegt. Es dürfte sich wohl um Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd handeln – nicht nur die Bauplastik, sondern der kubische Baukörper spricht für das neue Formenempfinden der Parler: Im Grunde ein Würfel auf quadratischem Grundriss. Totzdem ist der Raum deutlich geostet, eine Ausrichtung die durch die Tiefe des Chores und die vorspringende Vorhalle gesichert wird. Gleichwohl zeigte bereits in romanischer Zeit die Kapelle auf der Kaiserburg dieses Kernquadrat. Funktion der Kirche war die Aufbewahrung und das Vorzeigen des Heiltums – die Reichskleinodien kamen erst unter Sigmund im 15. Jahrhundert in das Heilig-Geist-Spital.

Auffälligerweise verwendet der Sakralbau die profane Gestalt des Treppengiebels, hier noch eine Verwandtschaft mit den Parlern in der Marienkirche zu Mühlhausen – diese auch mit Balkon! 
(siehe Abbildung 7)

Als Staatsbau trägt die Frauenkirche die Wappen des Reiches, der Kurfürsten und der Stadt Rom als (noch) Krönungsort des Kaisers.

Über der Vorhalle befindet sich der sogenannte Michaelschor, der mit seiner polygonalen Gestalt als Westchor fungiert – das kaiserliche Moment aus Aachen.


Prof. Dr. Pablo de la Riestra, Juni 2026


Standort: Nürnberg, Hauptmarkt, Ostseite

Foto 31. Jul 2020, Theo Noll

Die Frauenkirche als Architektur kolorierte Tuschezeichnung der Südseite

Die Frauenkirche als Architektur

1350 1358

kolorierte Tuschezeichnung der Südseite


Die Frauenkirche war 1350 in Planung als "kaiserliche Kapelle" von Karl IV.. Die Einweihung fand acht Jahre später statt. Der Bau steht auf der Stelle der kurz zuvor abgerissenen Synagoge und versteht sich im Rahmen der grossflächigen Anlage eines Hauptmarktes. Die öffentliche Funktion verrät die als Schauseite konzipierte Fassade, die den gesamten dekorativen und ikonographischen Reichtum konzentriert. Nach einem Stich von Boener zu beurteilen trug der in Nischen gegliederte Giebel ursprünglich Skulpturen.

Der Baumeister ist urkundlich nicht belegt. Es dürfte sich wohl um Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd handeln – nicht nur die Bauplastik, sondern der kubische Baukörper spricht für das neue Formenempfinden der Parler: Im Grunde ein Würfel auf quadratischem Grundriss. Totzdem ist der Raum deutlich geostet, eine Ausrichtung die durch die Tiefe des Chores und die vorspringende Vorhalle gesichert wird. Gleichwohl zeigte bereits in romanischer Zeit die Kapelle auf der Kaiserburg dieses Kernquadrat. Funktion der Kirche war die Aufbewahrung und das Vorzeigen des Heiltums – die Reichskleinodien kamen erst unter Sigmund im 15. Jahrhundert in das Heilig-Geist-Spital.

Auffälligerweise verwendet der Sakralbau die profane Gestalt des Treppengiebels, hier noch eine Verwandtschaft mit den Parlern in der Marienkirche zu Mühlhausen – diese auch mit Balkon! 
(siehe Abbildung 7)

Als Staatsbau trägt die Frauenkirche die Wappen des Reiches, der Kurfürsten und der Stadt Rom als (noch) Krönungsort des Kaisers.

Über der Vorhalle befindet sich der sogenannte Michaelschor, der mit seiner polygonalen Gestalt als Westchor fungiert – das kaiserliche Moment aus Aachen.


Prof. Dr. Pablo de la Riestra, Juni 2026


Standort: Nürnberg, Hauptmarkt, Ostseite

Zeichnung 2010, Pablo de la Riestra

Die Frauenkirche als Architektur Kirchenvolumen von Südost

Die Frauenkirche als Architektur

1350 1358

Kirchenvolumen von Südost


Die Frauenkirche war 1350 in Planung als "kaiserliche Kapelle" von Karl IV.. Die Einweihung fand acht Jahre später statt. Der Bau steht auf der Stelle der kurz zuvor abgerissenen Synagoge und versteht sich im Rahmen der grossflächigen Anlage eines Hauptmarktes. Die öffentliche Funktion verrät die als Schauseite konzipierte Fassade, die den gesamten dekorativen und ikonographischen Reichtum konzentriert. Nach einem Stich von Boener zu beurteilen trug der in Nischen gegliederte Giebel ursprünglich Skulpturen.

Der Baumeister ist urkundlich nicht belegt. Es dürfte sich wohl um Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd handeln – nicht nur die Bauplastik, sondern der kubische Baukörper spricht für das neue Formenempfinden der Parler: Im Grunde ein Würfel auf quadratischem Grundriss. Totzdem ist der Raum deutlich geostet, eine Ausrichtung die durch die Tiefe des Chores und die vorspringende Vorhalle gesichert wird. Gleichwohl zeigte bereits in romanischer Zeit die Kapelle auf der Kaiserburg dieses Kernquadrat. Funktion der Kirche war die Aufbewahrung und das Vorzeigen des Heiltums – die Reichskleinodien kamen erst unter Sigmund im 15. Jahrhundert in das Heilig-Geist-Spital.

Auffälligerweise verwendet der Sakralbau die profane Gestalt des Treppengiebels, hier noch eine Verwandtschaft mit den Parlern in der Marienkirche zu Mühlhausen – diese auch mit Balkon! 
(siehe Abbildung 7)

Als Staatsbau trägt die Frauenkirche die Wappen des Reiches, der Kurfürsten und der Stadt Rom als (noch) Krönungsort des Kaisers.

Über der Vorhalle befindet sich der sogenannte Michaelschor, der mit seiner polygonalen Gestalt als Westchor fungiert – das kaiserliche Moment aus Aachen.


Prof. Dr. Pablo de la Riestra, Juni 2026


Standort: Nürnberg, Hauptmarkt, Ostseite

Foto 16. Nov 2015, Pablo de la Riestra

Die Frauenkirche als Architektur Bildvergleich, links Marienkirche in Mühlhausen

Die Frauenkirche als Architektur

1350 1358

Bildvergleich, links Marienkirche in Mühlhausen


Die Frauenkirche war 1350 in Planung als "kaiserliche Kapelle" von Karl IV.. Die Einweihung fand acht Jahre später statt. Der Bau steht auf der Stelle der kurz zuvor abgerissenen Synagoge und versteht sich im Rahmen der grossflächigen Anlage eines Hauptmarktes. Die öffentliche Funktion verrät die als Schauseite konzipierte Fassade, die den gesamten dekorativen und ikonographischen Reichtum konzentriert. Nach einem Stich von Boener zu beurteilen trug der in Nischen gegliederte Giebel ursprünglich Skulpturen.

Der Baumeister ist urkundlich nicht belegt. Es dürfte sich wohl um Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd handeln – nicht nur die Bauplastik, sondern der kubische Baukörper spricht für das neue Formenempfinden der Parler: Im Grunde ein Würfel auf quadratischem Grundriss. Totzdem ist der Raum deutlich geostet, eine Ausrichtung die durch die Tiefe des Chores und die vorspringende Vorhalle gesichert wird. Gleichwohl zeigte bereits in romanischer Zeit die Kapelle auf der Kaiserburg dieses Kernquadrat. Funktion der Kirche war die Aufbewahrung und das Vorzeigen des Heiltums – die Reichskleinodien kamen erst unter Sigmund im 15. Jahrhundert in das Heilig-Geist-Spital.

Auffälligerweise verwendet der Sakralbau die profane Gestalt des Treppengiebels, hier noch eine Verwandtschaft mit den Parlern in der Marienkirche zu Mühlhausen – diese auch mit Balkon! 
(siehe Abbildung 7)

Als Staatsbau trägt die Frauenkirche die Wappen des Reiches, der Kurfürsten und der Stadt Rom als (noch) Krönungsort des Kaisers.

Über der Vorhalle befindet sich der sogenannte Michaelschor, der mit seiner polygonalen Gestalt als Westchor fungiert – das kaiserliche Moment aus Aachen.


Prof. Dr. Pablo de la Riestra, Juni 2026


Standort: Nürnberg, Hauptmarkt, Ostseite

FotoPablo de la Riestra

Die Frauenkirche als Architektur Vorhalle, Hauptportal

Die Frauenkirche als Architektur

1350 1358

Vorhalle, Hauptportal


Die Frauenkirche war 1350 in Planung als "kaiserliche Kapelle" von Karl IV.. Die Einweihung fand acht Jahre später statt. Der Bau steht auf der Stelle der kurz zuvor abgerissenen Synagoge und versteht sich im Rahmen der grossflächigen Anlage eines Hauptmarktes. Die öffentliche Funktion verrät die als Schauseite konzipierte Fassade, die den gesamten dekorativen und ikonographischen Reichtum konzentriert. Nach einem Stich von Boener zu beurteilen trug der in Nischen gegliederte Giebel ursprünglich Skulpturen.

Der Baumeister ist urkundlich nicht belegt. Es dürfte sich wohl um Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd handeln – nicht nur die Bauplastik, sondern der kubische Baukörper spricht für das neue Formenempfinden der Parler: Im Grunde ein Würfel auf quadratischem Grundriss. Totzdem ist der Raum deutlich geostet, eine Ausrichtung die durch die Tiefe des Chores und die vorspringende Vorhalle gesichert wird. Gleichwohl zeigte bereits in romanischer Zeit die Kapelle auf der Kaiserburg dieses Kernquadrat. Funktion der Kirche war die Aufbewahrung und das Vorzeigen des Heiltums – die Reichskleinodien kamen erst unter Sigmund im 15. Jahrhundert in das Heilig-Geist-Spital.

Auffälligerweise verwendet der Sakralbau die profane Gestalt des Treppengiebels, hier noch eine Verwandtschaft mit den Parlern in der Marienkirche zu Mühlhausen – diese auch mit Balkon! 
(siehe Abbildung 7)

Als Staatsbau trägt die Frauenkirche die Wappen des Reiches, der Kurfürsten und der Stadt Rom als (noch) Krönungsort des Kaisers.

Über der Vorhalle befindet sich der sogenannte Michaelschor, der mit seiner polygonalen Gestalt als Westchor fungiert – das kaiserliche Moment aus Aachen.


Prof. Dr. Pablo de la Riestra, Juni 2026


Standort: Nürnberg, Hauptmarkt, Ostseite

Foto 12. Aug 2024, Pablo de la Riestra

Die Frauenkirche als Architektur Vorhalle, Hauptportal. Maßwerkbrüstung: In der Mitte Reichswappen, rechts davon Böhmen und Pfalz, links Mainz und Köln

Die Frauenkirche als Architektur

1350 1358

Vorhalle, Hauptportal. Maßwerkbrüstung: In der Mitte Reichswappen, rechts davon Böhmen und Pfalz, links Mainz und Köln


Die Frauenkirche war 1350 in Planung als "kaiserliche Kapelle" von Karl IV.. Die Einweihung fand acht Jahre später statt. Der Bau steht auf der Stelle der kurz zuvor abgerissenen Synagoge und versteht sich im Rahmen der grossflächigen Anlage eines Hauptmarktes. Die öffentliche Funktion verrät die als Schauseite konzipierte Fassade, die den gesamten dekorativen und ikonographischen Reichtum konzentriert. Nach einem Stich von Boener zu beurteilen trug der in Nischen gegliederte Giebel ursprünglich Skulpturen.

Der Baumeister ist urkundlich nicht belegt. Es dürfte sich wohl um Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd handeln – nicht nur die Bauplastik, sondern der kubische Baukörper spricht für das neue Formenempfinden der Parler: Im Grunde ein Würfel auf quadratischem Grundriss. Totzdem ist der Raum deutlich geostet, eine Ausrichtung die durch die Tiefe des Chores und die vorspringende Vorhalle gesichert wird. Gleichwohl zeigte bereits in romanischer Zeit die Kapelle auf der Kaiserburg dieses Kernquadrat. Funktion der Kirche war die Aufbewahrung und das Vorzeigen des Heiltums – die Reichskleinodien kamen erst unter Sigmund im 15. Jahrhundert in das Heilig-Geist-Spital.

Auffälligerweise verwendet der Sakralbau die profane Gestalt des Treppengiebels, hier noch eine Verwandtschaft mit den Parlern in der Marienkirche zu Mühlhausen – diese auch mit Balkon! 
(siehe Abbildung 7)

Als Staatsbau trägt die Frauenkirche die Wappen des Reiches, der Kurfürsten und der Stadt Rom als (noch) Krönungsort des Kaisers.

Über der Vorhalle befindet sich der sogenannte Michaelschor, der mit seiner polygonalen Gestalt als Westchor fungiert – das kaiserliche Moment aus Aachen.


Prof. Dr. Pablo de la Riestra, Juni 2026


Standort: Nürnberg, Hauptmarkt, Ostseite

Foto 30. Jan 2011, Pablo de la Riestra

Die Frauenkirche als Architektur Vorhalle, Nordseite mit Maßwerkbrüstung, Wappen von Rom und Trier

Die Frauenkirche als Architektur

1350 1358

Vorhalle, Nordseite mit Maßwerkbrüstung, Wappen von Rom und Trier


Die Frauenkirche war 1350 in Planung als "kaiserliche Kapelle" von Karl IV.. Die Einweihung fand acht Jahre später statt. Der Bau steht auf der Stelle der kurz zuvor abgerissenen Synagoge und versteht sich im Rahmen der grossflächigen Anlage eines Hauptmarktes. Die öffentliche Funktion verrät die als Schauseite konzipierte Fassade, die den gesamten dekorativen und ikonographischen Reichtum konzentriert. Nach einem Stich von Boener zu beurteilen trug der in Nischen gegliederte Giebel ursprünglich Skulpturen.

Der Baumeister ist urkundlich nicht belegt. Es dürfte sich wohl um Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd handeln – nicht nur die Bauplastik, sondern der kubische Baukörper spricht für das neue Formenempfinden der Parler: Im Grunde ein Würfel auf quadratischem Grundriss. Totzdem ist der Raum deutlich geostet, eine Ausrichtung die durch die Tiefe des Chores und die vorspringende Vorhalle gesichert wird. Gleichwohl zeigte bereits in romanischer Zeit die Kapelle auf der Kaiserburg dieses Kernquadrat. Funktion der Kirche war die Aufbewahrung und das Vorzeigen des Heiltums – die Reichskleinodien kamen erst unter Sigmund im 15. Jahrhundert in das Heilig-Geist-Spital.

Auffälligerweise verwendet der Sakralbau die profane Gestalt des Treppengiebels, hier noch eine Verwandtschaft mit den Parlern in der Marienkirche zu Mühlhausen – diese auch mit Balkon! 
(siehe Abbildung 7)

Als Staatsbau trägt die Frauenkirche die Wappen des Reiches, der Kurfürsten und der Stadt Rom als (noch) Krönungsort des Kaisers.

Über der Vorhalle befindet sich der sogenannte Michaelschor, der mit seiner polygonalen Gestalt als Westchor fungiert – das kaiserliche Moment aus Aachen.


Prof. Dr. Pablo de la Riestra, Juni 2026


Standort: Nürnberg, Hauptmarkt, Ostseite

Foto 16. Jun 2009, Pablo de la Riestra

Die Frauenkirche als Architektur Vorhalle; Südseite mit Maßwerkbrüstung, Wappen von Brandenburg und Sachsen

Die Frauenkirche als Architektur

1350 1358

Vorhalle; Südseite mit Maßwerkbrüstung, Wappen von Brandenburg und Sachsen


Die Frauenkirche war 1350 in Planung als "kaiserliche Kapelle" von Karl IV.. Die Einweihung fand acht Jahre später statt. Der Bau steht auf der Stelle der kurz zuvor abgerissenen Synagoge und versteht sich im Rahmen der grossflächigen Anlage eines Hauptmarktes. Die öffentliche Funktion verrät die als Schauseite konzipierte Fassade, die den gesamten dekorativen und ikonographischen Reichtum konzentriert. Nach einem Stich von Boener zu beurteilen trug der in Nischen gegliederte Giebel ursprünglich Skulpturen.

Der Baumeister ist urkundlich nicht belegt. Es dürfte sich wohl um Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd handeln – nicht nur die Bauplastik, sondern der kubische Baukörper spricht für das neue Formenempfinden der Parler: Im Grunde ein Würfel auf quadratischem Grundriss. Totzdem ist der Raum deutlich geostet, eine Ausrichtung die durch die Tiefe des Chores und die vorspringende Vorhalle gesichert wird. Gleichwohl zeigte bereits in romanischer Zeit die Kapelle auf der Kaiserburg dieses Kernquadrat. Funktion der Kirche war die Aufbewahrung und das Vorzeigen des Heiltums – die Reichskleinodien kamen erst unter Sigmund im 15. Jahrhundert in das Heilig-Geist-Spital.

Auffälligerweise verwendet der Sakralbau die profane Gestalt des Treppengiebels, hier noch eine Verwandtschaft mit den Parlern in der Marienkirche zu Mühlhausen – diese auch mit Balkon! 
(siehe Abbildung 7)

Als Staatsbau trägt die Frauenkirche die Wappen des Reiches, der Kurfürsten und der Stadt Rom als (noch) Krönungsort des Kaisers.

Über der Vorhalle befindet sich der sogenannte Michaelschor, der mit seiner polygonalen Gestalt als Westchor fungiert – das kaiserliche Moment aus Aachen.


Prof. Dr. Pablo de la Riestra, Juni 2026


Standort: Nürnberg, Hauptmarkt, Ostseite

Foto 31. Okt 2010, Theo Noll

Die Frauenkirche als Architektur Vorhalle: Hauptportal, Schrägansicht

Die Frauenkirche als Architektur

1350 1358

Vorhalle: Hauptportal, Schrägansicht


Die Frauenkirche war 1350 in Planung als "kaiserliche Kapelle" von Karl IV.. Die Einweihung fand acht Jahre später statt. Der Bau steht auf der Stelle der kurz zuvor abgerissenen Synagoge und versteht sich im Rahmen der grossflächigen Anlage eines Hauptmarktes. Die öffentliche Funktion verrät die als Schauseite konzipierte Fassade, die den gesamten dekorativen und ikonographischen Reichtum konzentriert. Nach einem Stich von Boener zu beurteilen trug der in Nischen gegliederte Giebel ursprünglich Skulpturen.

Der Baumeister ist urkundlich nicht belegt. Es dürfte sich wohl um Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd handeln – nicht nur die Bauplastik, sondern der kubische Baukörper spricht für das neue Formenempfinden der Parler: Im Grunde ein Würfel auf quadratischem Grundriss. Totzdem ist der Raum deutlich geostet, eine Ausrichtung die durch die Tiefe des Chores und die vorspringende Vorhalle gesichert wird. Gleichwohl zeigte bereits in romanischer Zeit die Kapelle auf der Kaiserburg dieses Kernquadrat. Funktion der Kirche war die Aufbewahrung und das Vorzeigen des Heiltums – die Reichskleinodien kamen erst unter Sigmund im 15. Jahrhundert in das Heilig-Geist-Spital.

Auffälligerweise verwendet der Sakralbau die profane Gestalt des Treppengiebels, hier noch eine Verwandtschaft mit den Parlern in der Marienkirche zu Mühlhausen – diese auch mit Balkon! 
(siehe Abbildung 7)

Als Staatsbau trägt die Frauenkirche die Wappen des Reiches, der Kurfürsten und der Stadt Rom als (noch) Krönungsort des Kaisers.

Über der Vorhalle befindet sich der sogenannte Michaelschor, der mit seiner polygonalen Gestalt als Westchor fungiert – das kaiserliche Moment aus Aachen.


Prof. Dr. Pablo de la Riestra, Juni 2026


Standort: Nürnberg, Hauptmarkt, Ostseite

Foto 21. Jul 2020, Pablo de la Riestra

Die Frauenkirche als Architektur Eckpfeiler der Vorhalle mit Stadtpatronen, Sebald und Lorenz

Die Frauenkirche als Architektur

1350 1358

Eckpfeiler der Vorhalle mit Stadtpatronen, Sebald und Lorenz


Die Frauenkirche war 1350 in Planung als "kaiserliche Kapelle" von Karl IV.. Die Einweihung fand acht Jahre später statt. Der Bau steht auf der Stelle der kurz zuvor abgerissenen Synagoge und versteht sich im Rahmen der grossflächigen Anlage eines Hauptmarktes. Die öffentliche Funktion verrät die als Schauseite konzipierte Fassade, die den gesamten dekorativen und ikonographischen Reichtum konzentriert. Nach einem Stich von Boener zu beurteilen trug der in Nischen gegliederte Giebel ursprünglich Skulpturen.

Der Baumeister ist urkundlich nicht belegt. Es dürfte sich wohl um Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd handeln – nicht nur die Bauplastik, sondern der kubische Baukörper spricht für das neue Formenempfinden der Parler: Im Grunde ein Würfel auf quadratischem Grundriss. Totzdem ist der Raum deutlich geostet, eine Ausrichtung die durch die Tiefe des Chores und die vorspringende Vorhalle gesichert wird. Gleichwohl zeigte bereits in romanischer Zeit die Kapelle auf der Kaiserburg dieses Kernquadrat. Funktion der Kirche war die Aufbewahrung und das Vorzeigen des Heiltums – die Reichskleinodien kamen erst unter Sigmund im 15. Jahrhundert in das Heilig-Geist-Spital.

Auffälligerweise verwendet der Sakralbau die profane Gestalt des Treppengiebels, hier noch eine Verwandtschaft mit den Parlern in der Marienkirche zu Mühlhausen – diese auch mit Balkon! 
(siehe Abbildung 7)

Als Staatsbau trägt die Frauenkirche die Wappen des Reiches, der Kurfürsten und der Stadt Rom als (noch) Krönungsort des Kaisers.

Über der Vorhalle befindet sich der sogenannte Michaelschor, der mit seiner polygonalen Gestalt als Westchor fungiert – das kaiserliche Moment aus Aachen.


Prof. Dr. Pablo de la Riestra, Juni 2026


Standort: Nürnberg, Hauptmarkt, Ostseite

Foto 31. Okt 2010, Theo Noll

Die Frauenkirche als Architektur Hauptportal, rechtes Register mit Petrus und Paulus

Die Frauenkirche als Architektur

1350 1358

Hauptportal, rechtes Register mit Petrus und Paulus


Die Frauenkirche war 1350 in Planung als "kaiserliche Kapelle" von Karl IV.. Die Einweihung fand acht Jahre später statt. Der Bau steht auf der Stelle der kurz zuvor abgerissenen Synagoge und versteht sich im Rahmen der grossflächigen Anlage eines Hauptmarktes. Die öffentliche Funktion verrät die als Schauseite konzipierte Fassade, die den gesamten dekorativen und ikonographischen Reichtum konzentriert. Nach einem Stich von Boener zu beurteilen trug der in Nischen gegliederte Giebel ursprünglich Skulpturen.

Der Baumeister ist urkundlich nicht belegt. Es dürfte sich wohl um Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd handeln – nicht nur die Bauplastik, sondern der kubische Baukörper spricht für das neue Formenempfinden der Parler: Im Grunde ein Würfel auf quadratischem Grundriss. Totzdem ist der Raum deutlich geostet, eine Ausrichtung die durch die Tiefe des Chores und die vorspringende Vorhalle gesichert wird. Gleichwohl zeigte bereits in romanischer Zeit die Kapelle auf der Kaiserburg dieses Kernquadrat. Funktion der Kirche war die Aufbewahrung und das Vorzeigen des Heiltums – die Reichskleinodien kamen erst unter Sigmund im 15. Jahrhundert in das Heilig-Geist-Spital.

Auffälligerweise verwendet der Sakralbau die profane Gestalt des Treppengiebels, hier noch eine Verwandtschaft mit den Parlern in der Marienkirche zu Mühlhausen – diese auch mit Balkon! 
(siehe Abbildung 7)

Als Staatsbau trägt die Frauenkirche die Wappen des Reiches, der Kurfürsten und der Stadt Rom als (noch) Krönungsort des Kaisers.

Über der Vorhalle befindet sich der sogenannte Michaelschor, der mit seiner polygonalen Gestalt als Westchor fungiert – das kaiserliche Moment aus Aachen.


Prof. Dr. Pablo de la Riestra, Juni 2026


Standort: Nürnberg, Hauptmarkt, Ostseite

Foto 31. Okt 2010, Theo Noll

Die Frauenkirche als Architektur Hauptportal, Archivoltenfiguren

Die Frauenkirche als Architektur

1350 1358

Hauptportal, Archivoltenfiguren


Die Frauenkirche war 1350 in Planung als "kaiserliche Kapelle" von Karl IV.. Die Einweihung fand acht Jahre später statt. Der Bau steht auf der Stelle der kurz zuvor abgerissenen Synagoge und versteht sich im Rahmen der grossflächigen Anlage eines Hauptmarktes. Die öffentliche Funktion verrät die als Schauseite konzipierte Fassade, die den gesamten dekorativen und ikonographischen Reichtum konzentriert. Nach einem Stich von Boener zu beurteilen trug der in Nischen gegliederte Giebel ursprünglich Skulpturen.

Der Baumeister ist urkundlich nicht belegt. Es dürfte sich wohl um Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd handeln – nicht nur die Bauplastik, sondern der kubische Baukörper spricht für das neue Formenempfinden der Parler: Im Grunde ein Würfel auf quadratischem Grundriss. Totzdem ist der Raum deutlich geostet, eine Ausrichtung die durch die Tiefe des Chores und die vorspringende Vorhalle gesichert wird. Gleichwohl zeigte bereits in romanischer Zeit die Kapelle auf der Kaiserburg dieses Kernquadrat. Funktion der Kirche war die Aufbewahrung und das Vorzeigen des Heiltums – die Reichskleinodien kamen erst unter Sigmund im 15. Jahrhundert in das Heilig-Geist-Spital.

Auffälligerweise verwendet der Sakralbau die profane Gestalt des Treppengiebels, hier noch eine Verwandtschaft mit den Parlern in der Marienkirche zu Mühlhausen – diese auch mit Balkon! 
(siehe Abbildung 7)

Als Staatsbau trägt die Frauenkirche die Wappen des Reiches, der Kurfürsten und der Stadt Rom als (noch) Krönungsort des Kaisers.

Über der Vorhalle befindet sich der sogenannte Michaelschor, der mit seiner polygonalen Gestalt als Westchor fungiert – das kaiserliche Moment aus Aachen.


Prof. Dr. Pablo de la Riestra, Juni 2026


Standort: Nürnberg, Hauptmarkt, Ostseite

Foto 31. Okt 2010, Theo Noll

Die Frauenkirche als Architektur Hauptportal, linkes Archivoltendetail

Die Frauenkirche als Architektur

1350 1358

Hauptportal, linkes Archivoltendetail


Die Frauenkirche war 1350 in Planung als "kaiserliche Kapelle" von Karl IV.. Die Einweihung fand acht Jahre später statt. Der Bau steht auf der Stelle der kurz zuvor abgerissenen Synagoge und versteht sich im Rahmen der grossflächigen Anlage eines Hauptmarktes. Die öffentliche Funktion verrät die als Schauseite konzipierte Fassade, die den gesamten dekorativen und ikonographischen Reichtum konzentriert. Nach einem Stich von Boener zu beurteilen trug der in Nischen gegliederte Giebel ursprünglich Skulpturen.

Der Baumeister ist urkundlich nicht belegt. Es dürfte sich wohl um Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd handeln – nicht nur die Bauplastik, sondern der kubische Baukörper spricht für das neue Formenempfinden der Parler: Im Grunde ein Würfel auf quadratischem Grundriss. Totzdem ist der Raum deutlich geostet, eine Ausrichtung die durch die Tiefe des Chores und die vorspringende Vorhalle gesichert wird. Gleichwohl zeigte bereits in romanischer Zeit die Kapelle auf der Kaiserburg dieses Kernquadrat. Funktion der Kirche war die Aufbewahrung und das Vorzeigen des Heiltums – die Reichskleinodien kamen erst unter Sigmund im 15. Jahrhundert in das Heilig-Geist-Spital.

Auffälligerweise verwendet der Sakralbau die profane Gestalt des Treppengiebels, hier noch eine Verwandtschaft mit den Parlern in der Marienkirche zu Mühlhausen – diese auch mit Balkon! 
(siehe Abbildung 7)

Als Staatsbau trägt die Frauenkirche die Wappen des Reiches, der Kurfürsten und der Stadt Rom als (noch) Krönungsort des Kaisers.

Über der Vorhalle befindet sich der sogenannte Michaelschor, der mit seiner polygonalen Gestalt als Westchor fungiert – das kaiserliche Moment aus Aachen.


Prof. Dr. Pablo de la Riestra, Juni 2026


Standort: Nürnberg, Hauptmarkt, Ostseite

Foto 31. Okt 2010, Theo Noll

Die Frauenkirche als Architektur Hauptportal, linker Zwisckel, Parlerprophet

Die Frauenkirche als Architektur

1350 1358

Hauptportal, linker Zwisckel, Parlerprophet


Die Frauenkirche war 1350 in Planung als "kaiserliche Kapelle" von Karl IV.. Die Einweihung fand acht Jahre später statt. Der Bau steht auf der Stelle der kurz zuvor abgerissenen Synagoge und versteht sich im Rahmen der grossflächigen Anlage eines Hauptmarktes. Die öffentliche Funktion verrät die als Schauseite konzipierte Fassade, die den gesamten dekorativen und ikonographischen Reichtum konzentriert. Nach einem Stich von Boener zu beurteilen trug der in Nischen gegliederte Giebel ursprünglich Skulpturen.

Der Baumeister ist urkundlich nicht belegt. Es dürfte sich wohl um Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd handeln – nicht nur die Bauplastik, sondern der kubische Baukörper spricht für das neue Formenempfinden der Parler: Im Grunde ein Würfel auf quadratischem Grundriss. Totzdem ist der Raum deutlich geostet, eine Ausrichtung die durch die Tiefe des Chores und die vorspringende Vorhalle gesichert wird. Gleichwohl zeigte bereits in romanischer Zeit die Kapelle auf der Kaiserburg dieses Kernquadrat. Funktion der Kirche war die Aufbewahrung und das Vorzeigen des Heiltums – die Reichskleinodien kamen erst unter Sigmund im 15. Jahrhundert in das Heilig-Geist-Spital.

Auffälligerweise verwendet der Sakralbau die profane Gestalt des Treppengiebels, hier noch eine Verwandtschaft mit den Parlern in der Marienkirche zu Mühlhausen – diese auch mit Balkon! 
(siehe Abbildung 7)

Als Staatsbau trägt die Frauenkirche die Wappen des Reiches, der Kurfürsten und der Stadt Rom als (noch) Krönungsort des Kaisers.

Über der Vorhalle befindet sich der sogenannte Michaelschor, der mit seiner polygonalen Gestalt als Westchor fungiert – das kaiserliche Moment aus Aachen.


Prof. Dr. Pablo de la Riestra, Juni 2026


Standort: Nürnberg, Hauptmarkt, Ostseite

Foto 31. Okt 2010, Theo Noll

Die Frauenkirche als Architektur Hauptportal, Nordwestpfeiler

Die Frauenkirche als Architektur

1350 1358

Hauptportal, Nordwestpfeiler


Die Frauenkirche war 1350 in Planung als "kaiserliche Kapelle" von Karl IV.. Die Einweihung fand acht Jahre später statt. Der Bau steht auf der Stelle der kurz zuvor abgerissenen Synagoge und versteht sich im Rahmen der grossflächigen Anlage eines Hauptmarktes. Die öffentliche Funktion verrät die als Schauseite konzipierte Fassade, die den gesamten dekorativen und ikonographischen Reichtum konzentriert. Nach einem Stich von Boener zu beurteilen trug der in Nischen gegliederte Giebel ursprünglich Skulpturen.

Der Baumeister ist urkundlich nicht belegt. Es dürfte sich wohl um Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd handeln – nicht nur die Bauplastik, sondern der kubische Baukörper spricht für das neue Formenempfinden der Parler: Im Grunde ein Würfel auf quadratischem Grundriss. Totzdem ist der Raum deutlich geostet, eine Ausrichtung die durch die Tiefe des Chores und die vorspringende Vorhalle gesichert wird. Gleichwohl zeigte bereits in romanischer Zeit die Kapelle auf der Kaiserburg dieses Kernquadrat. Funktion der Kirche war die Aufbewahrung und das Vorzeigen des Heiltums – die Reichskleinodien kamen erst unter Sigmund im 15. Jahrhundert in das Heilig-Geist-Spital.

Auffälligerweise verwendet der Sakralbau die profane Gestalt des Treppengiebels, hier noch eine Verwandtschaft mit den Parlern in der Marienkirche zu Mühlhausen – diese auch mit Balkon! 
(siehe Abbildung 7)

Als Staatsbau trägt die Frauenkirche die Wappen des Reiches, der Kurfürsten und der Stadt Rom als (noch) Krönungsort des Kaisers.

Über der Vorhalle befindet sich der sogenannte Michaelschor, der mit seiner polygonalen Gestalt als Westchor fungiert – das kaiserliche Moment aus Aachen.


Prof. Dr. Pablo de la Riestra, Juni 2026


Standort: Nürnberg, Hauptmarkt, Ostseite

Foto 31. Okt 2010, Theo Noll

Die Frauenkirche als Architektur Südportal, durchbrochener Typanon und Archivolten

Die Frauenkirche als Architektur

1350 1358

Südportal, durchbrochener Typanon und Archivolten


Die Frauenkirche war 1350 in Planung als "kaiserliche Kapelle" von Karl IV.. Die Einweihung fand acht Jahre später statt. Der Bau steht auf der Stelle der kurz zuvor abgerissenen Synagoge und versteht sich im Rahmen der grossflächigen Anlage eines Hauptmarktes. Die öffentliche Funktion verrät die als Schauseite konzipierte Fassade, die den gesamten dekorativen und ikonographischen Reichtum konzentriert. Nach einem Stich von Boener zu beurteilen trug der in Nischen gegliederte Giebel ursprünglich Skulpturen.

Der Baumeister ist urkundlich nicht belegt. Es dürfte sich wohl um Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd handeln – nicht nur die Bauplastik, sondern der kubische Baukörper spricht für das neue Formenempfinden der Parler: Im Grunde ein Würfel auf quadratischem Grundriss. Totzdem ist der Raum deutlich geostet, eine Ausrichtung die durch die Tiefe des Chores und die vorspringende Vorhalle gesichert wird. Gleichwohl zeigte bereits in romanischer Zeit die Kapelle auf der Kaiserburg dieses Kernquadrat. Funktion der Kirche war die Aufbewahrung und das Vorzeigen des Heiltums – die Reichskleinodien kamen erst unter Sigmund im 15. Jahrhundert in das Heilig-Geist-Spital.

Auffälligerweise verwendet der Sakralbau die profane Gestalt des Treppengiebels, hier noch eine Verwandtschaft mit den Parlern in der Marienkirche zu Mühlhausen – diese auch mit Balkon! 
(siehe Abbildung 7)

Als Staatsbau trägt die Frauenkirche die Wappen des Reiches, der Kurfürsten und der Stadt Rom als (noch) Krönungsort des Kaisers.

Über der Vorhalle befindet sich der sogenannte Michaelschor, der mit seiner polygonalen Gestalt als Westchor fungiert – das kaiserliche Moment aus Aachen.


Prof. Dr. Pablo de la Riestra, Juni 2026


Standort: Nürnberg, Hauptmarkt, Ostseite

Foto 31. Okt 2010, Theo Noll

Die Frauenkirche als Architektur Südportal, Archivoltenspitze: Helena mit dem Kreuz

Die Frauenkirche als Architektur

1350 1358

Südportal, Archivoltenspitze: Helena mit dem Kreuz


Die Frauenkirche war 1350 in Planung als "kaiserliche Kapelle" von Karl IV.. Die Einweihung fand acht Jahre später statt. Der Bau steht auf der Stelle der kurz zuvor abgerissenen Synagoge und versteht sich im Rahmen der grossflächigen Anlage eines Hauptmarktes. Die öffentliche Funktion verrät die als Schauseite konzipierte Fassade, die den gesamten dekorativen und ikonographischen Reichtum konzentriert. Nach einem Stich von Boener zu beurteilen trug der in Nischen gegliederte Giebel ursprünglich Skulpturen.

Der Baumeister ist urkundlich nicht belegt. Es dürfte sich wohl um Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd handeln – nicht nur die Bauplastik, sondern der kubische Baukörper spricht für das neue Formenempfinden der Parler: Im Grunde ein Würfel auf quadratischem Grundriss. Totzdem ist der Raum deutlich geostet, eine Ausrichtung die durch die Tiefe des Chores und die vorspringende Vorhalle gesichert wird. Gleichwohl zeigte bereits in romanischer Zeit die Kapelle auf der Kaiserburg dieses Kernquadrat. Funktion der Kirche war die Aufbewahrung und das Vorzeigen des Heiltums – die Reichskleinodien kamen erst unter Sigmund im 15. Jahrhundert in das Heilig-Geist-Spital.

Auffälligerweise verwendet der Sakralbau die profane Gestalt des Treppengiebels, hier noch eine Verwandtschaft mit den Parlern in der Marienkirche zu Mühlhausen – diese auch mit Balkon! 
(siehe Abbildung 7)

Als Staatsbau trägt die Frauenkirche die Wappen des Reiches, der Kurfürsten und der Stadt Rom als (noch) Krönungsort des Kaisers.

Über der Vorhalle befindet sich der sogenannte Michaelschor, der mit seiner polygonalen Gestalt als Westchor fungiert – das kaiserliche Moment aus Aachen.


Prof. Dr. Pablo de la Riestra, Juni 2026


Standort: Nürnberg, Hauptmarkt, Ostseite

Foto 31. Okt 2010, Theo Noll

Die Frauenkirche als Architektur Vorhalle, Michaelschor mit Konsole des Männleinlaufens

Die Frauenkirche als Architektur

1350 1358

Vorhalle, Michaelschor mit Konsole des Männleinlaufens


Die Frauenkirche war 1350 in Planung als "kaiserliche Kapelle" von Karl IV.. Die Einweihung fand acht Jahre später statt. Der Bau steht auf der Stelle der kurz zuvor abgerissenen Synagoge und versteht sich im Rahmen der grossflächigen Anlage eines Hauptmarktes. Die öffentliche Funktion verrät die als Schauseite konzipierte Fassade, die den gesamten dekorativen und ikonographischen Reichtum konzentriert. Nach einem Stich von Boener zu beurteilen trug der in Nischen gegliederte Giebel ursprünglich Skulpturen.

Der Baumeister ist urkundlich nicht belegt. Es dürfte sich wohl um Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd handeln – nicht nur die Bauplastik, sondern der kubische Baukörper spricht für das neue Formenempfinden der Parler: Im Grunde ein Würfel auf quadratischem Grundriss. Totzdem ist der Raum deutlich geostet, eine Ausrichtung die durch die Tiefe des Chores und die vorspringende Vorhalle gesichert wird. Gleichwohl zeigte bereits in romanischer Zeit die Kapelle auf der Kaiserburg dieses Kernquadrat. Funktion der Kirche war die Aufbewahrung und das Vorzeigen des Heiltums – die Reichskleinodien kamen erst unter Sigmund im 15. Jahrhundert in das Heilig-Geist-Spital.

Auffälligerweise verwendet der Sakralbau die profane Gestalt des Treppengiebels, hier noch eine Verwandtschaft mit den Parlern in der Marienkirche zu Mühlhausen – diese auch mit Balkon! 
(siehe Abbildung 7)

Als Staatsbau trägt die Frauenkirche die Wappen des Reiches, der Kurfürsten und der Stadt Rom als (noch) Krönungsort des Kaisers.

Über der Vorhalle befindet sich der sogenannte Michaelschor, der mit seiner polygonalen Gestalt als Westchor fungiert – das kaiserliche Moment aus Aachen.


Prof. Dr. Pablo de la Riestra, Juni 2026


Standort: Nürnberg, Hauptmarkt, Ostseite

Foto 02. Apr 2012, Pablo de la Riestra

Die Frauenkirche als Architektur Vorhalle, Michaelschor, Rundbogen mit hängendem Blendfries

Die Frauenkirche als Architektur

1350 1358

Vorhalle, Michaelschor, Rundbogen mit hängendem Blendfries


Die Frauenkirche war 1350 in Planung als "kaiserliche Kapelle" von Karl IV.. Die Einweihung fand acht Jahre später statt. Der Bau steht auf der Stelle der kurz zuvor abgerissenen Synagoge und versteht sich im Rahmen der grossflächigen Anlage eines Hauptmarktes. Die öffentliche Funktion verrät die als Schauseite konzipierte Fassade, die den gesamten dekorativen und ikonographischen Reichtum konzentriert. Nach einem Stich von Boener zu beurteilen trug der in Nischen gegliederte Giebel ursprünglich Skulpturen.

Der Baumeister ist urkundlich nicht belegt. Es dürfte sich wohl um Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd handeln – nicht nur die Bauplastik, sondern der kubische Baukörper spricht für das neue Formenempfinden der Parler: Im Grunde ein Würfel auf quadratischem Grundriss. Totzdem ist der Raum deutlich geostet, eine Ausrichtung die durch die Tiefe des Chores und die vorspringende Vorhalle gesichert wird. Gleichwohl zeigte bereits in romanischer Zeit die Kapelle auf der Kaiserburg dieses Kernquadrat. Funktion der Kirche war die Aufbewahrung und das Vorzeigen des Heiltums – die Reichskleinodien kamen erst unter Sigmund im 15. Jahrhundert in das Heilig-Geist-Spital.

Auffälligerweise verwendet der Sakralbau die profane Gestalt des Treppengiebels, hier noch eine Verwandtschaft mit den Parlern in der Marienkirche zu Mühlhausen – diese auch mit Balkon! 
(siehe Abbildung 7)

Als Staatsbau trägt die Frauenkirche die Wappen des Reiches, der Kurfürsten und der Stadt Rom als (noch) Krönungsort des Kaisers.

Über der Vorhalle befindet sich der sogenannte Michaelschor, der mit seiner polygonalen Gestalt als Westchor fungiert – das kaiserliche Moment aus Aachen.


Prof. Dr. Pablo de la Riestra, Juni 2026


Standort: Nürnberg, Hauptmarkt, Ostseite

Foto 01. Jul 2013, Pablo de la Riestra

Die Frauenkirche als Architektur Bildvergleich: Prag Teynkirche, Frauenkirche, Sebaldusgrab

Die Frauenkirche als Architektur

Info

1350 1358


Bildvergleich: Prag Teynkirche, Frauenkirche, Sebaldusgrab


Foto

Die Frauenkirche war 1350 in Planung als "kaiserliche Kapelle" von Karl IV.. Die Einweihung fand acht Jahre später statt. Der Bau steht auf der Stelle der kurz zuvor abgerissenen Synagoge und versteht sich im Rahmen der grossflächigen Anlage eines Hauptmarktes. Die öffentliche Funktion verrät die als Schauseite konzipierte Fassade, die den gesamten dekorativen und ikonographischen Reichtum konzentriert. Nach einem Stich von Boener zu beurteilen trug der in Nischen gegliederte Giebel ursprünglich Skulpturen.

Der Baumeister ist urkundlich nicht belegt. Es dürfte sich wohl um Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd handeln – nicht nur die Bauplastik, sondern der kubische Baukörper spricht für das neue Formenempfinden der Parler: Im Grunde ein Würfel auf quadratischem Grundriss. Totzdem ist der Raum deutlich geostet, eine Ausrichtung die durch die Tiefe des Chores und die vorspringende Vorhalle gesichert wird. Gleichwohl zeigte bereits in romanischer Zeit die Kapelle auf der Kaiserburg dieses Kernquadrat. Funktion der Kirche war die Aufbewahrung und das Vorzeigen des Heiltums – die Reichskleinodien kamen erst unter Sigmund im 15. Jahrhundert in das Heilig-Geist-Spital.

Auffälligerweise verwendet der Sakralbau die profane Gestalt des Treppengiebels, hier noch eine Verwandtschaft mit den Parlern in der Marienkirche zu Mühlhausen – diese auch mit Balkon! 
(siehe Abbildung 7)

Als Staatsbau trägt die Frauenkirche die Wappen des Reiches, der Kurfürsten und der Stadt Rom als (noch) Krönungsort des Kaisers.

Über der Vorhalle befindet sich der sogenannte Michaelschor, der mit seiner polygonalen Gestalt als Westchor fungiert – das kaiserliche Moment aus Aachen.


Prof. Dr. Pablo de la Riestra, Juni 2026


Standort: Nürnberg, Hauptmarkt, Ostseite

Die Frauenkirche als Architektur Vorhalle, Michaelschor, Giebel von Adam Kraft

Die Frauenkirche als Architektur

1350 1358

Vorhalle, Michaelschor, Giebel von Adam Kraft


Die Frauenkirche war 1350 in Planung als "kaiserliche Kapelle" von Karl IV.. Die Einweihung fand acht Jahre später statt. Der Bau steht auf der Stelle der kurz zuvor abgerissenen Synagoge und versteht sich im Rahmen der grossflächigen Anlage eines Hauptmarktes. Die öffentliche Funktion verrät die als Schauseite konzipierte Fassade, die den gesamten dekorativen und ikonographischen Reichtum konzentriert. Nach einem Stich von Boener zu beurteilen trug der in Nischen gegliederte Giebel ursprünglich Skulpturen.

Der Baumeister ist urkundlich nicht belegt. Es dürfte sich wohl um Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd handeln – nicht nur die Bauplastik, sondern der kubische Baukörper spricht für das neue Formenempfinden der Parler: Im Grunde ein Würfel auf quadratischem Grundriss. Totzdem ist der Raum deutlich geostet, eine Ausrichtung die durch die Tiefe des Chores und die vorspringende Vorhalle gesichert wird. Gleichwohl zeigte bereits in romanischer Zeit die Kapelle auf der Kaiserburg dieses Kernquadrat. Funktion der Kirche war die Aufbewahrung und das Vorzeigen des Heiltums – die Reichskleinodien kamen erst unter Sigmund im 15. Jahrhundert in das Heilig-Geist-Spital.

Auffälligerweise verwendet der Sakralbau die profane Gestalt des Treppengiebels, hier noch eine Verwandtschaft mit den Parlern in der Marienkirche zu Mühlhausen – diese auch mit Balkon! 
(siehe Abbildung 7)

Als Staatsbau trägt die Frauenkirche die Wappen des Reiches, der Kurfürsten und der Stadt Rom als (noch) Krönungsort des Kaisers.

Über der Vorhalle befindet sich der sogenannte Michaelschor, der mit seiner polygonalen Gestalt als Westchor fungiert – das kaiserliche Moment aus Aachen.


Prof. Dr. Pablo de la Riestra, Juni 2026


Standort: Nürnberg, Hauptmarkt, Ostseite

Foto 06. Jul 2007, Pablo de la Riestra

Die Frauenkirche als Architektur Treppengiebel

Die Frauenkirche als Architektur

1350 1358

Treppengiebel


Die Frauenkirche war 1350 in Planung als "kaiserliche Kapelle" von Karl IV.. Die Einweihung fand acht Jahre später statt. Der Bau steht auf der Stelle der kurz zuvor abgerissenen Synagoge und versteht sich im Rahmen der grossflächigen Anlage eines Hauptmarktes. Die öffentliche Funktion verrät die als Schauseite konzipierte Fassade, die den gesamten dekorativen und ikonographischen Reichtum konzentriert. Nach einem Stich von Boener zu beurteilen trug der in Nischen gegliederte Giebel ursprünglich Skulpturen.

Der Baumeister ist urkundlich nicht belegt. Es dürfte sich wohl um Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd handeln – nicht nur die Bauplastik, sondern der kubische Baukörper spricht für das neue Formenempfinden der Parler: Im Grunde ein Würfel auf quadratischem Grundriss. Totzdem ist der Raum deutlich geostet, eine Ausrichtung die durch die Tiefe des Chores und die vorspringende Vorhalle gesichert wird. Gleichwohl zeigte bereits in romanischer Zeit die Kapelle auf der Kaiserburg dieses Kernquadrat. Funktion der Kirche war die Aufbewahrung und das Vorzeigen des Heiltums – die Reichskleinodien kamen erst unter Sigmund im 15. Jahrhundert in das Heilig-Geist-Spital.

Auffälligerweise verwendet der Sakralbau die profane Gestalt des Treppengiebels, hier noch eine Verwandtschaft mit den Parlern in der Marienkirche zu Mühlhausen – diese auch mit Balkon! 
(siehe Abbildung 7)

Als Staatsbau trägt die Frauenkirche die Wappen des Reiches, der Kurfürsten und der Stadt Rom als (noch) Krönungsort des Kaisers.

Über der Vorhalle befindet sich der sogenannte Michaelschor, der mit seiner polygonalen Gestalt als Westchor fungiert – das kaiserliche Moment aus Aachen.


Prof. Dr. Pablo de la Riestra, Juni 2026


Standort: Nürnberg, Hauptmarkt, Ostseite

Foto 23. Sep 2010, Pablo de la Riestra

Die Frauenkirche als Architektur Treppengiebel, Fialenreihe

Die Frauenkirche als Architektur

1350 1358

Treppengiebel, Fialenreihe


Die Frauenkirche war 1350 in Planung als "kaiserliche Kapelle" von Karl IV.. Die Einweihung fand acht Jahre später statt. Der Bau steht auf der Stelle der kurz zuvor abgerissenen Synagoge und versteht sich im Rahmen der grossflächigen Anlage eines Hauptmarktes. Die öffentliche Funktion verrät die als Schauseite konzipierte Fassade, die den gesamten dekorativen und ikonographischen Reichtum konzentriert. Nach einem Stich von Boener zu beurteilen trug der in Nischen gegliederte Giebel ursprünglich Skulpturen.

Der Baumeister ist urkundlich nicht belegt. Es dürfte sich wohl um Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd handeln – nicht nur die Bauplastik, sondern der kubische Baukörper spricht für das neue Formenempfinden der Parler: Im Grunde ein Würfel auf quadratischem Grundriss. Totzdem ist der Raum deutlich geostet, eine Ausrichtung die durch die Tiefe des Chores und die vorspringende Vorhalle gesichert wird. Gleichwohl zeigte bereits in romanischer Zeit die Kapelle auf der Kaiserburg dieses Kernquadrat. Funktion der Kirche war die Aufbewahrung und das Vorzeigen des Heiltums – die Reichskleinodien kamen erst unter Sigmund im 15. Jahrhundert in das Heilig-Geist-Spital.

Auffälligerweise verwendet der Sakralbau die profane Gestalt des Treppengiebels, hier noch eine Verwandtschaft mit den Parlern in der Marienkirche zu Mühlhausen – diese auch mit Balkon! 
(siehe Abbildung 7)

Als Staatsbau trägt die Frauenkirche die Wappen des Reiches, der Kurfürsten und der Stadt Rom als (noch) Krönungsort des Kaisers.

Über der Vorhalle befindet sich der sogenannte Michaelschor, der mit seiner polygonalen Gestalt als Westchor fungiert – das kaiserliche Moment aus Aachen.


Prof. Dr. Pablo de la Riestra, Juni 2026


Standort: Nürnberg, Hauptmarkt, Ostseite

Foto 31. Okt 2010, Theo Noll

Die Frauenkirche als Architektur Giebeltürmchen

Die Frauenkirche als Architektur

1350 1358

Giebeltürmchen


Die Frauenkirche war 1350 in Planung als "kaiserliche Kapelle" von Karl IV.. Die Einweihung fand acht Jahre später statt. Der Bau steht auf der Stelle der kurz zuvor abgerissenen Synagoge und versteht sich im Rahmen der grossflächigen Anlage eines Hauptmarktes. Die öffentliche Funktion verrät die als Schauseite konzipierte Fassade, die den gesamten dekorativen und ikonographischen Reichtum konzentriert. Nach einem Stich von Boener zu beurteilen trug der in Nischen gegliederte Giebel ursprünglich Skulpturen.

Der Baumeister ist urkundlich nicht belegt. Es dürfte sich wohl um Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd handeln – nicht nur die Bauplastik, sondern der kubische Baukörper spricht für das neue Formenempfinden der Parler: Im Grunde ein Würfel auf quadratischem Grundriss. Totzdem ist der Raum deutlich geostet, eine Ausrichtung die durch die Tiefe des Chores und die vorspringende Vorhalle gesichert wird. Gleichwohl zeigte bereits in romanischer Zeit die Kapelle auf der Kaiserburg dieses Kernquadrat. Funktion der Kirche war die Aufbewahrung und das Vorzeigen des Heiltums – die Reichskleinodien kamen erst unter Sigmund im 15. Jahrhundert in das Heilig-Geist-Spital.

Auffälligerweise verwendet der Sakralbau die profane Gestalt des Treppengiebels, hier noch eine Verwandtschaft mit den Parlern in der Marienkirche zu Mühlhausen – diese auch mit Balkon! 
(siehe Abbildung 7)

Als Staatsbau trägt die Frauenkirche die Wappen des Reiches, der Kurfürsten und der Stadt Rom als (noch) Krönungsort des Kaisers.

Über der Vorhalle befindet sich der sogenannte Michaelschor, der mit seiner polygonalen Gestalt als Westchor fungiert – das kaiserliche Moment aus Aachen.


Prof. Dr. Pablo de la Riestra, Juni 2026


Standort: Nürnberg, Hauptmarkt, Ostseite

Foto 04. Sep 2013, Pablo de la Riestra

Die Frauenkirche als Architektur Vorhalle, Binnenportal

Die Frauenkirche als Architektur

1350 1358

Vorhalle, Binnenportal


Die Frauenkirche war 1350 in Planung als "kaiserliche Kapelle" von Karl IV.. Die Einweihung fand acht Jahre später statt. Der Bau steht auf der Stelle der kurz zuvor abgerissenen Synagoge und versteht sich im Rahmen der grossflächigen Anlage eines Hauptmarktes. Die öffentliche Funktion verrät die als Schauseite konzipierte Fassade, die den gesamten dekorativen und ikonographischen Reichtum konzentriert. Nach einem Stich von Boener zu beurteilen trug der in Nischen gegliederte Giebel ursprünglich Skulpturen.

Der Baumeister ist urkundlich nicht belegt. Es dürfte sich wohl um Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd handeln – nicht nur die Bauplastik, sondern der kubische Baukörper spricht für das neue Formenempfinden der Parler: Im Grunde ein Würfel auf quadratischem Grundriss. Totzdem ist der Raum deutlich geostet, eine Ausrichtung die durch die Tiefe des Chores und die vorspringende Vorhalle gesichert wird. Gleichwohl zeigte bereits in romanischer Zeit die Kapelle auf der Kaiserburg dieses Kernquadrat. Funktion der Kirche war die Aufbewahrung und das Vorzeigen des Heiltums – die Reichskleinodien kamen erst unter Sigmund im 15. Jahrhundert in das Heilig-Geist-Spital.

Auffälligerweise verwendet der Sakralbau die profane Gestalt des Treppengiebels, hier noch eine Verwandtschaft mit den Parlern in der Marienkirche zu Mühlhausen – diese auch mit Balkon! 
(siehe Abbildung 7)

Als Staatsbau trägt die Frauenkirche die Wappen des Reiches, der Kurfürsten und der Stadt Rom als (noch) Krönungsort des Kaisers.

Über der Vorhalle befindet sich der sogenannte Michaelschor, der mit seiner polygonalen Gestalt als Westchor fungiert – das kaiserliche Moment aus Aachen.


Prof. Dr. Pablo de la Riestra, Juni 2026


Standort: Nürnberg, Hauptmarkt, Ostseite

Foto 04. Jul 2024, Pablo de la Riestra

Die Frauenkirche als Architektur Vorhalle, Gewölbe von Nordost

Die Frauenkirche als Architektur

1350 1358

Vorhalle, Gewölbe von Nordost


Die Frauenkirche war 1350 in Planung als "kaiserliche Kapelle" von Karl IV.. Die Einweihung fand acht Jahre später statt. Der Bau steht auf der Stelle der kurz zuvor abgerissenen Synagoge und versteht sich im Rahmen der grossflächigen Anlage eines Hauptmarktes. Die öffentliche Funktion verrät die als Schauseite konzipierte Fassade, die den gesamten dekorativen und ikonographischen Reichtum konzentriert. Nach einem Stich von Boener zu beurteilen trug der in Nischen gegliederte Giebel ursprünglich Skulpturen.

Der Baumeister ist urkundlich nicht belegt. Es dürfte sich wohl um Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd handeln – nicht nur die Bauplastik, sondern der kubische Baukörper spricht für das neue Formenempfinden der Parler: Im Grunde ein Würfel auf quadratischem Grundriss. Totzdem ist der Raum deutlich geostet, eine Ausrichtung die durch die Tiefe des Chores und die vorspringende Vorhalle gesichert wird. Gleichwohl zeigte bereits in romanischer Zeit die Kapelle auf der Kaiserburg dieses Kernquadrat. Funktion der Kirche war die Aufbewahrung und das Vorzeigen des Heiltums – die Reichskleinodien kamen erst unter Sigmund im 15. Jahrhundert in das Heilig-Geist-Spital.

Auffälligerweise verwendet der Sakralbau die profane Gestalt des Treppengiebels, hier noch eine Verwandtschaft mit den Parlern in der Marienkirche zu Mühlhausen – diese auch mit Balkon! 
(siehe Abbildung 7)

Als Staatsbau trägt die Frauenkirche die Wappen des Reiches, der Kurfürsten und der Stadt Rom als (noch) Krönungsort des Kaisers.

Über der Vorhalle befindet sich der sogenannte Michaelschor, der mit seiner polygonalen Gestalt als Westchor fungiert – das kaiserliche Moment aus Aachen.


Prof. Dr. Pablo de la Riestra, Juni 2026


Standort: Nürnberg, Hauptmarkt, Ostseite

Foto 19. Mai 2024, Pablo de la Riestra

Die Frauenkirche als Architektur Vorhalle, Gewölbe mit ihren durchbrochenen Tympana und den figurierten Rippen

Die Frauenkirche als Architektur

Info

1350 1358


Vorhalle, Gewölbe mit ihren durchbrochenen Tympana und den figurierten Rippen


Foto 12. Aug 2024, Pablo de la Riestra

Die Frauenkirche war 1350 in Planung als "kaiserliche Kapelle" von Karl IV.. Die Einweihung fand acht Jahre später statt. Der Bau steht auf der Stelle der kurz zuvor abgerissenen Synagoge und versteht sich im Rahmen der grossflächigen Anlage eines Hauptmarktes. Die öffentliche Funktion verrät die als Schauseite konzipierte Fassade, die den gesamten dekorativen und ikonographischen Reichtum konzentriert. Nach einem Stich von Boener zu beurteilen trug der in Nischen gegliederte Giebel ursprünglich Skulpturen.

Der Baumeister ist urkundlich nicht belegt. Es dürfte sich wohl um Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd handeln – nicht nur die Bauplastik, sondern der kubische Baukörper spricht für das neue Formenempfinden der Parler: Im Grunde ein Würfel auf quadratischem Grundriss. Totzdem ist der Raum deutlich geostet, eine Ausrichtung die durch die Tiefe des Chores und die vorspringende Vorhalle gesichert wird. Gleichwohl zeigte bereits in romanischer Zeit die Kapelle auf der Kaiserburg dieses Kernquadrat. Funktion der Kirche war die Aufbewahrung und das Vorzeigen des Heiltums – die Reichskleinodien kamen erst unter Sigmund im 15. Jahrhundert in das Heilig-Geist-Spital.

Auffälligerweise verwendet der Sakralbau die profane Gestalt des Treppengiebels, hier noch eine Verwandtschaft mit den Parlern in der Marienkirche zu Mühlhausen – diese auch mit Balkon! 
(siehe Abbildung 7)

Als Staatsbau trägt die Frauenkirche die Wappen des Reiches, der Kurfürsten und der Stadt Rom als (noch) Krönungsort des Kaisers.

Über der Vorhalle befindet sich der sogenannte Michaelschor, der mit seiner polygonalen Gestalt als Westchor fungiert – das kaiserliche Moment aus Aachen.


Prof. Dr. Pablo de la Riestra, Juni 2026


Standort: Nürnberg, Hauptmarkt, Ostseite

Die Frauenkirche als Architektur Vorhalle, Portalgewand und Nischenwandbereich

Die Frauenkirche als Architektur

1350 1358

Vorhalle, Portalgewand und Nischenwandbereich


Die Frauenkirche war 1350 in Planung als "kaiserliche Kapelle" von Karl IV.. Die Einweihung fand acht Jahre später statt. Der Bau steht auf der Stelle der kurz zuvor abgerissenen Synagoge und versteht sich im Rahmen der grossflächigen Anlage eines Hauptmarktes. Die öffentliche Funktion verrät die als Schauseite konzipierte Fassade, die den gesamten dekorativen und ikonographischen Reichtum konzentriert. Nach einem Stich von Boener zu beurteilen trug der in Nischen gegliederte Giebel ursprünglich Skulpturen.

Der Baumeister ist urkundlich nicht belegt. Es dürfte sich wohl um Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd handeln – nicht nur die Bauplastik, sondern der kubische Baukörper spricht für das neue Formenempfinden der Parler: Im Grunde ein Würfel auf quadratischem Grundriss. Totzdem ist der Raum deutlich geostet, eine Ausrichtung die durch die Tiefe des Chores und die vorspringende Vorhalle gesichert wird. Gleichwohl zeigte bereits in romanischer Zeit die Kapelle auf der Kaiserburg dieses Kernquadrat. Funktion der Kirche war die Aufbewahrung und das Vorzeigen des Heiltums – die Reichskleinodien kamen erst unter Sigmund im 15. Jahrhundert in das Heilig-Geist-Spital.

Auffälligerweise verwendet der Sakralbau die profane Gestalt des Treppengiebels, hier noch eine Verwandtschaft mit den Parlern in der Marienkirche zu Mühlhausen – diese auch mit Balkon! 
(siehe Abbildung 7)

Als Staatsbau trägt die Frauenkirche die Wappen des Reiches, der Kurfürsten und der Stadt Rom als (noch) Krönungsort des Kaisers.

Über der Vorhalle befindet sich der sogenannte Michaelschor, der mit seiner polygonalen Gestalt als Westchor fungiert – das kaiserliche Moment aus Aachen.


Prof. Dr. Pablo de la Riestra, Juni 2026


Standort: Nürnberg, Hauptmarkt, Ostseite

Foto 18. Mai 2024, Pablo de la Riestra

Die Frauenkirche als Architektur Vorhalle, Figuren vom linken Portalgewand

Die Frauenkirche als Architektur

1350 1358

Vorhalle, Figuren vom linken Portalgewand


Die Frauenkirche war 1350 in Planung als "kaiserliche Kapelle" von Karl IV.. Die Einweihung fand acht Jahre später statt. Der Bau steht auf der Stelle der kurz zuvor abgerissenen Synagoge und versteht sich im Rahmen der grossflächigen Anlage eines Hauptmarktes. Die öffentliche Funktion verrät die als Schauseite konzipierte Fassade, die den gesamten dekorativen und ikonographischen Reichtum konzentriert. Nach einem Stich von Boener zu beurteilen trug der in Nischen gegliederte Giebel ursprünglich Skulpturen.

Der Baumeister ist urkundlich nicht belegt. Es dürfte sich wohl um Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd handeln – nicht nur die Bauplastik, sondern der kubische Baukörper spricht für das neue Formenempfinden der Parler: Im Grunde ein Würfel auf quadratischem Grundriss. Totzdem ist der Raum deutlich geostet, eine Ausrichtung die durch die Tiefe des Chores und die vorspringende Vorhalle gesichert wird. Gleichwohl zeigte bereits in romanischer Zeit die Kapelle auf der Kaiserburg dieses Kernquadrat. Funktion der Kirche war die Aufbewahrung und das Vorzeigen des Heiltums – die Reichskleinodien kamen erst unter Sigmund im 15. Jahrhundert in das Heilig-Geist-Spital.

Auffälligerweise verwendet der Sakralbau die profane Gestalt des Treppengiebels, hier noch eine Verwandtschaft mit den Parlern in der Marienkirche zu Mühlhausen – diese auch mit Balkon! 
(siehe Abbildung 7)

Als Staatsbau trägt die Frauenkirche die Wappen des Reiches, der Kurfürsten und der Stadt Rom als (noch) Krönungsort des Kaisers.

Über der Vorhalle befindet sich der sogenannte Michaelschor, der mit seiner polygonalen Gestalt als Westchor fungiert – das kaiserliche Moment aus Aachen.


Prof. Dr. Pablo de la Riestra, Juni 2026


Standort: Nürnberg, Hauptmarkt, Ostseite

Foto 18. Mai 2024, Pablo de la Riestra

Die Frauenkirche als Architektur Innenraum nach Osten

Die Frauenkirche als Architektur

1350 1358

Innenraum nach Osten


Die Frauenkirche war 1350 in Planung als "kaiserliche Kapelle" von Karl IV.. Die Einweihung fand acht Jahre später statt. Der Bau steht auf der Stelle der kurz zuvor abgerissenen Synagoge und versteht sich im Rahmen der grossflächigen Anlage eines Hauptmarktes. Die öffentliche Funktion verrät die als Schauseite konzipierte Fassade, die den gesamten dekorativen und ikonographischen Reichtum konzentriert. Nach einem Stich von Boener zu beurteilen trug der in Nischen gegliederte Giebel ursprünglich Skulpturen.

Der Baumeister ist urkundlich nicht belegt. Es dürfte sich wohl um Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd handeln – nicht nur die Bauplastik, sondern der kubische Baukörper spricht für das neue Formenempfinden der Parler: Im Grunde ein Würfel auf quadratischem Grundriss. Totzdem ist der Raum deutlich geostet, eine Ausrichtung die durch die Tiefe des Chores und die vorspringende Vorhalle gesichert wird. Gleichwohl zeigte bereits in romanischer Zeit die Kapelle auf der Kaiserburg dieses Kernquadrat. Funktion der Kirche war die Aufbewahrung und das Vorzeigen des Heiltums – die Reichskleinodien kamen erst unter Sigmund im 15. Jahrhundert in das Heilig-Geist-Spital.

Auffälligerweise verwendet der Sakralbau die profane Gestalt des Treppengiebels, hier noch eine Verwandtschaft mit den Parlern in der Marienkirche zu Mühlhausen – diese auch mit Balkon! 
(siehe Abbildung 7)

Als Staatsbau trägt die Frauenkirche die Wappen des Reiches, der Kurfürsten und der Stadt Rom als (noch) Krönungsort des Kaisers.

Über der Vorhalle befindet sich der sogenannte Michaelschor, der mit seiner polygonalen Gestalt als Westchor fungiert – das kaiserliche Moment aus Aachen.


Prof. Dr. Pablo de la Riestra, Juni 2026


Standort: Nürnberg, Hauptmarkt, Ostseite

Foto 13. Mai 2024, Pablo de la Riestra

Die Frauenkirche als Architektur Innenraum nach Nordwest

Die Frauenkirche als Architektur

1350 1358

Innenraum nach Nordwest


Die Frauenkirche war 1350 in Planung als "kaiserliche Kapelle" von Karl IV.. Die Einweihung fand acht Jahre später statt. Der Bau steht auf der Stelle der kurz zuvor abgerissenen Synagoge und versteht sich im Rahmen der grossflächigen Anlage eines Hauptmarktes. Die öffentliche Funktion verrät die als Schauseite konzipierte Fassade, die den gesamten dekorativen und ikonographischen Reichtum konzentriert. Nach einem Stich von Boener zu beurteilen trug der in Nischen gegliederte Giebel ursprünglich Skulpturen.

Der Baumeister ist urkundlich nicht belegt. Es dürfte sich wohl um Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd handeln – nicht nur die Bauplastik, sondern der kubische Baukörper spricht für das neue Formenempfinden der Parler: Im Grunde ein Würfel auf quadratischem Grundriss. Totzdem ist der Raum deutlich geostet, eine Ausrichtung die durch die Tiefe des Chores und die vorspringende Vorhalle gesichert wird. Gleichwohl zeigte bereits in romanischer Zeit die Kapelle auf der Kaiserburg dieses Kernquadrat. Funktion der Kirche war die Aufbewahrung und das Vorzeigen des Heiltums – die Reichskleinodien kamen erst unter Sigmund im 15. Jahrhundert in das Heilig-Geist-Spital.

Auffälligerweise verwendet der Sakralbau die profane Gestalt des Treppengiebels, hier noch eine Verwandtschaft mit den Parlern in der Marienkirche zu Mühlhausen – diese auch mit Balkon! 
(siehe Abbildung 7)

Als Staatsbau trägt die Frauenkirche die Wappen des Reiches, der Kurfürsten und der Stadt Rom als (noch) Krönungsort des Kaisers.

Über der Vorhalle befindet sich der sogenannte Michaelschor, der mit seiner polygonalen Gestalt als Westchor fungiert – das kaiserliche Moment aus Aachen.


Prof. Dr. Pablo de la Riestra, Juni 2026


Standort: Nürnberg, Hauptmarkt, Ostseite

Foto 13. Mai 2024, Pablo de la Riestra

Die Frauenkirche als Architektur Innenraum nach Süden

Die Frauenkirche als Architektur

1350 1358

Innenraum nach Süden


Die Frauenkirche war 1350 in Planung als "kaiserliche Kapelle" von Karl IV.. Die Einweihung fand acht Jahre später statt. Der Bau steht auf der Stelle der kurz zuvor abgerissenen Synagoge und versteht sich im Rahmen der grossflächigen Anlage eines Hauptmarktes. Die öffentliche Funktion verrät die als Schauseite konzipierte Fassade, die den gesamten dekorativen und ikonographischen Reichtum konzentriert. Nach einem Stich von Boener zu beurteilen trug der in Nischen gegliederte Giebel ursprünglich Skulpturen.

Der Baumeister ist urkundlich nicht belegt. Es dürfte sich wohl um Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd handeln – nicht nur die Bauplastik, sondern der kubische Baukörper spricht für das neue Formenempfinden der Parler: Im Grunde ein Würfel auf quadratischem Grundriss. Totzdem ist der Raum deutlich geostet, eine Ausrichtung die durch die Tiefe des Chores und die vorspringende Vorhalle gesichert wird. Gleichwohl zeigte bereits in romanischer Zeit die Kapelle auf der Kaiserburg dieses Kernquadrat. Funktion der Kirche war die Aufbewahrung und das Vorzeigen des Heiltums – die Reichskleinodien kamen erst unter Sigmund im 15. Jahrhundert in das Heilig-Geist-Spital.

Auffälligerweise verwendet der Sakralbau die profane Gestalt des Treppengiebels, hier noch eine Verwandtschaft mit den Parlern in der Marienkirche zu Mühlhausen – diese auch mit Balkon! 
(siehe Abbildung 7)

Als Staatsbau trägt die Frauenkirche die Wappen des Reiches, der Kurfürsten und der Stadt Rom als (noch) Krönungsort des Kaisers.

Über der Vorhalle befindet sich der sogenannte Michaelschor, der mit seiner polygonalen Gestalt als Westchor fungiert – das kaiserliche Moment aus Aachen.


Prof. Dr. Pablo de la Riestra, Juni 2026


Standort: Nürnberg, Hauptmarkt, Ostseite

Foto 13. Mai 2024, Pablo de la Riestra

Die Frauenkirche als Architektur Innenraum nach Norden

Die Frauenkirche als Architektur

1350 1358

Innenraum nach Norden


Die Frauenkirche war 1350 in Planung als "kaiserliche Kapelle" von Karl IV.. Die Einweihung fand acht Jahre später statt. Der Bau steht auf der Stelle der kurz zuvor abgerissenen Synagoge und versteht sich im Rahmen der grossflächigen Anlage eines Hauptmarktes. Die öffentliche Funktion verrät die als Schauseite konzipierte Fassade, die den gesamten dekorativen und ikonographischen Reichtum konzentriert. Nach einem Stich von Boener zu beurteilen trug der in Nischen gegliederte Giebel ursprünglich Skulpturen.

Der Baumeister ist urkundlich nicht belegt. Es dürfte sich wohl um Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd handeln – nicht nur die Bauplastik, sondern der kubische Baukörper spricht für das neue Formenempfinden der Parler: Im Grunde ein Würfel auf quadratischem Grundriss. Totzdem ist der Raum deutlich geostet, eine Ausrichtung die durch die Tiefe des Chores und die vorspringende Vorhalle gesichert wird. Gleichwohl zeigte bereits in romanischer Zeit die Kapelle auf der Kaiserburg dieses Kernquadrat. Funktion der Kirche war die Aufbewahrung und das Vorzeigen des Heiltums – die Reichskleinodien kamen erst unter Sigmund im 15. Jahrhundert in das Heilig-Geist-Spital.

Auffälligerweise verwendet der Sakralbau die profane Gestalt des Treppengiebels, hier noch eine Verwandtschaft mit den Parlern in der Marienkirche zu Mühlhausen – diese auch mit Balkon! 
(siehe Abbildung 7)

Als Staatsbau trägt die Frauenkirche die Wappen des Reiches, der Kurfürsten und der Stadt Rom als (noch) Krönungsort des Kaisers.

Über der Vorhalle befindet sich der sogenannte Michaelschor, der mit seiner polygonalen Gestalt als Westchor fungiert – das kaiserliche Moment aus Aachen.


Prof. Dr. Pablo de la Riestra, Juni 2026


Standort: Nürnberg, Hauptmarkt, Ostseite

Foto 13. Mai 2024, Pablo de la Riestra

Die Frauenkirche als Architektur Michaelschor mit hängendem Maßwerkrosetten

Die Frauenkirche als Architektur

1350 1358

Michaelschor mit hängendem Maßwerkrosetten


Die Frauenkirche war 1350 in Planung als "kaiserliche Kapelle" von Karl IV.. Die Einweihung fand acht Jahre später statt. Der Bau steht auf der Stelle der kurz zuvor abgerissenen Synagoge und versteht sich im Rahmen der grossflächigen Anlage eines Hauptmarktes. Die öffentliche Funktion verrät die als Schauseite konzipierte Fassade, die den gesamten dekorativen und ikonographischen Reichtum konzentriert. Nach einem Stich von Boener zu beurteilen trug der in Nischen gegliederte Giebel ursprünglich Skulpturen.

Der Baumeister ist urkundlich nicht belegt. Es dürfte sich wohl um Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd handeln – nicht nur die Bauplastik, sondern der kubische Baukörper spricht für das neue Formenempfinden der Parler: Im Grunde ein Würfel auf quadratischem Grundriss. Totzdem ist der Raum deutlich geostet, eine Ausrichtung die durch die Tiefe des Chores und die vorspringende Vorhalle gesichert wird. Gleichwohl zeigte bereits in romanischer Zeit die Kapelle auf der Kaiserburg dieses Kernquadrat. Funktion der Kirche war die Aufbewahrung und das Vorzeigen des Heiltums – die Reichskleinodien kamen erst unter Sigmund im 15. Jahrhundert in das Heilig-Geist-Spital.

Auffälligerweise verwendet der Sakralbau die profane Gestalt des Treppengiebels, hier noch eine Verwandtschaft mit den Parlern in der Marienkirche zu Mühlhausen – diese auch mit Balkon! 
(siehe Abbildung 7)

Als Staatsbau trägt die Frauenkirche die Wappen des Reiches, der Kurfürsten und der Stadt Rom als (noch) Krönungsort des Kaisers.

Über der Vorhalle befindet sich der sogenannte Michaelschor, der mit seiner polygonalen Gestalt als Westchor fungiert – das kaiserliche Moment aus Aachen.


Prof. Dr. Pablo de la Riestra, Juni 2026


Standort: Nürnberg, Hauptmarkt, Ostseite

Foto 22. Okt 2021, Theo Noll

Die Frauenkirche als Architektur Chorachsenbild

Die Frauenkirche als Architektur

1350 1358

Chorachsenbild


Die Frauenkirche war 1350 in Planung als "kaiserliche Kapelle" von Karl IV.. Die Einweihung fand acht Jahre später statt. Der Bau steht auf der Stelle der kurz zuvor abgerissenen Synagoge und versteht sich im Rahmen der grossflächigen Anlage eines Hauptmarktes. Die öffentliche Funktion verrät die als Schauseite konzipierte Fassade, die den gesamten dekorativen und ikonographischen Reichtum konzentriert. Nach einem Stich von Boener zu beurteilen trug der in Nischen gegliederte Giebel ursprünglich Skulpturen.

Der Baumeister ist urkundlich nicht belegt. Es dürfte sich wohl um Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd handeln – nicht nur die Bauplastik, sondern der kubische Baukörper spricht für das neue Formenempfinden der Parler: Im Grunde ein Würfel auf quadratischem Grundriss. Totzdem ist der Raum deutlich geostet, eine Ausrichtung die durch die Tiefe des Chores und die vorspringende Vorhalle gesichert wird. Gleichwohl zeigte bereits in romanischer Zeit die Kapelle auf der Kaiserburg dieses Kernquadrat. Funktion der Kirche war die Aufbewahrung und das Vorzeigen des Heiltums – die Reichskleinodien kamen erst unter Sigmund im 15. Jahrhundert in das Heilig-Geist-Spital.

Auffälligerweise verwendet der Sakralbau die profane Gestalt des Treppengiebels, hier noch eine Verwandtschaft mit den Parlern in der Marienkirche zu Mühlhausen – diese auch mit Balkon! 
(siehe Abbildung 7)

Als Staatsbau trägt die Frauenkirche die Wappen des Reiches, der Kurfürsten und der Stadt Rom als (noch) Krönungsort des Kaisers.

Über der Vorhalle befindet sich der sogenannte Michaelschor, der mit seiner polygonalen Gestalt als Westchor fungiert – das kaiserliche Moment aus Aachen.


Prof. Dr. Pablo de la Riestra, Juni 2026


Standort: Nürnberg, Hauptmarkt, Ostseite

Foto 12. Aug 2024, Pablo de la Riestra

Die Frauenkirche als Architektur Chor nach Nordost

Die Frauenkirche als Architektur

1350 1358

Chor nach Nordost


Die Frauenkirche war 1350 in Planung als "kaiserliche Kapelle" von Karl IV.. Die Einweihung fand acht Jahre später statt. Der Bau steht auf der Stelle der kurz zuvor abgerissenen Synagoge und versteht sich im Rahmen der grossflächigen Anlage eines Hauptmarktes. Die öffentliche Funktion verrät die als Schauseite konzipierte Fassade, die den gesamten dekorativen und ikonographischen Reichtum konzentriert. Nach einem Stich von Boener zu beurteilen trug der in Nischen gegliederte Giebel ursprünglich Skulpturen.

Der Baumeister ist urkundlich nicht belegt. Es dürfte sich wohl um Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd handeln – nicht nur die Bauplastik, sondern der kubische Baukörper spricht für das neue Formenempfinden der Parler: Im Grunde ein Würfel auf quadratischem Grundriss. Totzdem ist der Raum deutlich geostet, eine Ausrichtung die durch die Tiefe des Chores und die vorspringende Vorhalle gesichert wird. Gleichwohl zeigte bereits in romanischer Zeit die Kapelle auf der Kaiserburg dieses Kernquadrat. Funktion der Kirche war die Aufbewahrung und das Vorzeigen des Heiltums – die Reichskleinodien kamen erst unter Sigmund im 15. Jahrhundert in das Heilig-Geist-Spital.

Auffälligerweise verwendet der Sakralbau die profane Gestalt des Treppengiebels, hier noch eine Verwandtschaft mit den Parlern in der Marienkirche zu Mühlhausen – diese auch mit Balkon! 
(siehe Abbildung 7)

Als Staatsbau trägt die Frauenkirche die Wappen des Reiches, der Kurfürsten und der Stadt Rom als (noch) Krönungsort des Kaisers.

Über der Vorhalle befindet sich der sogenannte Michaelschor, der mit seiner polygonalen Gestalt als Westchor fungiert – das kaiserliche Moment aus Aachen.


Prof. Dr. Pablo de la Riestra, Juni 2026


Standort: Nürnberg, Hauptmarkt, Ostseite

Foto 13. Mai 2024, Pablo de la Riestra

Die Frauenkirche als Architektur Sakristeianbau von Südost

Die Frauenkirche als Architektur

1350 1358

Sakristeianbau von Südost


Die Frauenkirche war 1350 in Planung als "kaiserliche Kapelle" von Karl IV.. Die Einweihung fand acht Jahre später statt. Der Bau steht auf der Stelle der kurz zuvor abgerissenen Synagoge und versteht sich im Rahmen der grossflächigen Anlage eines Hauptmarktes. Die öffentliche Funktion verrät die als Schauseite konzipierte Fassade, die den gesamten dekorativen und ikonographischen Reichtum konzentriert. Nach einem Stich von Boener zu beurteilen trug der in Nischen gegliederte Giebel ursprünglich Skulpturen.

Der Baumeister ist urkundlich nicht belegt. Es dürfte sich wohl um Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd handeln – nicht nur die Bauplastik, sondern der kubische Baukörper spricht für das neue Formenempfinden der Parler: Im Grunde ein Würfel auf quadratischem Grundriss. Totzdem ist der Raum deutlich geostet, eine Ausrichtung die durch die Tiefe des Chores und die vorspringende Vorhalle gesichert wird. Gleichwohl zeigte bereits in romanischer Zeit die Kapelle auf der Kaiserburg dieses Kernquadrat. Funktion der Kirche war die Aufbewahrung und das Vorzeigen des Heiltums – die Reichskleinodien kamen erst unter Sigmund im 15. Jahrhundert in das Heilig-Geist-Spital.

Auffälligerweise verwendet der Sakralbau die profane Gestalt des Treppengiebels, hier noch eine Verwandtschaft mit den Parlern in der Marienkirche zu Mühlhausen – diese auch mit Balkon! 
(siehe Abbildung 7)

Als Staatsbau trägt die Frauenkirche die Wappen des Reiches, der Kurfürsten und der Stadt Rom als (noch) Krönungsort des Kaisers.

Über der Vorhalle befindet sich der sogenannte Michaelschor, der mit seiner polygonalen Gestalt als Westchor fungiert – das kaiserliche Moment aus Aachen.


Prof. Dr. Pablo de la Riestra, Juni 2026


Standort: Nürnberg, Hauptmarkt, Ostseite

Foto 07. Sep 2023, Pablo de la Riestra

Die Frauenkirche als Architektur Sakristeianbau von Süden. Man beachte die Rückkehr des runden Bogens, die typisch für die letzte Phase der Gotik in Nürnberg ist.

Die Frauenkirche als Architektur

1350 1358

Sakristeianbau von Süden. Man beachte die Rückkehr des runden Bogens, die typisch für die letzte Phase der Gotik in Nürnberg ist.


Die Frauenkirche war 1350 in Planung als "kaiserliche Kapelle" von Karl IV.. Die Einweihung fand acht Jahre später statt. Der Bau steht auf der Stelle der kurz zuvor abgerissenen Synagoge und versteht sich im Rahmen der grossflächigen Anlage eines Hauptmarktes. Die öffentliche Funktion verrät die als Schauseite konzipierte Fassade, die den gesamten dekorativen und ikonographischen Reichtum konzentriert. Nach einem Stich von Boener zu beurteilen trug der in Nischen gegliederte Giebel ursprünglich Skulpturen.

Der Baumeister ist urkundlich nicht belegt. Es dürfte sich wohl um Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd handeln – nicht nur die Bauplastik, sondern der kubische Baukörper spricht für das neue Formenempfinden der Parler: Im Grunde ein Würfel auf quadratischem Grundriss. Totzdem ist der Raum deutlich geostet, eine Ausrichtung die durch die Tiefe des Chores und die vorspringende Vorhalle gesichert wird. Gleichwohl zeigte bereits in romanischer Zeit die Kapelle auf der Kaiserburg dieses Kernquadrat. Funktion der Kirche war die Aufbewahrung und das Vorzeigen des Heiltums – die Reichskleinodien kamen erst unter Sigmund im 15. Jahrhundert in das Heilig-Geist-Spital.

Auffälligerweise verwendet der Sakralbau die profane Gestalt des Treppengiebels, hier noch eine Verwandtschaft mit den Parlern in der Marienkirche zu Mühlhausen – diese auch mit Balkon! 
(siehe Abbildung 7)

Als Staatsbau trägt die Frauenkirche die Wappen des Reiches, der Kurfürsten und der Stadt Rom als (noch) Krönungsort des Kaisers.

Über der Vorhalle befindet sich der sogenannte Michaelschor, der mit seiner polygonalen Gestalt als Westchor fungiert – das kaiserliche Moment aus Aachen.


Prof. Dr. Pablo de la Riestra, Juni 2026


Standort: Nürnberg, Hauptmarkt, Ostseite

Foto 04. Sep 2013, Pablo de la Riestra

Die Frauenkirche als Architektur Sakristei, Netzgewölbe. Entsprechend der späteren Entstehung sind hier keine Kreuzrippengewölbe ausgeführt worden.

Die Frauenkirche als Architektur

1350 1358

Sakristei, Netzgewölbe. Entsprechend der späteren Entstehung sind hier keine Kreuzrippengewölbe ausgeführt worden.


Die Frauenkirche war 1350 in Planung als "kaiserliche Kapelle" von Karl IV.. Die Einweihung fand acht Jahre später statt. Der Bau steht auf der Stelle der kurz zuvor abgerissenen Synagoge und versteht sich im Rahmen der grossflächigen Anlage eines Hauptmarktes. Die öffentliche Funktion verrät die als Schauseite konzipierte Fassade, die den gesamten dekorativen und ikonographischen Reichtum konzentriert. Nach einem Stich von Boener zu beurteilen trug der in Nischen gegliederte Giebel ursprünglich Skulpturen.

Der Baumeister ist urkundlich nicht belegt. Es dürfte sich wohl um Peter Parler aus Schwäbisch Gmünd handeln – nicht nur die Bauplastik, sondern der kubische Baukörper spricht für das neue Formenempfinden der Parler: Im Grunde ein Würfel auf quadratischem Grundriss. Totzdem ist der Raum deutlich geostet, eine Ausrichtung die durch die Tiefe des Chores und die vorspringende Vorhalle gesichert wird. Gleichwohl zeigte bereits in romanischer Zeit die Kapelle auf der Kaiserburg dieses Kernquadrat. Funktion der Kirche war die Aufbewahrung und das Vorzeigen des Heiltums – die Reichskleinodien kamen erst unter Sigmund im 15. Jahrhundert in das Heilig-Geist-Spital.

Auffälligerweise verwendet der Sakralbau die profane Gestalt des Treppengiebels, hier noch eine Verwandtschaft mit den Parlern in der Marienkirche zu Mühlhausen – diese auch mit Balkon! 
(siehe Abbildung 7)

Als Staatsbau trägt die Frauenkirche die Wappen des Reiches, der Kurfürsten und der Stadt Rom als (noch) Krönungsort des Kaisers.

Über der Vorhalle befindet sich der sogenannte Michaelschor, der mit seiner polygonalen Gestalt als Westchor fungiert – das kaiserliche Moment aus Aachen.


Prof. Dr. Pablo de la Riestra, Juni 2026


Standort: Nürnberg, Hauptmarkt, Ostseite

Foto 18. Feb 2008, Pablo de la Riestra

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