Künstler unbekannt
"Die Ansicht zeigt das Albrecht Dürer-Grab in der rechten Bildhälfte, erkannbar an dem pultartigen Aufsatz mit der Inschriftplatte sowie die seitlichen Beschriftungen. Auf dem Grab wurde ein Lorbeerkranz, wahrscheinlich zu Dürers Todestag niedergelegt. Ein Brauch, der sich bei den Ehrengräbern bis heute auf dem Johannisfriedhof erhalten hat. Auffallend ist, das der Künstler auf die Eibe, die direkt hinter dem Grab steht, verzichtet. Dadurch wird der Blick frei in Richtung Westen auf den Ostchor der St. Johanniskirche und den Dachreiter. Interessant ist die Darstellung der "Portikus-Galerie" vor dem Pfarrhaus, die sich trotz Friedhofserweiterung erhalten hat. Dahinter befand sich wohl der "Kleine Pfarrgarten", der aber nach 1850 ebenfalls aufgelöst wurde. Da am linken Bildrand noch die Ecke des Pfarrhauses erkennbar ist, das bis 1856 an dieser Stelle stand, bevor es in die Lindengasse verlegt wurde, muss dieses Blatt vor dieser Zeit enstanden sein."
Dr. Silke Colditz-Heusl
zitiert aus:
Der Johannisfriedhof in historischen Ansichten,
500 Jahre Friedhof St. Johannis,
Ausstellungskatalog,
Förderverein Kulturhistorisches Museum Nürnberg e.V.,
2018, S. 108-109
Standort: privat
Dargestellt: Dürer, Rezeption
Foto 2018, Theo Noll
Detailansicht mit Gräberfeld
Künstler unbekannt
"Die Ansicht zeigt das Albrecht Dürer-Grab in der rechten Bildhälfte, erkannbar an dem pultartigen Aufsatz mit der Inschriftplatte sowie die seitlichen Beschriftungen. Auf dem Grab wurde ein Lorbeerkranz, wahrscheinlich zu Dürers Todestag niedergelegt. Ein Brauch, der sich bei den Ehrengräbern bis heute auf dem Johannisfriedhof erhalten hat. Auffallend ist, das der Künstler auf die Eibe, die direkt hinter dem Grab steht, verzichtet. Dadurch wird der Blick frei in Richtung Westen auf den Ostchor der St. Johanniskirche und den Dachreiter. Interessant ist die Darstellung der "Portikus-Galerie" vor dem Pfarrhaus, die sich trotz Friedhofserweiterung erhalten hat. Dahinter befand sich wohl der "Kleine Pfarrgarten", der aber nach 1850 ebenfalls aufgelöst wurde. Da am linken Bildrand noch die Ecke des Pfarrhauses erkennbar ist, das bis 1856 an dieser Stelle stand, bevor es in die Lindengasse verlegt wurde, muss dieses Blatt vor dieser Zeit enstanden sein."
Dr. Silke Colditz-Heusl
zitiert aus:
Der Johannisfriedhof in historischen Ansichten,
500 Jahre Friedhof St. Johannis,
Ausstellungskatalog,
Förderverein Kulturhistorisches Museum Nürnberg e.V.,
2018, S. 108-109
Standort: privat
Dargestellt: Dürer, Rezeption
Foto 2018, Theo Noll
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