1958
Schulbau mit Grünanlage und Sigena-Skulptur
Sigena-Urkunde im Stadtarchiv von Nürnberg
(Signatur: Stadtarchiv Nürnberg A 1, 1050 Juli 16)
Übersetzung aus dem Latein:
"Im Namen der heiligen und unteilbaren Dreifaltigkeit. Heinrich von Gottes Gnaden erhabener Römischer Kaiser. Kund sei allen unsern christgläubigen Getreuen heute und künftig: Wir haben eine Leibeigene, Sigena mit Namen, die ein Edler namens Richolf uns an seiner Hand vorführte, und die ihm gehörte, frei gemacht, indem wir aus ihrer Hand einen Pfennig mit unserer Hand herausschlugen. Wir haben sie ganz vom Joch der Hörigkeit gelöst, so dass die genannte Sigena von nun an das gleiche Recht und die gleiche Freiheit genießen soll, wie sie die übrigen von Königen oder Kaisern freigelassenen Leibeigenen bisher genossen haben (...)"
Bei der so genannten Sigena-Urkunde liegt die Bedeutung für Nürnberg in der Ausfertigung: Die Datumszeile „actum Nôrenberc“ belegt erstmals urkundlich die Existenz der späteren Metropole Frankens. Wohl geraume Zeit vor dieser Ersterwähnung hat man auf einem steilen Felsrücken nördlich der Pegnitz begonnen, eine Burg zu bauen, die durch die Anlage zweier Wirtschaftshöfe beiderseits des Flusses – bei St. Egidien auf der Sebalder und bei St. Jakob auf der Lorenzer Stadtseite – versorgt wurde. Inmitten ausgedehnter Wälder war somit ein regionaler Stützpunkt der Reichsgewalt konzipiert worden, der auf Reichsgut fußte und dadurch gefördert wurde, dass aus dem nahegelegenen Fürth ein Markt des Bamberger Domkapitels hierher verlegt wurde.
(...)
Literaturhinweise:
- Hanns Hubert Hofmann: Sigena. Oder was ist Freiheit?, in: Mitteilungen des Vereins für
Geschichte der Stadt Nürnberg 65 (1978), S. 39–54.
- Michael Diefenbacher / Rudolf Endres (Hrsg.): Stadtlexikon Nürnberg, Nürnberg 2. Aufl. 2000,
S. 994f. (Artikel Sigena und Sigena-Urkunde)
zitiert aus:
Michael Diefenbacher / Schätze aus dem Stadtarchiv Nürnberg: NORICA 3/2007
_______________
"Die Namensgebung für ein Gymnasium und somit die Aufstellung einer denkmalähnlichen Statue vor diesem, kann auch so verstanden werden, daß die Freilassung aus der Leibeigenschaft der Magd Sigena emanzipatorische Charakterzüge für die höhere Mädchenschule symbolisieren soll."
Elke Masa
Standort: Nürnberg, Sigena-Gymnasium, Gibitzenhofstrasse 135
Entwurf: Smigay, Leo (Leon)
Umsetzung: Smigay, Leo (Leon)
Material: Muschelkalk
Foto 18. Nov 2025, Theo Noll
1958
Schulbau mit Grünanlage und Sigena-Skulptur
Sigena-Urkunde im Stadtarchiv von Nürnberg
(Signatur: Stadtarchiv Nürnberg A 1, 1050 Juli 16)
Übersetzung aus dem Latein:
"Im Namen der heiligen und unteilbaren Dreifaltigkeit. Heinrich von Gottes Gnaden erhabener Römischer Kaiser. Kund sei allen unsern christgläubigen Getreuen heute und künftig: Wir haben eine Leibeigene, Sigena mit Namen, die ein Edler namens Richolf uns an seiner Hand vorführte, und die ihm gehörte, frei gemacht, indem wir aus ihrer Hand einen Pfennig mit unserer Hand herausschlugen. Wir haben sie ganz vom Joch der Hörigkeit gelöst, so dass die genannte Sigena von nun an das gleiche Recht und die gleiche Freiheit genießen soll, wie sie die übrigen von Königen oder Kaisern freigelassenen Leibeigenen bisher genossen haben (...)"
Bei der so genannten Sigena-Urkunde liegt die Bedeutung für Nürnberg in der Ausfertigung: Die Datumszeile „actum Nôrenberc“ belegt erstmals urkundlich die Existenz der späteren Metropole Frankens. Wohl geraume Zeit vor dieser Ersterwähnung hat man auf einem steilen Felsrücken nördlich der Pegnitz begonnen, eine Burg zu bauen, die durch die Anlage zweier Wirtschaftshöfe beiderseits des Flusses – bei St. Egidien auf der Sebalder und bei St. Jakob auf der Lorenzer Stadtseite – versorgt wurde. Inmitten ausgedehnter Wälder war somit ein regionaler Stützpunkt der Reichsgewalt konzipiert worden, der auf Reichsgut fußte und dadurch gefördert wurde, dass aus dem nahegelegenen Fürth ein Markt des Bamberger Domkapitels hierher verlegt wurde.
(...)
Literaturhinweise:
- Hanns Hubert Hofmann: Sigena. Oder was ist Freiheit?, in: Mitteilungen des Vereins für
Geschichte der Stadt Nürnberg 65 (1978), S. 39–54.
- Michael Diefenbacher / Rudolf Endres (Hrsg.): Stadtlexikon Nürnberg, Nürnberg 2. Aufl. 2000,
S. 994f. (Artikel Sigena und Sigena-Urkunde)
zitiert aus:
Michael Diefenbacher / Schätze aus dem Stadtarchiv Nürnberg: NORICA 3/2007
_______________
"Die Namensgebung für ein Gymnasium und somit die Aufstellung einer denkmalähnlichen Statue vor diesem, kann auch so verstanden werden, daß die Freilassung aus der Leibeigenschaft der Magd Sigena emanzipatorische Charakterzüge für die höhere Mädchenschule symbolisieren soll."
Elke Masa
Standort: Nürnberg, Sigena-Gymnasium, Gibitzenhofstrasse 135
Entwurf: Smigay, Leo (Leon)
Umsetzung: Smigay, Leo (Leon)
Material: Muschelkalk
Foto 18. Nov 2025, Theo Noll
1958
Frontalansicht
Sigena-Urkunde im Stadtarchiv von Nürnberg
(Signatur: Stadtarchiv Nürnberg A 1, 1050 Juli 16)
Übersetzung aus dem Latein:
"Im Namen der heiligen und unteilbaren Dreifaltigkeit. Heinrich von Gottes Gnaden erhabener Römischer Kaiser. Kund sei allen unsern christgläubigen Getreuen heute und künftig: Wir haben eine Leibeigene, Sigena mit Namen, die ein Edler namens Richolf uns an seiner Hand vorführte, und die ihm gehörte, frei gemacht, indem wir aus ihrer Hand einen Pfennig mit unserer Hand herausschlugen. Wir haben sie ganz vom Joch der Hörigkeit gelöst, so dass die genannte Sigena von nun an das gleiche Recht und die gleiche Freiheit genießen soll, wie sie die übrigen von Königen oder Kaisern freigelassenen Leibeigenen bisher genossen haben (...)"
Bei der so genannten Sigena-Urkunde liegt die Bedeutung für Nürnberg in der Ausfertigung: Die Datumszeile „actum Nôrenberc“ belegt erstmals urkundlich die Existenz der späteren Metropole Frankens. Wohl geraume Zeit vor dieser Ersterwähnung hat man auf einem steilen Felsrücken nördlich der Pegnitz begonnen, eine Burg zu bauen, die durch die Anlage zweier Wirtschaftshöfe beiderseits des Flusses – bei St. Egidien auf der Sebalder und bei St. Jakob auf der Lorenzer Stadtseite – versorgt wurde. Inmitten ausgedehnter Wälder war somit ein regionaler Stützpunkt der Reichsgewalt konzipiert worden, der auf Reichsgut fußte und dadurch gefördert wurde, dass aus dem nahegelegenen Fürth ein Markt des Bamberger Domkapitels hierher verlegt wurde.
(...)
Literaturhinweise:
- Hanns Hubert Hofmann: Sigena. Oder was ist Freiheit?, in: Mitteilungen des Vereins für
Geschichte der Stadt Nürnberg 65 (1978), S. 39–54.
- Michael Diefenbacher / Rudolf Endres (Hrsg.): Stadtlexikon Nürnberg, Nürnberg 2. Aufl. 2000,
S. 994f. (Artikel Sigena und Sigena-Urkunde)
zitiert aus:
Michael Diefenbacher / Schätze aus dem Stadtarchiv Nürnberg: NORICA 3/2007
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"Die Namensgebung für ein Gymnasium und somit die Aufstellung einer denkmalähnlichen Statue vor diesem, kann auch so verstanden werden, daß die Freilassung aus der Leibeigenschaft der Magd Sigena emanzipatorische Charakterzüge für die höhere Mädchenschule symbolisieren soll."
Elke Masa
Standort: Nürnberg, Sigena-Gymnasium, Gibitzenhofstrasse 135
Entwurf: Smigay, Leo (Leon)
Umsetzung: Smigay, Leo (Leon)
Material: Muschelkalk
Foto 18. Nov 2025, Theo Noll
1958
seitliche Ansicht
Sigena-Urkunde im Stadtarchiv von Nürnberg
(Signatur: Stadtarchiv Nürnberg A 1, 1050 Juli 16)
Übersetzung aus dem Latein:
"Im Namen der heiligen und unteilbaren Dreifaltigkeit. Heinrich von Gottes Gnaden erhabener Römischer Kaiser. Kund sei allen unsern christgläubigen Getreuen heute und künftig: Wir haben eine Leibeigene, Sigena mit Namen, die ein Edler namens Richolf uns an seiner Hand vorführte, und die ihm gehörte, frei gemacht, indem wir aus ihrer Hand einen Pfennig mit unserer Hand herausschlugen. Wir haben sie ganz vom Joch der Hörigkeit gelöst, so dass die genannte Sigena von nun an das gleiche Recht und die gleiche Freiheit genießen soll, wie sie die übrigen von Königen oder Kaisern freigelassenen Leibeigenen bisher genossen haben (...)"
Bei der so genannten Sigena-Urkunde liegt die Bedeutung für Nürnberg in der Ausfertigung: Die Datumszeile „actum Nôrenberc“ belegt erstmals urkundlich die Existenz der späteren Metropole Frankens. Wohl geraume Zeit vor dieser Ersterwähnung hat man auf einem steilen Felsrücken nördlich der Pegnitz begonnen, eine Burg zu bauen, die durch die Anlage zweier Wirtschaftshöfe beiderseits des Flusses – bei St. Egidien auf der Sebalder und bei St. Jakob auf der Lorenzer Stadtseite – versorgt wurde. Inmitten ausgedehnter Wälder war somit ein regionaler Stützpunkt der Reichsgewalt konzipiert worden, der auf Reichsgut fußte und dadurch gefördert wurde, dass aus dem nahegelegenen Fürth ein Markt des Bamberger Domkapitels hierher verlegt wurde.
(...)
Literaturhinweise:
- Hanns Hubert Hofmann: Sigena. Oder was ist Freiheit?, in: Mitteilungen des Vereins für
Geschichte der Stadt Nürnberg 65 (1978), S. 39–54.
- Michael Diefenbacher / Rudolf Endres (Hrsg.): Stadtlexikon Nürnberg, Nürnberg 2. Aufl. 2000,
S. 994f. (Artikel Sigena und Sigena-Urkunde)
zitiert aus:
Michael Diefenbacher / Schätze aus dem Stadtarchiv Nürnberg: NORICA 3/2007
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"Die Namensgebung für ein Gymnasium und somit die Aufstellung einer denkmalähnlichen Statue vor diesem, kann auch so verstanden werden, daß die Freilassung aus der Leibeigenschaft der Magd Sigena emanzipatorische Charakterzüge für die höhere Mädchenschule symbolisieren soll."
Elke Masa
Standort: Nürnberg, Sigena-Gymnasium, Gibitzenhofstrasse 135
Entwurf: Smigay, Leo (Leon)
Umsetzung: Smigay, Leo (Leon)
Material: Muschelkalk
Foto 18. Nov 2025, Theo Noll
1958
Sockelbereich, seitliche Ansicht
Sigena-Urkunde im Stadtarchiv von Nürnberg
(Signatur: Stadtarchiv Nürnberg A 1, 1050 Juli 16)
Übersetzung aus dem Latein:
"Im Namen der heiligen und unteilbaren Dreifaltigkeit. Heinrich von Gottes Gnaden erhabener Römischer Kaiser. Kund sei allen unsern christgläubigen Getreuen heute und künftig: Wir haben eine Leibeigene, Sigena mit Namen, die ein Edler namens Richolf uns an seiner Hand vorführte, und die ihm gehörte, frei gemacht, indem wir aus ihrer Hand einen Pfennig mit unserer Hand herausschlugen. Wir haben sie ganz vom Joch der Hörigkeit gelöst, so dass die genannte Sigena von nun an das gleiche Recht und die gleiche Freiheit genießen soll, wie sie die übrigen von Königen oder Kaisern freigelassenen Leibeigenen bisher genossen haben (...)"
Bei der so genannten Sigena-Urkunde liegt die Bedeutung für Nürnberg in der Ausfertigung: Die Datumszeile „actum Nôrenberc“ belegt erstmals urkundlich die Existenz der späteren Metropole Frankens. Wohl geraume Zeit vor dieser Ersterwähnung hat man auf einem steilen Felsrücken nördlich der Pegnitz begonnen, eine Burg zu bauen, die durch die Anlage zweier Wirtschaftshöfe beiderseits des Flusses – bei St. Egidien auf der Sebalder und bei St. Jakob auf der Lorenzer Stadtseite – versorgt wurde. Inmitten ausgedehnter Wälder war somit ein regionaler Stützpunkt der Reichsgewalt konzipiert worden, der auf Reichsgut fußte und dadurch gefördert wurde, dass aus dem nahegelegenen Fürth ein Markt des Bamberger Domkapitels hierher verlegt wurde.
(...)
Literaturhinweise:
- Hanns Hubert Hofmann: Sigena. Oder was ist Freiheit?, in: Mitteilungen des Vereins für
Geschichte der Stadt Nürnberg 65 (1978), S. 39–54.
- Michael Diefenbacher / Rudolf Endres (Hrsg.): Stadtlexikon Nürnberg, Nürnberg 2. Aufl. 2000,
S. 994f. (Artikel Sigena und Sigena-Urkunde)
zitiert aus:
Michael Diefenbacher / Schätze aus dem Stadtarchiv Nürnberg: NORICA 3/2007
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"Die Namensgebung für ein Gymnasium und somit die Aufstellung einer denkmalähnlichen Statue vor diesem, kann auch so verstanden werden, daß die Freilassung aus der Leibeigenschaft der Magd Sigena emanzipatorische Charakterzüge für die höhere Mädchenschule symbolisieren soll."
Elke Masa
Standort: Nürnberg, Sigena-Gymnasium, Gibitzenhofstrasse 135
Entwurf: Smigay, Leo (Leon)
Umsetzung: Smigay, Leo (Leon)
Material: Muschelkalk
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1958
Schrägansicht von hinten
Sigena-Urkunde im Stadtarchiv von Nürnberg
(Signatur: Stadtarchiv Nürnberg A 1, 1050 Juli 16)
Übersetzung aus dem Latein:
"Im Namen der heiligen und unteilbaren Dreifaltigkeit. Heinrich von Gottes Gnaden erhabener Römischer Kaiser. Kund sei allen unsern christgläubigen Getreuen heute und künftig: Wir haben eine Leibeigene, Sigena mit Namen, die ein Edler namens Richolf uns an seiner Hand vorführte, und die ihm gehörte, frei gemacht, indem wir aus ihrer Hand einen Pfennig mit unserer Hand herausschlugen. Wir haben sie ganz vom Joch der Hörigkeit gelöst, so dass die genannte Sigena von nun an das gleiche Recht und die gleiche Freiheit genießen soll, wie sie die übrigen von Königen oder Kaisern freigelassenen Leibeigenen bisher genossen haben (...)"
Bei der so genannten Sigena-Urkunde liegt die Bedeutung für Nürnberg in der Ausfertigung: Die Datumszeile „actum Nôrenberc“ belegt erstmals urkundlich die Existenz der späteren Metropole Frankens. Wohl geraume Zeit vor dieser Ersterwähnung hat man auf einem steilen Felsrücken nördlich der Pegnitz begonnen, eine Burg zu bauen, die durch die Anlage zweier Wirtschaftshöfe beiderseits des Flusses – bei St. Egidien auf der Sebalder und bei St. Jakob auf der Lorenzer Stadtseite – versorgt wurde. Inmitten ausgedehnter Wälder war somit ein regionaler Stützpunkt der Reichsgewalt konzipiert worden, der auf Reichsgut fußte und dadurch gefördert wurde, dass aus dem nahegelegenen Fürth ein Markt des Bamberger Domkapitels hierher verlegt wurde.
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Literaturhinweise:
- Hanns Hubert Hofmann: Sigena. Oder was ist Freiheit?, in: Mitteilungen des Vereins für
Geschichte der Stadt Nürnberg 65 (1978), S. 39–54.
- Michael Diefenbacher / Rudolf Endres (Hrsg.): Stadtlexikon Nürnberg, Nürnberg 2. Aufl. 2000,
S. 994f. (Artikel Sigena und Sigena-Urkunde)
zitiert aus:
Michael Diefenbacher / Schätze aus dem Stadtarchiv Nürnberg: NORICA 3/2007
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"Die Namensgebung für ein Gymnasium und somit die Aufstellung einer denkmalähnlichen Statue vor diesem, kann auch so verstanden werden, daß die Freilassung aus der Leibeigenschaft der Magd Sigena emanzipatorische Charakterzüge für die höhere Mädchenschule symbolisieren soll."
Elke Masa
Standort: Nürnberg, Sigena-Gymnasium, Gibitzenhofstrasse 135
Entwurf: Smigay, Leo (Leon)
Umsetzung: Smigay, Leo (Leon)
Material: Muschelkalk
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1958
Rückansicht
Sigena-Urkunde im Stadtarchiv von Nürnberg
(Signatur: Stadtarchiv Nürnberg A 1, 1050 Juli 16)
Übersetzung aus dem Latein:
"Im Namen der heiligen und unteilbaren Dreifaltigkeit. Heinrich von Gottes Gnaden erhabener Römischer Kaiser. Kund sei allen unsern christgläubigen Getreuen heute und künftig: Wir haben eine Leibeigene, Sigena mit Namen, die ein Edler namens Richolf uns an seiner Hand vorführte, und die ihm gehörte, frei gemacht, indem wir aus ihrer Hand einen Pfennig mit unserer Hand herausschlugen. Wir haben sie ganz vom Joch der Hörigkeit gelöst, so dass die genannte Sigena von nun an das gleiche Recht und die gleiche Freiheit genießen soll, wie sie die übrigen von Königen oder Kaisern freigelassenen Leibeigenen bisher genossen haben (...)"
Bei der so genannten Sigena-Urkunde liegt die Bedeutung für Nürnberg in der Ausfertigung: Die Datumszeile „actum Nôrenberc“ belegt erstmals urkundlich die Existenz der späteren Metropole Frankens. Wohl geraume Zeit vor dieser Ersterwähnung hat man auf einem steilen Felsrücken nördlich der Pegnitz begonnen, eine Burg zu bauen, die durch die Anlage zweier Wirtschaftshöfe beiderseits des Flusses – bei St. Egidien auf der Sebalder und bei St. Jakob auf der Lorenzer Stadtseite – versorgt wurde. Inmitten ausgedehnter Wälder war somit ein regionaler Stützpunkt der Reichsgewalt konzipiert worden, der auf Reichsgut fußte und dadurch gefördert wurde, dass aus dem nahegelegenen Fürth ein Markt des Bamberger Domkapitels hierher verlegt wurde.
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Literaturhinweise:
- Hanns Hubert Hofmann: Sigena. Oder was ist Freiheit?, in: Mitteilungen des Vereins für
Geschichte der Stadt Nürnberg 65 (1978), S. 39–54.
- Michael Diefenbacher / Rudolf Endres (Hrsg.): Stadtlexikon Nürnberg, Nürnberg 2. Aufl. 2000,
S. 994f. (Artikel Sigena und Sigena-Urkunde)
zitiert aus:
Michael Diefenbacher / Schätze aus dem Stadtarchiv Nürnberg: NORICA 3/2007
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"Die Namensgebung für ein Gymnasium und somit die Aufstellung einer denkmalähnlichen Statue vor diesem, kann auch so verstanden werden, daß die Freilassung aus der Leibeigenschaft der Magd Sigena emanzipatorische Charakterzüge für die höhere Mädchenschule symbolisieren soll."
Elke Masa
Standort: Nürnberg, Sigena-Gymnasium, Gibitzenhofstrasse 135
Entwurf: Smigay, Leo (Leon)
Umsetzung: Smigay, Leo (Leon)
Material: Muschelkalk
Foto 18. Nov 2025, Theo Noll
1958
seitliche Ansicht, im Hintergrund Markuskirche
Sigena-Urkunde im Stadtarchiv von Nürnberg
(Signatur: Stadtarchiv Nürnberg A 1, 1050 Juli 16)
Übersetzung aus dem Latein:
"Im Namen der heiligen und unteilbaren Dreifaltigkeit. Heinrich von Gottes Gnaden erhabener Römischer Kaiser. Kund sei allen unsern christgläubigen Getreuen heute und künftig: Wir haben eine Leibeigene, Sigena mit Namen, die ein Edler namens Richolf uns an seiner Hand vorführte, und die ihm gehörte, frei gemacht, indem wir aus ihrer Hand einen Pfennig mit unserer Hand herausschlugen. Wir haben sie ganz vom Joch der Hörigkeit gelöst, so dass die genannte Sigena von nun an das gleiche Recht und die gleiche Freiheit genießen soll, wie sie die übrigen von Königen oder Kaisern freigelassenen Leibeigenen bisher genossen haben (...)"
Bei der so genannten Sigena-Urkunde liegt die Bedeutung für Nürnberg in der Ausfertigung: Die Datumszeile „actum Nôrenberc“ belegt erstmals urkundlich die Existenz der späteren Metropole Frankens. Wohl geraume Zeit vor dieser Ersterwähnung hat man auf einem steilen Felsrücken nördlich der Pegnitz begonnen, eine Burg zu bauen, die durch die Anlage zweier Wirtschaftshöfe beiderseits des Flusses – bei St. Egidien auf der Sebalder und bei St. Jakob auf der Lorenzer Stadtseite – versorgt wurde. Inmitten ausgedehnter Wälder war somit ein regionaler Stützpunkt der Reichsgewalt konzipiert worden, der auf Reichsgut fußte und dadurch gefördert wurde, dass aus dem nahegelegenen Fürth ein Markt des Bamberger Domkapitels hierher verlegt wurde.
(...)
Literaturhinweise:
- Hanns Hubert Hofmann: Sigena. Oder was ist Freiheit?, in: Mitteilungen des Vereins für
Geschichte der Stadt Nürnberg 65 (1978), S. 39–54.
- Michael Diefenbacher / Rudolf Endres (Hrsg.): Stadtlexikon Nürnberg, Nürnberg 2. Aufl. 2000,
S. 994f. (Artikel Sigena und Sigena-Urkunde)
zitiert aus:
Michael Diefenbacher / Schätze aus dem Stadtarchiv Nürnberg: NORICA 3/2007
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"Die Namensgebung für ein Gymnasium und somit die Aufstellung einer denkmalähnlichen Statue vor diesem, kann auch so verstanden werden, daß die Freilassung aus der Leibeigenschaft der Magd Sigena emanzipatorische Charakterzüge für die höhere Mädchenschule symbolisieren soll."
Elke Masa
Standort: Nürnberg, Sigena-Gymnasium, Gibitzenhofstrasse 135
Entwurf: Smigay, Leo (Leon)
Umsetzung: Smigay, Leo (Leon)
Material: Muschelkalk
Foto 18. Nov 2025, Theo Noll
1958
Oberkörper, seitliche Ansicht
Sigena-Urkunde im Stadtarchiv von Nürnberg
(Signatur: Stadtarchiv Nürnberg A 1, 1050 Juli 16)
Übersetzung aus dem Latein:
"Im Namen der heiligen und unteilbaren Dreifaltigkeit. Heinrich von Gottes Gnaden erhabener Römischer Kaiser. Kund sei allen unsern christgläubigen Getreuen heute und künftig: Wir haben eine Leibeigene, Sigena mit Namen, die ein Edler namens Richolf uns an seiner Hand vorführte, und die ihm gehörte, frei gemacht, indem wir aus ihrer Hand einen Pfennig mit unserer Hand herausschlugen. Wir haben sie ganz vom Joch der Hörigkeit gelöst, so dass die genannte Sigena von nun an das gleiche Recht und die gleiche Freiheit genießen soll, wie sie die übrigen von Königen oder Kaisern freigelassenen Leibeigenen bisher genossen haben (...)"
Bei der so genannten Sigena-Urkunde liegt die Bedeutung für Nürnberg in der Ausfertigung: Die Datumszeile „actum Nôrenberc“ belegt erstmals urkundlich die Existenz der späteren Metropole Frankens. Wohl geraume Zeit vor dieser Ersterwähnung hat man auf einem steilen Felsrücken nördlich der Pegnitz begonnen, eine Burg zu bauen, die durch die Anlage zweier Wirtschaftshöfe beiderseits des Flusses – bei St. Egidien auf der Sebalder und bei St. Jakob auf der Lorenzer Stadtseite – versorgt wurde. Inmitten ausgedehnter Wälder war somit ein regionaler Stützpunkt der Reichsgewalt konzipiert worden, der auf Reichsgut fußte und dadurch gefördert wurde, dass aus dem nahegelegenen Fürth ein Markt des Bamberger Domkapitels hierher verlegt wurde.
(...)
Literaturhinweise:
- Hanns Hubert Hofmann: Sigena. Oder was ist Freiheit?, in: Mitteilungen des Vereins für
Geschichte der Stadt Nürnberg 65 (1978), S. 39–54.
- Michael Diefenbacher / Rudolf Endres (Hrsg.): Stadtlexikon Nürnberg, Nürnberg 2. Aufl. 2000,
S. 994f. (Artikel Sigena und Sigena-Urkunde)
zitiert aus:
Michael Diefenbacher / Schätze aus dem Stadtarchiv Nürnberg: NORICA 3/2007
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"Die Namensgebung für ein Gymnasium und somit die Aufstellung einer denkmalähnlichen Statue vor diesem, kann auch so verstanden werden, daß die Freilassung aus der Leibeigenschaft der Magd Sigena emanzipatorische Charakterzüge für die höhere Mädchenschule symbolisieren soll."
Elke Masa
Standort: Nürnberg, Sigena-Gymnasium, Gibitzenhofstrasse 135
Entwurf: Smigay, Leo (Leon)
Umsetzung: Smigay, Leo (Leon)
Material: Muschelkalk
Foto 18. Nov 2025, Theo Noll
1958
Oberkörper, Schrägansicht von vorne
Sigena-Urkunde im Stadtarchiv von Nürnberg
(Signatur: Stadtarchiv Nürnberg A 1, 1050 Juli 16)
Übersetzung aus dem Latein:
"Im Namen der heiligen und unteilbaren Dreifaltigkeit. Heinrich von Gottes Gnaden erhabener Römischer Kaiser. Kund sei allen unsern christgläubigen Getreuen heute und künftig: Wir haben eine Leibeigene, Sigena mit Namen, die ein Edler namens Richolf uns an seiner Hand vorführte, und die ihm gehörte, frei gemacht, indem wir aus ihrer Hand einen Pfennig mit unserer Hand herausschlugen. Wir haben sie ganz vom Joch der Hörigkeit gelöst, so dass die genannte Sigena von nun an das gleiche Recht und die gleiche Freiheit genießen soll, wie sie die übrigen von Königen oder Kaisern freigelassenen Leibeigenen bisher genossen haben (...)"
Bei der so genannten Sigena-Urkunde liegt die Bedeutung für Nürnberg in der Ausfertigung: Die Datumszeile „actum Nôrenberc“ belegt erstmals urkundlich die Existenz der späteren Metropole Frankens. Wohl geraume Zeit vor dieser Ersterwähnung hat man auf einem steilen Felsrücken nördlich der Pegnitz begonnen, eine Burg zu bauen, die durch die Anlage zweier Wirtschaftshöfe beiderseits des Flusses – bei St. Egidien auf der Sebalder und bei St. Jakob auf der Lorenzer Stadtseite – versorgt wurde. Inmitten ausgedehnter Wälder war somit ein regionaler Stützpunkt der Reichsgewalt konzipiert worden, der auf Reichsgut fußte und dadurch gefördert wurde, dass aus dem nahegelegenen Fürth ein Markt des Bamberger Domkapitels hierher verlegt wurde.
(...)
Literaturhinweise:
- Hanns Hubert Hofmann: Sigena. Oder was ist Freiheit?, in: Mitteilungen des Vereins für
Geschichte der Stadt Nürnberg 65 (1978), S. 39–54.
- Michael Diefenbacher / Rudolf Endres (Hrsg.): Stadtlexikon Nürnberg, Nürnberg 2. Aufl. 2000,
S. 994f. (Artikel Sigena und Sigena-Urkunde)
zitiert aus:
Michael Diefenbacher / Schätze aus dem Stadtarchiv Nürnberg: NORICA 3/2007
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"Die Namensgebung für ein Gymnasium und somit die Aufstellung einer denkmalähnlichen Statue vor diesem, kann auch so verstanden werden, daß die Freilassung aus der Leibeigenschaft der Magd Sigena emanzipatorische Charakterzüge für die höhere Mädchenschule symbolisieren soll."
Elke Masa
Standort: Nürnberg, Sigena-Gymnasium, Gibitzenhofstrasse 135
Entwurf: Smigay, Leo (Leon)
Umsetzung: Smigay, Leo (Leon)
Material: Muschelkalk
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1958
Frontalansicht
Sigena-Urkunde im Stadtarchiv von Nürnberg
(Signatur: Stadtarchiv Nürnberg A 1, 1050 Juli 16)
Übersetzung aus dem Latein:
"Im Namen der heiligen und unteilbaren Dreifaltigkeit. Heinrich von Gottes Gnaden erhabener Römischer Kaiser. Kund sei allen unsern christgläubigen Getreuen heute und künftig: Wir haben eine Leibeigene, Sigena mit Namen, die ein Edler namens Richolf uns an seiner Hand vorführte, und die ihm gehörte, frei gemacht, indem wir aus ihrer Hand einen Pfennig mit unserer Hand herausschlugen. Wir haben sie ganz vom Joch der Hörigkeit gelöst, so dass die genannte Sigena von nun an das gleiche Recht und die gleiche Freiheit genießen soll, wie sie die übrigen von Königen oder Kaisern freigelassenen Leibeigenen bisher genossen haben (...)"
Bei der so genannten Sigena-Urkunde liegt die Bedeutung für Nürnberg in der Ausfertigung: Die Datumszeile „actum Nôrenberc“ belegt erstmals urkundlich die Existenz der späteren Metropole Frankens. Wohl geraume Zeit vor dieser Ersterwähnung hat man auf einem steilen Felsrücken nördlich der Pegnitz begonnen, eine Burg zu bauen, die durch die Anlage zweier Wirtschaftshöfe beiderseits des Flusses – bei St. Egidien auf der Sebalder und bei St. Jakob auf der Lorenzer Stadtseite – versorgt wurde. Inmitten ausgedehnter Wälder war somit ein regionaler Stützpunkt der Reichsgewalt konzipiert worden, der auf Reichsgut fußte und dadurch gefördert wurde, dass aus dem nahegelegenen Fürth ein Markt des Bamberger Domkapitels hierher verlegt wurde.
(...)
Literaturhinweise:
- Hanns Hubert Hofmann: Sigena. Oder was ist Freiheit?, in: Mitteilungen des Vereins für
Geschichte der Stadt Nürnberg 65 (1978), S. 39–54.
- Michael Diefenbacher / Rudolf Endres (Hrsg.): Stadtlexikon Nürnberg, Nürnberg 2. Aufl. 2000,
S. 994f. (Artikel Sigena und Sigena-Urkunde)
zitiert aus:
Michael Diefenbacher / Schätze aus dem Stadtarchiv Nürnberg: NORICA 3/2007
_______________
"Die Namensgebung für ein Gymnasium und somit die Aufstellung einer denkmalähnlichen Statue vor diesem, kann auch so verstanden werden, daß die Freilassung aus der Leibeigenschaft der Magd Sigena emanzipatorische Charakterzüge für die höhere Mädchenschule symbolisieren soll."
Elke Masa
Standort: Nürnberg, Sigena-Gymnasium, Gibitzenhofstrasse 135
Entwurf: Smigay, Leo (Leon)
Umsetzung: Smigay, Leo (Leon)
Material: Muschelkalk
Foto 18. Nov 2025, Theo Noll
1958
Detailansicht
Sigena-Urkunde im Stadtarchiv von Nürnberg
(Signatur: Stadtarchiv Nürnberg A 1, 1050 Juli 16)
Übersetzung aus dem Latein:
"Im Namen der heiligen und unteilbaren Dreifaltigkeit. Heinrich von Gottes Gnaden erhabener Römischer Kaiser. Kund sei allen unsern christgläubigen Getreuen heute und künftig: Wir haben eine Leibeigene, Sigena mit Namen, die ein Edler namens Richolf uns an seiner Hand vorführte, und die ihm gehörte, frei gemacht, indem wir aus ihrer Hand einen Pfennig mit unserer Hand herausschlugen. Wir haben sie ganz vom Joch der Hörigkeit gelöst, so dass die genannte Sigena von nun an das gleiche Recht und die gleiche Freiheit genießen soll, wie sie die übrigen von Königen oder Kaisern freigelassenen Leibeigenen bisher genossen haben (...)"
Bei der so genannten Sigena-Urkunde liegt die Bedeutung für Nürnberg in der Ausfertigung: Die Datumszeile „actum Nôrenberc“ belegt erstmals urkundlich die Existenz der späteren Metropole Frankens. Wohl geraume Zeit vor dieser Ersterwähnung hat man auf einem steilen Felsrücken nördlich der Pegnitz begonnen, eine Burg zu bauen, die durch die Anlage zweier Wirtschaftshöfe beiderseits des Flusses – bei St. Egidien auf der Sebalder und bei St. Jakob auf der Lorenzer Stadtseite – versorgt wurde. Inmitten ausgedehnter Wälder war somit ein regionaler Stützpunkt der Reichsgewalt konzipiert worden, der auf Reichsgut fußte und dadurch gefördert wurde, dass aus dem nahegelegenen Fürth ein Markt des Bamberger Domkapitels hierher verlegt wurde.
(...)
Literaturhinweise:
- Hanns Hubert Hofmann: Sigena. Oder was ist Freiheit?, in: Mitteilungen des Vereins für
Geschichte der Stadt Nürnberg 65 (1978), S. 39–54.
- Michael Diefenbacher / Rudolf Endres (Hrsg.): Stadtlexikon Nürnberg, Nürnberg 2. Aufl. 2000,
S. 994f. (Artikel Sigena und Sigena-Urkunde)
zitiert aus:
Michael Diefenbacher / Schätze aus dem Stadtarchiv Nürnberg: NORICA 3/2007
_______________
"Die Namensgebung für ein Gymnasium und somit die Aufstellung einer denkmalähnlichen Statue vor diesem, kann auch so verstanden werden, daß die Freilassung aus der Leibeigenschaft der Magd Sigena emanzipatorische Charakterzüge für die höhere Mädchenschule symbolisieren soll."
Elke Masa
Standort: Nürnberg, Sigena-Gymnasium, Gibitzenhofstrasse 135
Entwurf: Smigay, Leo (Leon)
Umsetzung: Smigay, Leo (Leon)
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