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Modell einer Ritterburg

Modell einer Ritterburg Gesamtansicht

Modell einer Ritterburg

um 1500

Gesamtansicht


Nürnberg, kurz vor oder nach 1500


Das zuletzt 2014 von Matthias Weniger (Fränkische Galerie, Festung Rosenberg, Kronach) kommentierte Objekt ist in seiner ursprünglichen Funktion unbekannt.

Die mögliche Nutzung als Lüster ist genauso in Frage zu stellen, wie die Datierung in die Mitte des 16. Jahrhunderts. Ebensowenig wurden hier "verschiedenste Stilformen" vermengt. Mag die Burgdarstellung der Phantasie entsprechen, so gibt es an dieser Architektur nichts, was nicht spätgotisch wäre. Die Vermehrung von Kleeblattbogenfriesen entspricht dem Usus kastilischer Burgen und Stadtpaläste ab 1480. Vergleiche dieses Motivs am Modell lassen sich unmittelbar mit der Burg Real de Manzanares und dem Infantado-Palast in Guadalajara ziehen, - von letzterem hat der Nürnberger Hieronymus Münzer am 26.Januar 1495 nach seinem Besuch vor Ort eine allgemeine Beschreibung verfasst. Andererseits hat König Matthias Corvinus kurz vor seinem Tod 1490 Schloss Hunedoara (heute Rumänien) mit einer mit Guadalajara direkt verwandten Serie halbrunder Erkerreihe anlegen lassen, was die Bekanntheit dieser spanischen Architektur bis in Osteuropa belegt.

Auch wenn das Wappen der Familie Harsdörfer und Reichel nicht von vor 1531 stammen dürfte, so kann dies dem älteren Objekt nachträglich hinzugefügt worden sein. Die Grösse der Burgfenster entspricht dem typologischen Übergang von Burg zum Schloss und ist demnach nicht realitätsfremd.

Dr. Pablo de la Riestra, August 2020


Standort: Kronach / Fränkische Galerie / Festung Rosenberg / Invnr.: MA 2383

Foto 2020, Theo Noll

Modell einer Ritterburg Detail des Haupthauses (Ganerbenburg?- also eine von mehreren Parteien errichtete bzw. bewohnte Burg, so Burg Eltz)

Modell einer Ritterburg

um 1500

Detail des Haupthauses (Ganerbenburg?- also eine von mehreren Parteien errichtete bzw. bewohnte Burg, so Burg Eltz)


Nürnberg, kurz vor oder nach 1500


Das zuletzt 2014 von Matthias Weniger (Fränkische Galerie, Festung Rosenberg, Kronach) kommentierte Objekt ist in seiner ursprünglichen Funktion unbekannt.

Die mögliche Nutzung als Lüster ist genauso in Frage zu stellen, wie die Datierung in die Mitte des 16. Jahrhunderts. Ebensowenig wurden hier "verschiedenste Stilformen" vermengt. Mag die Burgdarstellung der Phantasie entsprechen, so gibt es an dieser Architektur nichts, was nicht spätgotisch wäre. Die Vermehrung von Kleeblattbogenfriesen entspricht dem Usus kastilischer Burgen und Stadtpaläste ab 1480. Vergleiche dieses Motivs am Modell lassen sich unmittelbar mit der Burg Real de Manzanares und dem Infantado-Palast in Guadalajara ziehen, - von letzterem hat der Nürnberger Hieronymus Münzer am 26.Januar 1495 nach seinem Besuch vor Ort eine allgemeine Beschreibung verfasst. Andererseits hat König Matthias Corvinus kurz vor seinem Tod 1490 Schloss Hunedoara (heute Rumänien) mit einer mit Guadalajara direkt verwandten Serie halbrunder Erkerreihe anlegen lassen, was die Bekanntheit dieser spanischen Architektur bis in Osteuropa belegt.

Auch wenn das Wappen der Familie Harsdörfer und Reichel nicht von vor 1531 stammen dürfte, so kann dies dem älteren Objekt nachträglich hinzugefügt worden sein. Die Grösse der Burgfenster entspricht dem typologischen Übergang von Burg zum Schloss und ist demnach nicht realitätsfremd.

Dr. Pablo de la Riestra, August 2020


Standort: Kronach / Fränkische Galerie / Festung Rosenberg / Invnr.: MA 2383

Foto Jul 2020, Theo Noll

Modell einer Ritterburg rechte Burghälfte

Modell einer Ritterburg

um 1500

rechte Burghälfte


Nürnberg, kurz vor oder nach 1500


Das zuletzt 2014 von Matthias Weniger (Fränkische Galerie, Festung Rosenberg, Kronach) kommentierte Objekt ist in seiner ursprünglichen Funktion unbekannt.

Die mögliche Nutzung als Lüster ist genauso in Frage zu stellen, wie die Datierung in die Mitte des 16. Jahrhunderts. Ebensowenig wurden hier "verschiedenste Stilformen" vermengt. Mag die Burgdarstellung der Phantasie entsprechen, so gibt es an dieser Architektur nichts, was nicht spätgotisch wäre. Die Vermehrung von Kleeblattbogenfriesen entspricht dem Usus kastilischer Burgen und Stadtpaläste ab 1480. Vergleiche dieses Motivs am Modell lassen sich unmittelbar mit der Burg Real de Manzanares und dem Infantado-Palast in Guadalajara ziehen, - von letzterem hat der Nürnberger Hieronymus Münzer am 26.Januar 1495 nach seinem Besuch vor Ort eine allgemeine Beschreibung verfasst. Andererseits hat König Matthias Corvinus kurz vor seinem Tod 1490 Schloss Hunedoara (heute Rumänien) mit einer mit Guadalajara direkt verwandten Serie halbrunder Erkerreihe anlegen lassen, was die Bekanntheit dieser spanischen Architektur bis in Osteuropa belegt.

Auch wenn das Wappen der Familie Harsdörfer und Reichel nicht von vor 1531 stammen dürfte, so kann dies dem älteren Objekt nachträglich hinzugefügt worden sein. Die Grösse der Burgfenster entspricht dem typologischen Übergang von Burg zum Schloss und ist demnach nicht realitätsfremd.

Dr. Pablo de la Riestra, August 2020


Standort: Kronach / Fränkische Galerie / Festung Rosenberg / Invnr.: MA 2383

Foto Jul 2020, Joshua Noll

Modell einer Ritterburg Haupteingang mit Nürnberger Wappendreiverein

Modell einer Ritterburg

um 1500

Haupteingang mit Nürnberger Wappendreiverein


Nürnberg, kurz vor oder nach 1500


Das zuletzt 2014 von Matthias Weniger (Fränkische Galerie, Festung Rosenberg, Kronach) kommentierte Objekt ist in seiner ursprünglichen Funktion unbekannt.

Die mögliche Nutzung als Lüster ist genauso in Frage zu stellen, wie die Datierung in die Mitte des 16. Jahrhunderts. Ebensowenig wurden hier "verschiedenste Stilformen" vermengt. Mag die Burgdarstellung der Phantasie entsprechen, so gibt es an dieser Architektur nichts, was nicht spätgotisch wäre. Die Vermehrung von Kleeblattbogenfriesen entspricht dem Usus kastilischer Burgen und Stadtpaläste ab 1480. Vergleiche dieses Motivs am Modell lassen sich unmittelbar mit der Burg Real de Manzanares und dem Infantado-Palast in Guadalajara ziehen, - von letzterem hat der Nürnberger Hieronymus Münzer am 26.Januar 1495 nach seinem Besuch vor Ort eine allgemeine Beschreibung verfasst. Andererseits hat König Matthias Corvinus kurz vor seinem Tod 1490 Schloss Hunedoara (heute Rumänien) mit einer mit Guadalajara direkt verwandten Serie halbrunder Erkerreihe anlegen lassen, was die Bekanntheit dieser spanischen Architektur bis in Osteuropa belegt.

Auch wenn das Wappen der Familie Harsdörfer und Reichel nicht von vor 1531 stammen dürfte, so kann dies dem älteren Objekt nachträglich hinzugefügt worden sein. Die Grösse der Burgfenster entspricht dem typologischen Übergang von Burg zum Schloss und ist demnach nicht realitätsfremd.

Dr. Pablo de la Riestra, August 2020


Standort: Kronach / Fränkische Galerie / Festung Rosenberg / Invnr.: MA 2383

Foto Jul 2020, Joshua Noll

Modell einer Ritterburg Dachlandschaft mit "Fünfknopftürmen" und reichlichen Kleeblattblendfriesen

Modell einer Ritterburg

um 1500

Dachlandschaft mit "Fünfknopftürmen" und reichlichen Kleeblattblendfriesen


Nürnberg, kurz vor oder nach 1500


Das zuletzt 2014 von Matthias Weniger (Fränkische Galerie, Festung Rosenberg, Kronach) kommentierte Objekt ist in seiner ursprünglichen Funktion unbekannt.

Die mögliche Nutzung als Lüster ist genauso in Frage zu stellen, wie die Datierung in die Mitte des 16. Jahrhunderts. Ebensowenig wurden hier "verschiedenste Stilformen" vermengt. Mag die Burgdarstellung der Phantasie entsprechen, so gibt es an dieser Architektur nichts, was nicht spätgotisch wäre. Die Vermehrung von Kleeblattbogenfriesen entspricht dem Usus kastilischer Burgen und Stadtpaläste ab 1480. Vergleiche dieses Motivs am Modell lassen sich unmittelbar mit der Burg Real de Manzanares und dem Infantado-Palast in Guadalajara ziehen, - von letzterem hat der Nürnberger Hieronymus Münzer am 26.Januar 1495 nach seinem Besuch vor Ort eine allgemeine Beschreibung verfasst. Andererseits hat König Matthias Corvinus kurz vor seinem Tod 1490 Schloss Hunedoara (heute Rumänien) mit einer mit Guadalajara direkt verwandten Serie halbrunder Erkerreihe anlegen lassen, was die Bekanntheit dieser spanischen Architektur bis in Osteuropa belegt.

Auch wenn das Wappen der Familie Harsdörfer und Reichel nicht von vor 1531 stammen dürfte, so kann dies dem älteren Objekt nachträglich hinzugefügt worden sein. Die Grösse der Burgfenster entspricht dem typologischen Übergang von Burg zum Schloss und ist demnach nicht realitätsfremd.

Dr. Pablo de la Riestra, August 2020


Standort: Kronach / Fränkische Galerie / Festung Rosenberg / Invnr.: MA 2383

Foto Jul 2020, Theo Noll

Modell einer Ritterburg Mittelachse der Dachlandschaft mit parlerischem Rechteckdach, dessen Dachaufbau erneut Nürnberger Wappen zeigt

Modell einer Ritterburg

um 1500

Mittelachse der Dachlandschaft mit parlerischem Rechteckdach, dessen Dachaufbau erneut Nürnberger Wappen zeigt


Nürnberg, kurz vor oder nach 1500


Das zuletzt 2014 von Matthias Weniger (Fränkische Galerie, Festung Rosenberg, Kronach) kommentierte Objekt ist in seiner ursprünglichen Funktion unbekannt.

Die mögliche Nutzung als Lüster ist genauso in Frage zu stellen, wie die Datierung in die Mitte des 16. Jahrhunderts. Ebensowenig wurden hier "verschiedenste Stilformen" vermengt. Mag die Burgdarstellung der Phantasie entsprechen, so gibt es an dieser Architektur nichts, was nicht spätgotisch wäre. Die Vermehrung von Kleeblattbogenfriesen entspricht dem Usus kastilischer Burgen und Stadtpaläste ab 1480. Vergleiche dieses Motivs am Modell lassen sich unmittelbar mit der Burg Real de Manzanares und dem Infantado-Palast in Guadalajara ziehen, - von letzterem hat der Nürnberger Hieronymus Münzer am 26.Januar 1495 nach seinem Besuch vor Ort eine allgemeine Beschreibung verfasst. Andererseits hat König Matthias Corvinus kurz vor seinem Tod 1490 Schloss Hunedoara (heute Rumänien) mit einer mit Guadalajara direkt verwandten Serie halbrunder Erkerreihe anlegen lassen, was die Bekanntheit dieser spanischen Architektur bis in Osteuropa belegt.

Auch wenn das Wappen der Familie Harsdörfer und Reichel nicht von vor 1531 stammen dürfte, so kann dies dem älteren Objekt nachträglich hinzugefügt worden sein. Die Grösse der Burgfenster entspricht dem typologischen Übergang von Burg zum Schloss und ist demnach nicht realitätsfremd.

Dr. Pablo de la Riestra, August 2020


Standort: Kronach / Fränkische Galerie / Festung Rosenberg / Invnr.: MA 2383

Foto Jul 2020, Theo Noll

Modell einer Ritterburg Schrägansicht, Rückseite

Modell einer Ritterburg

um 1500

Schrägansicht, Rückseite


Nürnberg, kurz vor oder nach 1500


Das zuletzt 2014 von Matthias Weniger (Fränkische Galerie, Festung Rosenberg, Kronach) kommentierte Objekt ist in seiner ursprünglichen Funktion unbekannt.

Die mögliche Nutzung als Lüster ist genauso in Frage zu stellen, wie die Datierung in die Mitte des 16. Jahrhunderts. Ebensowenig wurden hier "verschiedenste Stilformen" vermengt. Mag die Burgdarstellung der Phantasie entsprechen, so gibt es an dieser Architektur nichts, was nicht spätgotisch wäre. Die Vermehrung von Kleeblattbogenfriesen entspricht dem Usus kastilischer Burgen und Stadtpaläste ab 1480. Vergleiche dieses Motivs am Modell lassen sich unmittelbar mit der Burg Real de Manzanares und dem Infantado-Palast in Guadalajara ziehen, - von letzterem hat der Nürnberger Hieronymus Münzer am 26.Januar 1495 nach seinem Besuch vor Ort eine allgemeine Beschreibung verfasst. Andererseits hat König Matthias Corvinus kurz vor seinem Tod 1490 Schloss Hunedoara (heute Rumänien) mit einer mit Guadalajara direkt verwandten Serie halbrunder Erkerreihe anlegen lassen, was die Bekanntheit dieser spanischen Architektur bis in Osteuropa belegt.

Auch wenn das Wappen der Familie Harsdörfer und Reichel nicht von vor 1531 stammen dürfte, so kann dies dem älteren Objekt nachträglich hinzugefügt worden sein. Die Grösse der Burgfenster entspricht dem typologischen Übergang von Burg zum Schloss und ist demnach nicht realitätsfremd.

Dr. Pablo de la Riestra, August 2020


Standort: Kronach / Fränkische Galerie / Festung Rosenberg / Invnr.: MA 2383

Foto Jul 2020, Theo Noll

Modell einer Ritterburg Vergleich, Burgmodell und Turmdetail der Burg Real de Manzanares (nahe Madrid)

Modell einer Ritterburg

um 1500

Vergleich, Burgmodell und Turmdetail der Burg Real de Manzanares (nahe Madrid)


Nürnberg, kurz vor oder nach 1500


Das zuletzt 2014 von Matthias Weniger (Fränkische Galerie, Festung Rosenberg, Kronach) kommentierte Objekt ist in seiner ursprünglichen Funktion unbekannt.

Die mögliche Nutzung als Lüster ist genauso in Frage zu stellen, wie die Datierung in die Mitte des 16. Jahrhunderts. Ebensowenig wurden hier "verschiedenste Stilformen" vermengt. Mag die Burgdarstellung der Phantasie entsprechen, so gibt es an dieser Architektur nichts, was nicht spätgotisch wäre. Die Vermehrung von Kleeblattbogenfriesen entspricht dem Usus kastilischer Burgen und Stadtpaläste ab 1480. Vergleiche dieses Motivs am Modell lassen sich unmittelbar mit der Burg Real de Manzanares und dem Infantado-Palast in Guadalajara ziehen, - von letzterem hat der Nürnberger Hieronymus Münzer am 26.Januar 1495 nach seinem Besuch vor Ort eine allgemeine Beschreibung verfasst. Andererseits hat König Matthias Corvinus kurz vor seinem Tod 1490 Schloss Hunedoara (heute Rumänien) mit einer mit Guadalajara direkt verwandten Serie halbrunder Erkerreihe anlegen lassen, was die Bekanntheit dieser spanischen Architektur bis in Osteuropa belegt.

Auch wenn das Wappen der Familie Harsdörfer und Reichel nicht von vor 1531 stammen dürfte, so kann dies dem älteren Objekt nachträglich hinzugefügt worden sein. Die Grösse der Burgfenster entspricht dem typologischen Übergang von Burg zum Schloss und ist demnach nicht realitätsfremd.

Dr. Pablo de la Riestra, August 2020


Standort: Kronach / Fränkische Galerie / Festung Rosenberg / Invnr.: MA 2383

Foto 2020 und 1986, Pablo de la Riestra, Theo Noll

Modell einer Ritterburg Vergleich, Burgmodelldetail, Balkon des Stadtpalastes Jabalquinto in Baeza (dieser zeigt Muqarnas) und Turmdetail in Real de Manzanares

Modell einer Ritterburg

Info

um 1500


Vergleich, Burgmodelldetail, Balkon des Stadtpalastes Jabalquinto in Baeza (dieser zeigt Muqarnas) und Turmdetail in Real de Manzanares


Foto l. 2020, m. 1991, r. 1986, Pablo de la Riestra

Nürnberg, kurz vor oder nach 1500


Das zuletzt 2014 von Matthias Weniger (Fränkische Galerie, Festung Rosenberg, Kronach) kommentierte Objekt ist in seiner ursprünglichen Funktion unbekannt.

Die mögliche Nutzung als Lüster ist genauso in Frage zu stellen, wie die Datierung in die Mitte des 16. Jahrhunderts. Ebensowenig wurden hier "verschiedenste Stilformen" vermengt. Mag die Burgdarstellung der Phantasie entsprechen, so gibt es an dieser Architektur nichts, was nicht spätgotisch wäre. Die Vermehrung von Kleeblattbogenfriesen entspricht dem Usus kastilischer Burgen und Stadtpaläste ab 1480. Vergleiche dieses Motivs am Modell lassen sich unmittelbar mit der Burg Real de Manzanares und dem Infantado-Palast in Guadalajara ziehen, - von letzterem hat der Nürnberger Hieronymus Münzer am 26.Januar 1495 nach seinem Besuch vor Ort eine allgemeine Beschreibung verfasst. Andererseits hat König Matthias Corvinus kurz vor seinem Tod 1490 Schloss Hunedoara (heute Rumänien) mit einer mit Guadalajara direkt verwandten Serie halbrunder Erkerreihe anlegen lassen, was die Bekanntheit dieser spanischen Architektur bis in Osteuropa belegt.

Auch wenn das Wappen der Familie Harsdörfer und Reichel nicht von vor 1531 stammen dürfte, so kann dies dem älteren Objekt nachträglich hinzugefügt worden sein. Die Grösse der Burgfenster entspricht dem typologischen Übergang von Burg zum Schloss und ist demnach nicht realitätsfremd.

Dr. Pablo de la Riestra, August 2020


Standort: Kronach / Fränkische Galerie / Festung Rosenberg / Invnr.: MA 2383

Modell einer Ritterburg Real de Manzanares, Loggia mit Kleeblattbögen und Diamanten, oben Ecksituation, unten Schrägansicht der Längsseite. Die Diamanten sind keine Italienrezeption (Ferrara ca. zehn Jahre später)

Modell einer Ritterburg

um 1500

Real de Manzanares, Loggia mit Kleeblattbögen und Diamanten, oben Ecksituation, unten Schrägansicht der Längsseite. Die Diamanten sind keine Italienrezeption (Ferrara ca. zehn Jahre später)


Nürnberg, kurz vor oder nach 1500


Das zuletzt 2014 von Matthias Weniger (Fränkische Galerie, Festung Rosenberg, Kronach) kommentierte Objekt ist in seiner ursprünglichen Funktion unbekannt.

Die mögliche Nutzung als Lüster ist genauso in Frage zu stellen, wie die Datierung in die Mitte des 16. Jahrhunderts. Ebensowenig wurden hier "verschiedenste Stilformen" vermengt. Mag die Burgdarstellung der Phantasie entsprechen, so gibt es an dieser Architektur nichts, was nicht spätgotisch wäre. Die Vermehrung von Kleeblattbogenfriesen entspricht dem Usus kastilischer Burgen und Stadtpaläste ab 1480. Vergleiche dieses Motivs am Modell lassen sich unmittelbar mit der Burg Real de Manzanares und dem Infantado-Palast in Guadalajara ziehen, - von letzterem hat der Nürnberger Hieronymus Münzer am 26.Januar 1495 nach seinem Besuch vor Ort eine allgemeine Beschreibung verfasst. Andererseits hat König Matthias Corvinus kurz vor seinem Tod 1490 Schloss Hunedoara (heute Rumänien) mit einer mit Guadalajara direkt verwandten Serie halbrunder Erkerreihe anlegen lassen, was die Bekanntheit dieser spanischen Architektur bis in Osteuropa belegt.

Auch wenn das Wappen der Familie Harsdörfer und Reichel nicht von vor 1531 stammen dürfte, so kann dies dem älteren Objekt nachträglich hinzugefügt worden sein. Die Grösse der Burgfenster entspricht dem typologischen Übergang von Burg zum Schloss und ist demnach nicht realitätsfremd.

Dr. Pablo de la Riestra, August 2020


Standort: Kronach / Fränkische Galerie / Festung Rosenberg / Invnr.: MA 2383

Foto 1986, Pablo de la Riestra

Modell einer Ritterburg Vergleich der halbrunden Erkerabfolge, beide 1480er Jahre, oben Guadalajara, unten Hunedoara

Modell einer Ritterburg

um 1500

Vergleich der halbrunden Erkerabfolge, beide 1480er Jahre, oben Guadalajara, unten Hunedoara


Nürnberg, kurz vor oder nach 1500


Das zuletzt 2014 von Matthias Weniger (Fränkische Galerie, Festung Rosenberg, Kronach) kommentierte Objekt ist in seiner ursprünglichen Funktion unbekannt.

Die mögliche Nutzung als Lüster ist genauso in Frage zu stellen, wie die Datierung in die Mitte des 16. Jahrhunderts. Ebensowenig wurden hier "verschiedenste Stilformen" vermengt. Mag die Burgdarstellung der Phantasie entsprechen, so gibt es an dieser Architektur nichts, was nicht spätgotisch wäre. Die Vermehrung von Kleeblattbogenfriesen entspricht dem Usus kastilischer Burgen und Stadtpaläste ab 1480. Vergleiche dieses Motivs am Modell lassen sich unmittelbar mit der Burg Real de Manzanares und dem Infantado-Palast in Guadalajara ziehen, - von letzterem hat der Nürnberger Hieronymus Münzer am 26.Januar 1495 nach seinem Besuch vor Ort eine allgemeine Beschreibung verfasst. Andererseits hat König Matthias Corvinus kurz vor seinem Tod 1490 Schloss Hunedoara (heute Rumänien) mit einer mit Guadalajara direkt verwandten Serie halbrunder Erkerreihe anlegen lassen, was die Bekanntheit dieser spanischen Architektur bis in Osteuropa belegt.

Auch wenn das Wappen der Familie Harsdörfer und Reichel nicht von vor 1531 stammen dürfte, so kann dies dem älteren Objekt nachträglich hinzugefügt worden sein. Die Grösse der Burgfenster entspricht dem typologischen Übergang von Burg zum Schloss und ist demnach nicht realitätsfremd.

Dr. Pablo de la Riestra, August 2020


Standort: Kronach / Fränkische Galerie / Festung Rosenberg / Invnr.: MA 2383

Foto 1986, Pablo de la Riestra, privat

Modell einer Ritterburg So phantasievoll das Burgmodell erscheint, könnte die Felsensituation halbwegs realistisch sein (links Törzburg in Bran, Rumänien, rechts Modell)

Modell einer Ritterburg

um 1500

So phantasievoll das Burgmodell erscheint, könnte die Felsensituation halbwegs realistisch sein (links Törzburg in Bran, Rumänien, rechts Modell)


Nürnberg, kurz vor oder nach 1500


Das zuletzt 2014 von Matthias Weniger (Fränkische Galerie, Festung Rosenberg, Kronach) kommentierte Objekt ist in seiner ursprünglichen Funktion unbekannt.

Die mögliche Nutzung als Lüster ist genauso in Frage zu stellen, wie die Datierung in die Mitte des 16. Jahrhunderts. Ebensowenig wurden hier "verschiedenste Stilformen" vermengt. Mag die Burgdarstellung der Phantasie entsprechen, so gibt es an dieser Architektur nichts, was nicht spätgotisch wäre. Die Vermehrung von Kleeblattbogenfriesen entspricht dem Usus kastilischer Burgen und Stadtpaläste ab 1480. Vergleiche dieses Motivs am Modell lassen sich unmittelbar mit der Burg Real de Manzanares und dem Infantado-Palast in Guadalajara ziehen, - von letzterem hat der Nürnberger Hieronymus Münzer am 26.Januar 1495 nach seinem Besuch vor Ort eine allgemeine Beschreibung verfasst. Andererseits hat König Matthias Corvinus kurz vor seinem Tod 1490 Schloss Hunedoara (heute Rumänien) mit einer mit Guadalajara direkt verwandten Serie halbrunder Erkerreihe anlegen lassen, was die Bekanntheit dieser spanischen Architektur bis in Osteuropa belegt.

Auch wenn das Wappen der Familie Harsdörfer und Reichel nicht von vor 1531 stammen dürfte, so kann dies dem älteren Objekt nachträglich hinzugefügt worden sein. Die Grösse der Burgfenster entspricht dem typologischen Übergang von Burg zum Schloss und ist demnach nicht realitätsfremd.

Dr. Pablo de la Riestra, August 2020


Standort: Kronach / Fränkische Galerie / Festung Rosenberg / Invnr.: MA 2383

Foto Jul 2020, Theo Noll, privat

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