get. Nürnberg, 26. Mrz 1654
begr. Nürnberg, 19. Okt 1692
get. 26. 3. 1654 Nürnberg – begr. 19. 10. (26. 3.) 1692 Nürnberg.
Sohn des Peter, Rindermetzger. ∞ 2.7.1677 Anna Martha Nerreter (get. 16.12.1651 – begr. 18.12.1699), drei Söhne, vier Töchter. 1674-91 war er als Kupferstecher im Ämterbüchlein eingetragen, 1692 gestrichen. 1680 erhielt er einen strengen Verweis wegen Stechens von Spielkarten mit unzüchtigen Versen. In dieser Zeit fertigte er auch eine Ansicht von Onolzbach (Ansbach), sign. J. Azelt sc. Er stach besonders Portraits, Veduten, Historienmotive, Wappen, Titelbll. u.ä., die häufig einen Bezug zu Ungarn haben, z.B. für W. Dillich „Ungar. Städt-Büchlein“, Nürnberg 1688 und zu Ch. Boethius „Rumbelorberter Kriegshelm“, 3 Bde., Nürnberg 1688. Im Jahre 1689 entstand ein Stich der Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen. Er arbeitete auch als Kupferstecher für Endter-Bibeln. Meyers KL nennt 25 Arbeiten und 3 Selbstportraits. Panzer verzeichnete ca. neun Portraitstiche Nürnberger Bürger mit seiner Signatur. Ein zeitweiser Aufenthalt im Herzogtum Krain ist unrichtig, da seine Anwesenheit in Nürnberg lückenlos belegbar ist. Zuletzt wohnte er in der Weißgerbergasse.
MuS: NÜRNBERG, GNM: Kupferstich-Kartenspiel, um 1680; –, MStN: Kupferstiche.
Lit.: AKL; Thieme-Becker; Nagler, Monogr.; Meyers KL; C. G. Müller, 1791, S. 74, 87, 167; Zahns Jb. I, 1868; Müller, in: MVGN 49, 1959, S. 137; Barock, 1962; Sporhan-Krempel/Wohnhaas, 1973; H. Oertel, in: MVGN 70, 1983, S. 113; Grieb, Buchgewerbe 2003.
Ausst.: 1957/18; 1989/3.
(zitiert aus dem Nürnberger Künstlerlexikon, Herausgegeben von Manfred H. Grieb)
Stil: Barock
Zeit: 17. Jh.