Wolfgang Adam Friedrich
Wagner

Kupferstecher, Stahlstecher, Schriftsteller

geb. Nürnberg, 24. Mai 1803

gest. München, 27. Apr 1876

Sohn des Friedrich, Kreis- und Stadtgerichtssekretär; Vater des Edmund. ∞ I) 24.5. 1829 Clementina Johanna Wilhelmina (* Augsburg um 1804), Tochter des Friedrich Hermann, Oberleutnant; II) 8.10.1855 Luise Susanna Babette, Witwe eines Privatiers. 1821-27 Zögling der Kunstschule und Schüler von Albert Chr. Reindel. 1827/28 Weiterbildung in Paris. In den 1830er und Anfang der 40er Jahre trat er in Nürnberg mit seinen Stahlstichen bei den Ausstellungen des Albrecht-Dürer-Vereins besonders in Erscheinung. Sein wichtigstes und größtes Blatt war das stahlgestochene Abendmahl Leonardos nach dem Kupferstich von R. Morghen, das er in einer sechsjährigen Arbeitsleistung von 1836-42 schuf; be­zahlt wurde die Arbeit vom bibliographischen Institut in Hildburghausen. Das Blatt war besonders in England weitverbreitet und wurde in der Literatur der Zeit besprochen und gerühmt. 1847 fertigte Wagner mehrere Stichfolgen zu Nürnberger Bildhauerwerken des Mittelalters. Er wohnte 1829 in S. 1039 (Am Laufer Schlagturm 8) und 1837/50 in L. 847 (Königstraße 91). 1842/43 hielt er sich in Rom auf. 1853 siedelte er nach Stuttgart über. Bei seiner in Nürnberg erfolgten zweiten Heirat 1855 ist als Wohnort München angegeben.

MuS: NÜRNBERG, MStN. –, StadtB.

Lit.: Thieme-Becker; Müller-Singer; Nagler, KL; Hertel, 1841, S. 99; Gürsching, in: MVGN 40, 1949, S. 227.

Ausst.: 1821/1; 1824/1; 1827/1; 1830/1; 1833/1; 1834/1; 1836/1; 1836/2; 1838/1; 1840/3; 1841/2; 1842/1; 1971/8 Nr. 16, 39, 82, 83; 1991/1; 1992/1; 2006/3 Abb. 8.

(zitiert aus dem Nürnberger Künstlerlexikon, Herausgegeben von Manfred H. Grieb)


Zeit: 19. Jh.