geb. Nürnberg, 03. Mrz 1755
gest. Nürnberg, 17. Aug 1836
Sohn des Johann, Hochzeitslader. ∞ I) 4.12.1782 Susanna Barbara (* 2.2.1744 – † 27.7. begr. 1.8.1783), Tochter des Georg Michael Mann, Schauamtmann; II) N. N., drei Töchter. Schüler Johann Nusbiegels. Anschließend besuchte er drei Jahre die Leipziger Akademie unter Adam Friedrich Oeser und ein halbes Jahr die Wiener Akademie bei Jakob Schmutzer. An der Militärakademie in Mecheln lernte er zwei Jahre den Landkartenstich, dort arbeitete er auch jahrelang als Vignettenstecher für Kaiser Joseph II. 1783-1806 war er im Ämterbüchlein als Kupferstecher verzeichnet, mit dem Ende der Reichsstadtzeit endeten die amtlichen Aufzeichnungen. Zusammen mit seinem Bruder Johann Carl zählte er zu den letzten bedeutenden Portraitstechern in Nürnberg. 1798-1802 entstand als Hauptwerk die 128 Bll. umfassende „Gallerie Nürnbergischer Bürger und Bürgerinnen aus verschiedenen Staenden“ nach eigenen Vorlagen. Panzer verzeichnete sein Selbstportrait sowie über 350 Stiche Nürnberger Bürger, davon etwa 310 nach eigenen Vorlagen. Auch einige Nürnberger Veduten und Landschaftsdarstellungen wurden vom ihm gestochen. Laut Quartiergeldliste von 1800 wohnte er als Mieter in S. 1334 (Äußerer Laufer Platz/Maxtormauer). 1829 befanden sich seine Geschäftsräume in S. 693/694 (Stöpselgasse 17/19), 1838 wohnte er in L. 126 (An der Fleischbrücke 4). Er starb im Heilig-Geist-Spital. Mitglied des Nürnberger Kunst-Vereins. Seine Tochter Maria Magdalena (* um 1787 – † 20.9. 1811) arbeitete als Miniaturmalerin.
Werke: „Galerie Nürnbergischer Bürger und Bürgerinnen aus verschiedenen Ständen“, 1797-1801; „Sammlung berühmter Gelehrter und Künstler“ sowie andere Tafelwerke.
MuS: NÜRNBERG, MStN: 6 Pinselzeichnungen-Portraits; Radierungen; Kupferstiche von 1771-1816; Lithographien. –, StadtB; –, GNM.
Lit.: AKL; Thieme-Becker; C. G. Müller, 1791, S. 95, 198, Forts. I., S. 36, Forts. II, S. 30; A. N. Riedner: Kurze Biographien I, Nürnberg 1811; Zahns Jb. I, 1868; Schrötter, 1908; Gürsching, in: MVGN 40, 1949; Reynst, 1962; Schwemmer, 1974.
Ausst.: 1817/1; 1981/1.
(zitiert aus dem Nürnberger Künstlerlexikon, Herausgegeben von Manfred H. Grieb)