Moritz Maximilian
Mayer

Verleger, Archivar, Herausgeber, Historiker

geb. Nürnberg, 23. Okt 1803

gest. Schwabach, 07. Apr 1869

Dr. phil.,

* 23. 10. get. 24. 10. 1803 Nürnberg – † 7. 4. 1869 Schwabach.

Sohn des Johann Leonhard Maximilian, Goldschmied. ∞ I) 5.6.1832 Anna Elisabeth Sabina Spranger (* 6.10. 1805), Ehe geschieden, ein Sohn, eine Tochter; II) um 1857/58 Elisabeth Sägmüller († 26.10.1887). 1836 Archivsekretär, später Leiter des Staatsarchivs Nürnberg. Daneben verlegte er Radierungen und Lithographien von G. C. Wilder und J. C. Kümmel. 1836 begann er mit der Herausgabe von „Müllners Annalen“, es erschienen jedoch nur 10 Lieferungen mit 640 Seiten. Die handschriftliche Fortsetzung für die Jahre 1314-56 befindet sich im Stadtarchiv Nürnberg. Mayer galt als hervorragender Kenner Nürnberger Geschichte. 1836 versuchte er, einen Geschichtsverein zu gründen, welcher jedoch nach 20 Jahren scheiterte. Mayer galt allgemein als diskussionsfreudig. 1848 mußte er wegen Beleidigung des bayer. Königs vorzeitig den Dienst quittieren. 1857 beantragte er eine Konzession zum Handel mit Kupferstichen und Galanteriewaren, die ihm am 9.10. des Jahres bewilligt wurde. Er war Norica-Sammler. 1832 wohnte er in Tafelhof N 71 (Frauentorgraben 5).

Werke: Nürnbergisches Schembartbuch, 1831.

MuS: NÜRNBERG, StadtB.

Lit.: Endres, in: MVGN 65, 1978, S. 12-14.

Ausst.: 1959/8.


(zitiert aus dem Nürnberger Künstlerlexikon, Herausgegeben von Manfred H. Grieb)


Zeit: 19. Jh.