Johann Georg
Wolff

Maler, Kupferstecher, Architekturzeichner

geb. Nürnberg, 23. Mai 1805

gest. Nürnberg, 23. Feb 1875

Um 1824-30 Schüler der Nürnberger Kunstschule, wo seine Neigung zu zeichnerischen Architekturdarstellungen durch Christoph Frhr. Haller von Hallerstein gefördert wurde. Ein weiterer Lehrer war Albert Christoph Reindel. Seit 1839 Lehrer, 1864 Professor für Linearperspektive an der Kunstgewerbeschule in Nürnberg (bis 1868). 

Sein Hauptwerk ist das „Nürnberger Gedenkbuch“ mit dem Haupttitel „Vollständige Sammlung aller Baudenkmale, Monumente und anderer Merkwürdigkeiten Nürnberg's, in Stahlstichen nach Originalzeichnungen von J. G. Wolff, Maler und Lehrer an der K. Gewerbs- und Kunstschule Nürnberg“. Die erste Auflage 1845f. erschien mit Beschreibungen von Dr. Friedrich Mayer, 1. Bd. mit Tafeln 1-50, 2. Bd. mit Tafeln 51-100. Die zweite Auflage 1875 war mit Beschreibungen von Dr. Georg Wolfgang Karl Lochner versehen, 1. Bd. mit Tafeln 1-65, 2. Bd. mit Tafeln 66-131. Dazwischen gab es einen Supplementband mit 30 Tafeln ohne Beschreibungen. Die Stahlstiche der ersten Auflage stammen von Ferdinand Rothbart und Christian Heinrich Kummet, in der zweiten Auflage kamen Stiche von J. C. Heubach und J. Falkner dazu. 1850/56 war Wolff in S. 1242 (Webersplatz 4) ansässig.

Werke: NÜRNBERG: „Die Allerheiligenkapelle im Landauerkloster“, Öl a/LW, um 1836; „Euchariuskapelle bei St. Egidien“, Öl a/LW, um 1836. 

MuS: NÜRNBERG, MStN.

Lit.: Thieme-Becker; Schornsches Kunstblatt 1847, S. 208; AdBK, 1933; Mende, Rathaus 1979.

Ausst.: 1824/1; 1827/1; 1830/1; 1836/1; 1836/2; 1838/1; 1942/1; 1971/8 Nr. 72; 1972/5; 1977/1; 1971/8 Nr. 72; 1972/5 Nr. 95-97; 1977/1; 1979/2; 1986/6; 1991/1; 1992/1.

(zitiert aus dem Nürnberger Künstlerlexikon, Herausgegeben von Manfred H. Grieb)




Zeit: 19. Jh.